Seit ein paar Jahren bewirtschaftet die gemeinnützige Bildungseinrichtung GFFB im Stadtteil Frankfurter Berg

ein rund 1.500 Quadratmeter großes Gartengrundstück. Nachdem dort unter anderem Hochbeete, ein Outdoor-Schachfeld und ein schön angelegter Barfußpfad entstanden, wurde am vergangenen Dienstag der Garten offiziell für Frankfurter Bürgerinnen und Bürger eröffnet. Wir waren vor Ort.

Es ist heiß, als wir in dem etwasversteckt gelegenen Gemeinschaftsgarten am Ginsterweg 1 eintreffen. Kein Wunderalso, dass sich Besucher und Betreiber unter einem offenen Zelt versammelthaben und dort bei Kaffee und Kuchen plauschen. Unter ihnen Peter Frankenstein,der bei der GFFB die Holz- und Fahrradwerkstatt leitet, ProjektkoordinatorinAnuschka Wojciechowski und Silke Schmitt, Leiterin des Gartenprojekts. Beieinem Rundgang zeigt uns Schmitt, wie die weitere Planung für denGemeinschaftsgarten aussieht. „Wir kooperieren derzeit mit zwei Bienenzüchtern,die hier in Kürze Bienenvölker aufstellen wollen“, erläutert Schmitt. „Ziel istes, interessierte Bürgerinnen und Bürger einzuladen, damit diese etwas über dieBienen lernen.“ Weiter soll im hinteren Teil des Gartens eingroßes Feld für den Kartoffel- undKürbisanbau entstehen. „Idealerweise nutzen wir die Ernte dann für unser hauseigenesWorld-Café im Gallus, das als berufspraktische Erprobung von erwerbslosenMenschen betrieben wird“, ergänzt sie. Auch ein Sozialmarkt im GFFB-Garten istgeplant, wo Inhaber des Frankfurt-Passes günstig nützliche Dinge für den Alltagwie zum Beispiel Kinderkleidung einkaufen können.

Gemütliche Kaffeerunde unter dem Zeltdach (links im Bild sitzend Peter Frankenstein und Silke Schmitt).

Kooperation mitUnternehmenund Institutionen

Wie wir bei unserem Rundgang sehen, ist viel passiert, seit unserem letzten Besuch im vergangenen Herbst. So wurde der schön angelegte Barfußpfad ausgebaut und gibt eine Baumschaukel, wo man einfach mal die Seele baumeln lassen kann. „Eine Idee ist es, den Mitmachgarten für Teambuilding-Maßnahmen oder Gruppenangebote zu nutzen“, sagt Schmitt. „Daher wollen wir weitere Sitzmöglichkeiten und eine lange Tafel schaffen, an der sich Gruppen zusammenfinden können.“ Auch der kleine Teich in der Mitte des Gartens ist inzwischen umzäunt. Daher können jetzt Kindergärten und ähnliche Einrichtungen eingeladen werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass ein Kind ins Wasser fällt. Eine weitere Attraktion, die gleich am Eingang des Gartens steht, ist ein professionell angelegtes Outdoor-Schachfeld, das bereits fleißig genutzt wird. „Um noch mehr Leben in unseren Garten zu bekommen, wollen wir mit dem Frankfurter Schachverein kooperieren“, sagt Frankenstein, der das Schachfeld gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der GFFB-Projekte gebaut hat.

Eine Attraktion des GFFB-Gartens ist das Outdoor-Schachfeld.

Bei einem Stück selbstgemachten Kuchen vom World Café erfahren wir, dass der Gemeinschaftsgarten noch Unterstützung gebrauchen kann. „Wir suchen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Einrichtungen, die Lust an der Gartenarbeit haben“, macht Wojciechowski deutlich. „Wenn wir diese finden, möchten wir die Öffnungszeiten gerne auch auf Nachmittage oder das Wochenende ausbauen.” Bislang sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmern der verschiedenen Projekte hauptsächlich vormittags im Garten. Da es noch keine festen Öffnungszeiten gibt, ist der Garten für Besucher nur dann offen, wenn das Schild „Geöffnet“ vor dem Eingangstor steht.

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