Offene Werkstätten
Raum, Werkzeuge und fachlichen Rat für kreative und eigensinnige Produktion bieten Offene Werkstätten. Auch mit neuen Techniken, wie z.B. in einem FabLab, lässt sich hier experimentieren. Wer Dinge selbst macht, entwickelt ein Gefühl für die nötigen Ressourcen, macht sich Gedanken über das eigene Konsumverhalten und wird sensibilisiert für Qualität und Herstellungsbedingungen von Produkten. Als Raum für Begegnung und Gemeinschaft leisten Offene Werkstätten wichtige Beiträge zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Vielfach sind sie auch Lernorte und Denkwerkstätten, die Impulse geben, sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu befassen. Offene Werkstätten befinden sich häufig in Bürger-, Jugend- oder Kulturzentren, aber auch in privaten Räumen. Sie stehen Ungeübten und Halbprofis offen und kooperieren mit Künstlern und Bildungseinrichtungen. Offene Werkstätten sind wie Schneeflocken … immer anders!

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Werkstatt der WerkBox3 e.V. in München, Mitglied im Verbund Offener Werkstätten (Foto: Stephanie Schmitz)

Als eins der ersten Projekte mit Offenen Werkstätten gründete die anstiftung 1987 das Haus der Eigenarbeit in München. 2002 folgte das Kempodium, Zentrum für regionale Eigenversorgung, in Kempten.


Die anstiftung will die Idee des Selbermachens verbreiten und setzt sich für den Erhalt bzw. Ausbau der entsprechenden Infrastrukturen ein. Sie vernetzt und berät Werkstattprojekte, organisiert Erfahrungsaustausch sowie Fortbildungen und Seminare. Auch finanzielle Unterstützung ist ggf. möglich. Beachten sie hierzu bitte unsere Förderrichtlinien.


Verbund Offener Werkstätten
Gemeinschaftlich genutzte Infrastruktur und Orte für praktische Eigenarbeit sind ein wichtiger Motor nachhaltiger und ressourcenschonender Lebensstile. Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit gründete sich Anfang 2011 der Verbund Offener Werkstätten.

VOWDieser Zusammenschluss von offenen Werkstatt-Projekten will die konkreten Orte für Eigenarbeit und DIY-Aktivitäten sichtbar machen und den gesellschaftlichen Nutzen gemeinschaftlich genutzter Infrastruktur ins öffentliche Bewusstsein heben. Zudem unterstützen sich die einzelnen Mitglieder bei Aufbau, Betrieb und Erhalt der Werkstätten und fördern die Professionalisierung der Projekte.

Die anstiftung unterstützt den bundesweiten Zusammenschluss durch Vernetzung, Beratung und Fortbildungen, sowie Pflege und Weiterentwicklung seiner technischen Infrastruktur. Stiftungsmitarbeiter Tom Hansing ist zudem einer der Sprecher des Verbundes.


Auch die Broschüre Freiraum zum Selbermachen (PDF) entstand mit Unterstützung der anstiftung. Sie enthält Informationen über die Praxis und Bedeutung Offener Werkstätten für Gesellschaft, Nachbarschaft und Stadtteil, liegt auch gedruckt vor und ist hier zu bestellen: ingrid.reinecke@anstiftung.de