Körper

 

Das DIY kennt viele Körper(-aktivitäten). Symbolisch-semiotische Arbeiten werden mit solchen, die körperlichen Krafteinsatz, Geschick oder Geduld fordern, verbunden. Und natürlich fließt beides in eine lebendige Sozialität mit und ohne Smartphone oder Notebook ein, in der die Gruppe und die von ihr beanspruchten Körper eine wichtige Rolle spielen. Am ehesten sind die DIY-Körper Künstlerkörper, die Installationen und Skulpturen, Dinge bauen. Alle Sinne sind beteiligt, alle sollen zu ihrem Recht kommen.

Dabei grenzt man sich von der Hegemonie des Sehens, wie sie in der Bildenden Kunst lange etabliert war, bewusst ab, man möchte den vielen Körpern und Sinnen entsprechen. Die körperleiblichen Zustände, die im DIY aufgerufen werden, sind vielfältig und nicht nur angenehm. Manchmal ist Schlemmen und Genuss angesagt, dann wieder Schinderei, mitunter ist DIY auch langweilig. Doch um die Ecke warten schon mannigfaltige Belohnungen für die Mühe. Bei den Bastlern ist es der Stolz auf das Selbstgebaute und ein souveränes Lebensgefühl. Bei den Gärtnern ist es alles, was mit Erde, Pflanzen und dem Miteinander im Grünen zu tun hat. Auch viel Überschwang und Witz ist im Spiel. 

 

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