Seit rund einem Jahrwird der Hof vor der Sozialen Manufaktur des Deutschen

Roten Kreuzes (DRK) in der Kaufunger Straße von engagierten Menschen aus der Nachbarschaft begrünt. Am vergangenen Donnerstag gab es dort erstmals ein Gartenfest. Auch wir waren eingeladen.

Als wir auf dem Gelände eintreffen, fallen uns sofort die gepflegten Hochbeete ins Auge. Davor sitzen die Gärtnerinnen nun Gärtner entspannt auf Bierbänken und lassen sich Selbstgemachtes wie Kuchen und Salate schmecken. „Das Urban Gardening-Projekt wird im Quartier gut angenommen“, freut sich Lena Sandel, die das Projekt vonseiten der DRK betreut. „So bekommen wir immer mal wieder von Besuchern und Nachbarn Pflanzen und auch Töpfe gespendet.“

Lena Sandel betreut vonseiten der DRK das Gartenprojekt.

Wie wir erfahren, war es Sandels Idee, den ehemals kargen Hof in einen lebendigen Gemeinschaftsgarten zu verwandeln. „Ich gärtnere selbst gerne und will andere dafür gewinnen“, nennt sie ihr Motiv. Zudem könne man mit einem solchen Projekt gut Menschen zusammenbringen, die sonst nichts miteinander zu tun hätten, weiß sie aus Erfahrung. So hat sich Sandel bereits bei anderen Gartenprojekten wie dem Hafengarten in Offenbach engagiert. „Es ist auch ein guter Weg, die Menschen aus der Nachbarschaft kennenzulernen“, sagt sie. „Das gilt auch für mich, denn ich bin noch nicht lange bei der DRK tätig.“

Aus grau wird grün

Die Kerngruppe des Gemeinschaftsgartens besteht aus fünf bis sechs engagierten Gärtnerinnen und Gärtnern. Die meisten stammen aus Bockenheim und Rödelheim. Sie haben die Hochbeete Anfang des Jahres selbst zusammengebaut. Derzeit trifft sich die Gruppe regelmäßig unter der Woche, um die Beete zu pflegen und um die Pflanzen zu gießen. Finanziert wurden die Hochbeete vom Grünflächenamt, das auch die notwendige Erde zur Verfügung gestellt hat. Weiteres Grün auf dem ansonsten zubetonierten Hof entdecken wir an den Seitenrändern, die ebenfalls liebevoll bepflanzt wurden. Im hinteren Teil  zeigt uns Sandel ihre „Bienenecke“ mit insektenfreundlichen Pflanzen, Totholz und einem Bienenhotel. 

Beim Einsatz der Pflanzgefäße beweisen die Gärtnerinnen und Gärtner viel Kreativität.

Seit 2017 wird das Gebäude auf dem Gelände als soziale Manufaktur genutzt. „Im hinteren Teil gibt es eine Kreativwerkstatt, wo wir unter anderem auch Upcycling-Projekte durchführen“, erläutert die engatierte Kunstpädagogin. Sie betreut den Gemeinschaftsgarten im Rahmen ihrer Tätigkeit unter der Woche von Montag bis Donnerstag. „Aber auch am Wochenende muss natürlich jemand da sein, um zu gießen“, sagt Sandel. Ihr Wunsch sei es, dass sich die Gärtner auch mal sonntags dort treffen, beispielsweise, um gemeinsam zu picknicken. „Ich würde mich natürlich auch freuen, wenn sich noch mehr Menschen an dem Gartenrojekt beteiligen.“  

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