Für das Anlegen eines lange blühenden und bienenfreundlichen Staudenbeets bieten sich insbesondere Frühjahr

und Herbst an. Dann können die Pflanzen stressfrei einwachsen bevor sie sich gegen Hitze beziehungsweise Frost behaupten müssen. Hier unsere Tipps zur Gestaltung eines Staudenbeets.

Bei unserem Einzug im Frühjahr sah die kleine Rasenfläche vor dem Haus mit lediglich einer Forsythie im hinteren Bereich schon ein wenig langweilig aus. Nach den heißen und trockenen Sommermonaten erinnerte sie an eine verbrannte Steppenlandschaft. Unser Entschluss war daher schnell gefasst: In der kommenden Saison soll ein abwechslungsreiches, möglichst dauerhaft blühendes Staudenbeet den Rasen ersetzen. Zugleich soll die Bepflanzung insekten- und insbesondere bienenfreundlich sein.

Sonnig, halbschattig oder Schattenbeet – auf die Lichtverhältnisse kommt es an

Liegt das künftige Staudenbeet vollsonnig, halbschattig oder schattig? Entsprechend sind die Pflanzen auszuwählen. In unserem Fall, mit Sonne vom Morgen bis zum frühen Mittag und ohne Verschattung durch größere Bäume haben wir eine Mischung aus sonnig bis halbschattig bevorzugenden Stauden gewählt. Dabei wurde berücksichtigt, dass durch die Staffelung unterschiedlicher Höhen innerhalb des Beetes auch schattigere Abschnitte entstehen können.

Von der ersten Idee zum Pflanzplan

Zur besseren Orientierung beim Einkauf und Bepflanzen bietet sich die Erstellung eines Pflanzplans an. Dafür muss man kein Profi sein. Ein verkleinerter Maßstab der Fläche bietet bereits eine gute Grundlage, um die eigenen Gestaltungsideen zu skizzieren. Unser Ziel war eine möglichst durchgängige Blüte von Frühjahr bis Herbst sowie eine Bepflanzung, die Bienen und andere Insekten mit Nahrung versorgt.

Pflanzplan für ein bienenfreundliches Staudenbeet
Welche Pflanze braucht wieviel Platz und wo kommt sie hin? Ein einfacher Pflanzplan hilft bei der Orientierung.

Fünf Praxis-Tipps zur Planung eines Staudenbeets:

  1. Farbspektrum festlegen: Harmonischer als ein kunterbunt bepflanztes Beet wirkt eine Kombination aus zwei bis drei Farben. Wir haben uns für ein warmes Gelb, Blau- und Violett-Töne sowie ein Burgunderrot entschieden.
  2. Formenvielfalt nutzen: Pflanzen wirken nicht nur durch ihre Blüten und Blätter. Ein abwechslungsreiches Beet entsteht auch durch die Kombination von Kugel-, Dolden- und Kerzenformen, kompakten und eher filigranen Wuchsformen.
  3. Wuchshöhen und -breiten beachten: Damit sich die Pflanzen in ausgewachsenem Zustand nicht gegenseitig verdecken oder optische Lücken entstehen, sollte man bei der Auswahl die angegebene Wuchshöhen und -breiten beachten. Auch wenn es schwerfällt Lücken zu lassen, das Beet anfangs lieber nicht überladen.
  4. Lange Blütezeiten vorziehen: Wer wie wir Wert auf eine durchgängige Blüte legt, kann sich die Pflanzenauswahl erleichtern, indem er öfter blühende Rosen mit mehrmonatig blühenden Stauden kombiniert. Frühlingsblüher in Zwiebelform und Herbstblüher wie Fetthenne oder Herbstaster verlängern den Blütezeitraum.
  5. Bienen- und insektenfreundlich pflanzen: Viele Rosen und Stauden sind auf Optik hin gezüchtet. In gefüllten Blüten finden Bienen, Hummeln und Co. jedoch keine Nahrung. Ungefüllte Rosen, Kräuter wie Lavendel und Salbei, Disteln, Sonnenhut, Astern, Fetthenne und viele mehr sind wahre Bienenweiden und sorgen für emsigen Besuch im Staudenbeet.
Bepflanzung eines Staudenbeets im Vorgarten
Los geht’s: Die gewässerten Stauden kommen in den vorbereiteten Boden. Am besten zuerst alle Töpfe so im Beet anordnen wie es auf dem Pflanzplan eingezeichnet ist.
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