Kinder

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„Karotten wachsen im Dreck? Igitt, das esse ich niemals“ ist keine ungewöhnliche Reaktion von Großstadtkindern auf ihre erste Begegnung mit dem Gemüseanbau, die sich aber meist recht schnell verliert, wenn sie mehr Zeit im Garten verbringen. Kinder, die mit Gärten aufwachsen, eigene Beete bepflanzen dürfen (am liebsten mit Erdbeeren), entwickeln oft ein sensibleres Verhältnis zu Pflanzen und Tieren und womöglich auch zu Nahrungsmitteln insgesamt als Kinder ohne diese Erfahrung. In Gemeinschaftsgärten finden sie außerdem Ersatz für Naturnähe und „Wildnis“, die in den Städten immer mehr verloren gehen. Die Erfahrungsspielräume, vielmehr der Radius, in dem sich Kinder bewegen können, hat sich in den letzten Jahrzehnten sukzessive verengt. Ihr Alltag ist hochgradig verregelt, undefinierte Spielplätze gibt es kaum noch.

In Gemeinschaftsgärten kommt ihr Entdeckergeist voll auf seine Kosten, Begegnungen mit Wurm und Huhn, Biene und Samen, Kraut und Rüben sind hier alltäglich. Jenseits aller (umwelt-)pädagogischen Ambitionen (der Erwachsenen) ist der Garten ein Freiraum, den sie selber definieren und in dem sie sich der elterlichen Kontrolle einmal entziehen können. 

 

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