Schnell gewaschen, gewürzt und gegessen – der Feldsalat ist unter den Salaten ein kurzweiliger Zeitgenosse auf unseren Tellern. Seine Saison ist dafür umso länger. Von Oktober bis April ist er ein perfekter Begleiter durch den Winter und begrüßt mit uns die ersten Sonnenstrahlen im Frühling.

Aufgrund seiner empfindlichen Blätter sollte man den Feldsalat möglichst am selben Tag und schonend zubereiten. Möchte man ihn doch etwas länger aufbewahren, geht das in einem feuchten Tuch im Gemüsefach im Kühlschrank.

Vom Unkraut zur Berühmtheit

Für lange Zeit war der Feldsalat kein gern gesehener Gast in der Küche. Er galt als Unkraut und war, wenn überhaupt, der ärmlichen Bevölkerung vorbehalten. Man fand ihn meistens nur am Feld- oder Wiesenrand. Der Architekt des Küchengartens im Schloss Versailles hatte für den Feldsalat im 16. Jahrhundert nur folgende Worte übrig: “Der Feldsalat ist ein wildes und rustikales Gemüse. Deshalb sieht man ihn selten in guter Gesellschaft.” Kultiviert wurde der Feldsalat wohl erstmals im 18. Jahrhundert im Süden Italiens. Unter dem Namen “Rapunzeln” erlangte der Feldsalat durch das gleichnamige Märchen der Gebrüder Grimm dann endgültig Berühmtheit. 

Einfacher Anbau, nährstoffreiche Blätter

Dass der Feldsalat heute überall zu finden ist, liegt unter anderem an seiner einfachen Anbauweise. Im Winter benötigt er nur wenig Wärmeenergie. Auch beim Boden ist er nicht wählerisch. Ein unkrautfreier, reicht ihm völlig aus. Deshalb ist auch ein Anbau auf dem eigenen Balkon möglich.

Wie die schwangere Königin, die sich nach den Rapunzeln im Kräutergarten der Hexe sehnte, sind auch wir froh, dass der leckere und nährstoffreiche Feldsalat den Weg in unsere Küche gefunden hat. Ganz besonders, weil er so ein herzhafter Begleiter in vielen Salaten ist.

Ein Hauch Frühling mit einem Gruß aus dem Winter

Im Monat März erwachen viele Pflanzen aus dem Winterschlaf. Bis sie geerntet werden können, kann es aber noch dauern. Um trotzdem saisonal zu kochen, kann man auf die letzten Reste des Wintergemüses zurückgreifen. Unser Feldsalat mit Roter Beete passt deshalb perfekt in die kühlen Tage im März.

Du brauchst (für 4 Personen): 

  • 1 Rote Bete
  • 1 Pastinake
  • 1 große rote Zwiebel
  • 500g Feldsalat
  • Sherry-Essig
  • Olivenöl
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  1. Schäle die Rote Beete sowie die Pastinake und schneide sie in 1cm dicke Scheiben. Schäle und schneide die Zwiebel in Ringe. Lege die Zwiebel und das Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und beträufle alles mit Olivenöl. Dann bei 200 Grad 25 Minuten garen.
  2. Wenn das Gemüse gar ist, würze es in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, einem ¾ Löffel Sherry-Essig und zwei Esslöffeln Olivenöl.
  3. Lege den gewaschenen Feldsalat auf die Teller und platziere das warme Gemüse auf dem Salat. Sofort genießen.
  4. Tipps zum Verfeinern: Füge gerne noch anderes Gemüse und Estragon hinzu.

Marktschwärmer wünscht Guten Appetit!


Fotos und Gestaltung Rezept: E. Fénot/D. Brunet – 180°C

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