Gärtner*innen legen niemals die Beine hoch, selbst im Winter werden Beete geplant, Saatgutsammlungen

neu organisiert und Tomatenunterstände gezimmert. Auch beim Netzwerk Urbane Gärten München laufen bereits die Vorbereitungen für die neue Saison und der Aufbruch ins Neue Jahr hat auch eine Veränderung mit sich gebracht: Ab Januar habe ich die Koordination der Initiative Urbane Gärten München von Britta-Marei Lanzenberger übernommen. Mit diesem Newsletter möchte ich mich deshalb bei Euch/Ihnen vorstellen. Ich bin selbst begeisterte Krautgärtnerin, zum einen weil ich es genieße draußen auf dem Acker zu sein und zum anderen, weil urbanes Gärtnern weit darüber hinaus zu vielen sozialen und politischen Entwicklungen in Bezug steht.

Dementsprechend ist z. B. die Vernetzung der urbanen Gärtner*innen und Garteninteressierten angesichts der übereilten Räumung des Gemeinschaftsgartens „o’planzt is“ ebenso wie der Zustimmung zur Neuzulassung des Totalherbizids Glyphosat Ende letzten Jahres wichtiger denn je. Denn mit dem gemeinschaftlichen (ökologischen) Gärtnern im städtischen Raum können wir nicht nur schrittweise Boden wieder gut machen, sondern auch auf die zentrale Rolle von Nahrungsmitteln und ihrer Produktion hinweisen. Je sichtbarer Gärten im urbanen Raum sind, desto mehr Interesse können sie wecken und damit auch auf Stadtnatur und kollektives nicht-kommerzielles Handeln aufmerksam machen. Dafür sind neben den vielfältigen, blühenden Gärten mit ihren engagierten Akteur*innen auch die öffentlichen Diskussionen darüber nötig, welcher sozial-ökologischer Voraussetzungen eine lebendige Stadt bedarf und mit welchen politischen, administrativen und zivilgesellschaftlichen Mitteln sie umgesetzt werden können. Möglichst viele Beteiligte darüber miteinander ins Gespräch zu bringen ist eine der wichtigen und interessanten Aufgaben des Netzwerks Urbane Gärten München.

In diesem Sinne möchte ich mich nochmals bei meinen Vorgängerinnen für ihre engagierte Arbeit bedanken. Den beteiligten Stiftungen danke ich für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Und alle Gartenaktiven bitte ich um Nachsicht, wenn es anfangs noch zu Verzögerungen oder technischen Pannen kommen sollte, und um Hinweise auf Ihre/Eure Veranstaltungen, Ideen und Wünsche. Denn ein Netzwerk lebt vom Zusammenspiel aller Beteiligten. Ich hoffe, Sie/Euch bald im Rahmen der kommenden Veranstaltungen oder in den Gärten persönlich kennenzulernen und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit den Münchner Gartenakteur*innen.

Herzliche gärtnerische Grüße

Manuela Barth

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