„Die Alternative liegt auf der Hand: Die Wertschöpfung sollte nicht den Konzernen überlassen werden, sondern im

ländlichen Raum bleiben. Doch dazu müsste, so fordert Slowfood, eben jenes Lebensmittelhandwerk gestärkt werden, das in den letzten Jahren dem Druck der Großkonzerne gewichen ist. Viele handwerklich arbeitende Bäcker und Metzger und kleine Molkereien haben ihre Betriebe aufgegeben – auch weil es öffentliche Fördermittel für den Bau von Megaschlachthöfen und Großproduktionsstätten gab. Klaus Töpfer, einst CDU-Umweltminister unter Helmut Kohl und Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, stellte klar: Je erfolgreicher die konventionelle Intensivlandwirtschaft arbeitet, desto schlechter ist es für den ländlichen Raum. Denn diese Art von Landwirtschaft produziert mit hohem Kapitaleinsatz (im Durchschnitt eine halbe Million Euro pro Arbeitsplatz) und wenig Arbeitskräften Rohstoffe für eine hochkonzentrierte Ernährungsindustrie. Vor allem für den globalen Süden, wo wenig Kapital vorhanden sei und viele Menschen auf Arbeit in der Landwirtschaft angewiesen seien, könne diese Art zu wirtschaften kein Modell sein.“

» Zum Artikel