So manchen Kleingärtner hat der Giersch schon in die Verzweiflung getrieben und auch

wir haben geflucht, als wir die wuchernde Pflanze überall in unserem neuen Hausgarten fanden. Der Grund: Das zur Familie der Doldenblütler gehörige Kraut vermehrt sich über die Wurzel und ist daher nur schwer zu vertreiben. Doch man kann aus der Not eine Tugend machen. Gerade die jungen Blätter sind reich an Vitamin C, Karotin und Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium und Eisen und daher hervorragend für die gesunde Küche geeignet. Ihr Geschmack erinnert roh an Petersilie und gekocht an jungen Spinat. Man verwendet die Blätter vorzugsweise als Salat, in Kräutersuppen und als Gemüse. Nach der Blüte, die von Juni bis Juli dauert, wird ihr Geschmack allerdings kräftiger und es kann eine leicht abführende Wirkung eintreten.

Starke Heilwirkung

Als Heilpflanze hat der Giersch auch einen festen Platz in der Naturapotheke. So weist der Name „Zipperleinskraut“ darauf hin,  dass er gegen so manche Plage hilft. Dazu zählen unter anderem Gicht, Rheuma und Arthritis. Dem Giersch wird aber auch eine entzündungshemmende,  krampflösende und blutreinigende Wirkung nachgesagt. Außerdem soll er appetit- und verdauungsanregend sein. Das Kraut wird zu Heilzwecken gerne als Tee verabreicht. Die Blätter können aber auch in Form von Umschlägen oder direkt auf die Haut gelegt werden. Jetzt im Sommer lässt sich der Giersch auch hervorragend gegen Insektenstiche und Sonnenbrand einsetzen. Dabei einfach zerstoßene Giersch-Blätter auf die betroffene Hautstelle legen. Durch ihre antiseptische, kühlende und beruhigende Wirkung helfen die Blätter sofort.

Charakteristisch für den Giersch sind die dreigeteilten Blätter.

Beim Sammeln der Blätter ist jedoch eine gewisse Vorsicht geboten, denn sie können mit dem Wald-Engelwurz, der Bibernelle,  dem giftigen Bärenklau und dem Schierling verwechselt werden. Damit es dazu nicht kommt, sollte man auf folgende Merkmale achten, bei die Zahl Drei eine wichtige Rolle spielt: So ist der Blattstiel dreikantig und auch das Blatt dreigeteilt. Das Gleiche gilt für die Einzelblätter. Zudem erinnert der Geruch der zerriebenen Blätter wie erwähnt an Petersilie.

Anwendungsformen

Tee: Für eine Tasse Tee zwei Esslöffel Kraut mit 200 ml heißem Wasser aufgießen und zirka 5 Minuten ziehen lassen. Gegen Gicht und Rheuma helfen am besten getrocknete Blätter, für eine Frühjahrskur dagegen frische, junge Blätter.

Umschläge: Für einen Umschlag einfach frisch zerdrückte Blätter auf die betroffenen Körperstellen legen.

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