Aktuelle Blogeinträge in der Kategorie Selbermachen

Lammsbräu Nachhaltig­keitspreis

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Bei uns knallen die (Bio)Champagner-Korken, obwohl anlassbezogen Kronkorken adäquater wären - denn wir erhielten gestern den renommierten Nachhaltigkeitspreis vom Neumarkter Lammsbräu für unser Netzwerk der Reparatur-Initiativen und freuen uns darüber unbändig! 

Vor drei Jahren haben wir neben den Offenen Werkstätten und den urbanen Gemeinschaftsgärten einen weiteren Arbeitsbereich aufgebaut, um das (damals) neue Format „Repair-Café“ zu verbreiten und zu unterstützen. 2013 gab es 40 Initiativen und unsere internes Ziel lag bei 80 Initiativen bis Ende 2014, tatsächlich konnten wir da bereits nahezu 300 Reparatur-Initiativen zählen. Mittlerweile verzeichnen wir unter www.reparatur-initiativen.de fast 600 Projekte.

Auf dieser Plattform bieten wir umfangreiche Hilfe(n) bei der Neugründung dieser nicht-kommerziellen Initiativen oder nennen ganz konkret den nächstgelegenen Reparaturtermin.

Probieren Sie es doch einfach mal aus: www.reparatur-initiativen.de/reparatur-termine/
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Antrag auf Kartellverfahren

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Antrag auf Kartellverfahren durch den "Runden Tisch Reparatur" - mehr Infos hierzu am Ende dieses Beitrags:


Germanwatch e.V.
Stresemannstr. 72
10963 Berlin

An das
Bundeskartellamt
Kaiser-Friedrich-Str. 16
53113 Bonn

Betr.: Unterstützung des Antrags auf Einleitung eines Verfahrens (§ 54 I GWB) aufgrund von Verstoß gegen § 19, 20 GWB vom 05.09.2017 
Berlin, 25. Oktober 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen der Aktion „Ersatzteilfalle Hersteller“ hat das Unternehmen Vangerow GmbH, als Mitglied des Runden Tisches Reparatur und als freie Werkstatt, Ersatzteile bei Herstellern angefragt und mit den Absagen konkrete Belege für die Reparatur-behindernde Praxis der Hersteller erbracht. Die unterzeichnenden Mitglieder des Runden Tisches Reparatur unterstützen daher den Antrag der Vangerow GmbH beim Bundeskartellamt gegen Samsung.

Der Runde Tisch Reparatur ist ein Zusammenschluss von Umweltverbänden und Verbraucherschützern, Wissenschaft, Handwerkern und Reparaturinitiativen sowie Wirtschafts- und Beratungsunternehmen. Die Mitglieder des Runden Tisches Reparatur sind der festen Überzeugung: Die Reparatur ist ein wesentlicher Schlüssel sowohl für mehr Umwelt- und Ressourcenschutz als auch für die Zufriedenheit der VerbraucherInnen. Aktuelle Befragungen, u.a. des Verbraucherzentrale Bundesverband, haben gezeigt, dass zwei Drittel der VerbraucherInnen gern kaputte Geräte reparieren lassen oder selbst reparieren wollen. 

Dies wird aber durch die Herstellerpraxis verhindert, die den Zugang zu Ersatzteilen für freie Werkstätten, Reparatur-Initiativen und VerbraucherInnen kompliziert, teuer und oft auch unmöglich gemacht hat. Viele Inverkehrbringer in Deutschland nutzen ihre marktbeherrschende Position bei der Bereitstellung und Preisgestaltung der Ersatzteile zu Ungunsten kleiner Unternehmen, Reparateure und VerbraucherInnen. Dies ist umso bedauerlicher, als dass die gleichen Inverkehrbringer in anderen europäischen Ländern, in denen sie zur Ersatzteilverfügbarkeit verpflichtet sind, zeigen, dass es möglich ist. 

Der Gesetzgeber hat in §1 ElektroG die abfallwirtschaftlichen Ziele klar festgelegt: Abfälle von Elektro- und Elektronikgeräten sollen vorrangig vermieden und der Vorbereitung zur Wiederverwendung zugeführt werden. Die Förderung von Reparaturdienstleistungen ist für das Erreichen dieser Ziele maßgeblich. Die Herstellerpraxis von Samsung und anderen großen Marktakteuren im Elektro- und Elektronikbereich, welche die Bedingungen für das reparierende Handwerk erschweren, verhindern aus unserer Sicht das Erreichen der Ziele.

Wir bitten das Bundeskartellamt hiermit, dem Antrag der Vangerow GmbH auf Einleitung eines Verfahrens (§ 54 I GWB) aufgrund des Verstoßes gegen § 19, 20 GWB vom 5.09.2017 so zeitnah wie möglich zu entsprechen und uns in dieser Angelegenheit auf dem Laufenden zu halten. 

Mit freundlichen Grüßen

Germanwatch

ÖKOPOL – Institut für Ökologie und Politik GmbH 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Netzwerk Reparatur-Initiativen

anstiftung

Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Deutsche Umwelthilfe (DUH)

 

*1) Alle Belege sind zu finden unter: http://www.reparatur-revolution.de/tag/ersatzteilfalle/

*2) Haltbarkeit und Reparierbarkeit von Produkten. Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag des vzbv (2017): https://www.vzbv.de/sites/default/files/downloads/2017/06/01/umfrage_-_haltbarkeit_und_reparierbarkeit_von_produkten_o_gewaehrleistung.pdf


Hintergrund: Der Runde Tisch Reparatur

Der Runde Tisch Reparatur (www.runder-tisch-reparatur.de) wurde im November 2015 gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von Umweltverbänden und Verbraucherschützern, Wissenschaft, Handwerkern und Reparatur-Initiativen sowie Wirtschafts- und Beratungsunternehmen. Unter anderem fordert der Runde Tisch Reparatur: 

Zugang zu Ersatzteilen:

  • Hersteller, Händler und Importeure müssen verpflichtet werden, allen Marktakteuren über die gesamte Nutzungsdauer hinweg Ersatzteile zugänglich zu machen.
Zugang zu erschwinglichen Ersatzteilen:

  • Der Preis von Ersatzteilen muss in einem vernünftigen und begründbaren Verhältnis zu ihren Herstellungskosten stehen. Ein Rechtsanspruch an die Verfügbarkeit von Ersatzteilen zu diesen Konditionen ist sicherzustellen. Darüber hinaus müssen Geräte so konstruiert werden, dass der Preis für funktionale Ersatzteile 20 Prozent des unverbindlich empfohlenen Kaufpreises der Hersteller nicht übersteigt.
Reparatur-Autorisierung für mehr Fachbetriebe auch während der Garantiezeit:

  • Wir fordern, dass Fachbetriebe in der Garantiezeit die notwendigen Reparaturen durchführen dürfen und dass die Hürden für die Autorisierung möglichst niedrig sind.
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Global Gathering on Community Repair

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Die anstiftung vertritt das Netzwerk Reparatur-Initiativen auch im internationalen Kontext. So zuletzt im Rahmen des ersten „Global Gathering on Community Repair“, das vom 6. bis 8. Oktober in London stattfand. Ausgerichtet hatte diese Zusammenkunft das therestartproject aus London, eine Organisation, die Partys zum Reparieren von elektrischen und elektronischen Geräten organisiert und – vergleichbar mit dem Netzwerk Reparatur-Initiativen – kostenfreie Materialien und Informationen zur Verfügung stellt, um interessierten Gruppen die eigenständige Etablierung lokaler Veranstaltungsreihen zu vereinfachen. Das Fixfest zog Reparatur-Aktivisten aus vier Kontinenten an, die sich mit Fragen zur weiteren Verbreitung der Community-Repair-Idee befassten, wie Kooperationen mit lokalem Handwerk aufgebaut und gestaltet werden kann, wie institutionelle Förderung erreicht und politisch wirksame Zusammenarbeit mit Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden, Wissenschaft und Forschung, Industrie und Handel aufgebaut werden kann, welche Rolle digitale Fertigungstechnologien wie 3D-Druck spielen oder spielen können z.B. im Bereich der Ersatzteilbeschaffung und auch welche Rolle gemeinsames Reparieren im Bildungskontext spielt. Eine Netzwerkveranstaltung mit besonderem Flair, denn die Freude, die das gemeinsame Reparieren bereitet, wurde auch in jeder Sekunde dieser Veranstaltung spürbar. Hier das Programm mit zusätzlichen Informationen.

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Weltweit entstehen immer mehr Initiativen und Organisationen, die im gemeinschaftlichen Reparieren von Alltagsgegenständen einen Teil der Lösung für drängende Zukunftsfragen sehen und für ein Recht auf Reparatur für alle eintreten oder eintreten wollen. Nicht verwunderlich, dass auch Kyle Wiens, Gründer des „Wikipedia für Reparaturanleitungen“ ifixit und Reparaturaktivist die Veranstaltung begleitete und Einblicke in seine Lobbyarbeit, z.B. im Rahmen der Initiative repair.org (USA) oder Brüsseler Gremien (EU) teilte. Ein gutes Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, wenn Menschen aus aller Welt sich gegenseitig zu ihrem Engagement austauschen und dabei feststellen, dass sie die gleichen Werte vertreten.

Open everything

Die besondere Stärke – so sind sich die meisten Aktivisten und Organisationen einig – liegt in der Netzwerkarbeit über nationale Grenzen hinweg, im Austausch und Teilen von Informationen und Konzepten, auch im gemeinsamen Erarbeiten von Standards. Damit werde die globale Reparierbewegung und ihre Ziele mehr Aufmerksamkeit und community repair als zivilgesellschaftliche Kraft weiter an Bedeutung gewinnen. Das Netzwerk Reparatur-Initiativen wird als Impulsgeber für die unterschiedlichen Baustellen, mit denen sich Gruppierungen auf der ganzen Welt auseinandersetzen, wahrgenommen. Die Materialien und Konzepte, sowie Verbünde, in denen das Netzwerk auch politisch aktiv ist, werden als konstruktiv und inspirierend wahrgenommen. Engagierte wollen einige der Materialien des Netzwerks nun in andere Sprachen übersetzen und z.B. Vertragsformulare an die jeweils nationale Gesetzgebung anpassen, Versicherungslösungen erarbeiten und neue Allianzen schmieden.

Dritter Samstag im Oktober: Internationaler „Repair Day“

Um zu unterstreichen, dass die verschiedenen Initiativen, Gruppen und Organisationen einen echten Wandel zu mehr gelebter Reparaturkultur praktizieren und ein Recht auf Reparatur für alle fordern, wurde beschlossen, den jeweils dritten Samstag im Oktober eines Jahres als internationalen Tag der Reparatur zu feiern. 2017 ist dies der 21.Oktober und 2018 wird der internationale Repair-Day am 20.10. stattfinden.

Open Repair Alliance

VertreterInnen einiger größerer Netzwerke trafen sich im Vorfeld des Fixfest, um über die Zusammenarbeit hinsichtlich der Sammlung valider Daten zur Reparierbarkeit von Produkten zu beraten. Es gibt derlei Daten bislang nicht, aber nationale Pilotprojekte, wie den Fixometer von therestartproject oder den Reparatur-Monitor der Stichting Repaircafé. Auch die anstiftung ist in Kooperation mit dem Runden Tisch Reparatur dabei, ein Erhebungswerkzeug für die auf der Plattform www.reparatur-initiativen.de verzeichneten Projekte zu entwickeln, um die Datenschätze, die bisher in analoger Form (Laufzettel) in jeder Initiative anfallen, künftig digital erfassen zu können. Ziel der anstiftung ist, die lokale Arbeit der Initiativen zu erleichtern und nicht unerwünschte Mehrarbeit zu produzieren. Mehrwert für die lokalen Projekte steht an erster Stelle.

Da jede Organisation ihre eigenen Prioritäten setzt, sollen die wichtigen Kerninformationen allen anderen als Open Data zur Verfügung gestellt werden, ohne dass alle zwingend die gleichen Statistikwerkzeuge dafür benutzen müssen. Als krönender Abschluss der Veranstaltung wurde die Open Repair Alliance offiziell verkündet und damit der Grundstein für eine neue Art der Zusammenarbeit gelegt.
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DIY auf der Seoul Biennale of Architecture & Urbanism

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Die diesjährige Seoul Biennale of Architecture and Urbanism widmet sich dem Thema „Imminent Commons“. Als Berliner Beitrag in der Ausstellung „Commoning Cities“ ist die Laube im Berliner Prinzessinnengarten zu sehen. Die Ausstellung zeigt 50 Beispiele aus aller Welt und beleuchtet die Zukunft der Städte durch das Okular von öffentlichen Initiativen und Projekten. Besonderer Augenmerk der Ausstellung liegt auf den Strategien der Städte im Hinblick auf die rasche Urbanisierung, schrumpfende Ressourcen und die Privatisierung von Gemeingütern.
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Revolution mit Hammer und Lasercutter


Unter diesem Titel untersuchten Andrea Baier, Christa Müller und Karin Werner das subversive Potential unspektakulären Tuns. Daraus entstand ein Radio-Essay für den SWR2. Hier zum Nachhören: https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/essay/swr2-essay-revolution-mit-hammer-und-lasercutter/-/id=659852/did=19662810/nid=659852/131spy5/index.html
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Werkstatt gemeinsam machen

Makerspace, Selbsthilfe- und Mitmach-Werkstatt, FabLab oder Hackerspace. Wie Offene Werkstätten gemacht werden, wissen die Macherinnen und Macher Offener Werkstätten am besten.


Um Antworten auf wiederkehrende Fragen im Aufbau und Betrieb Offener Werkstattprojekte direkt aus der Praxis für die Praxis miteinander auszutauschen, finden von Juni bis August 2017 insgesamt zwölf Vernetzungs-und Austauschworkshops in verschiedenen Offenen Werkstätten statt. >>> Mehr Info
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Fragen, die fehlten

fragendiefehlen
Das TV-Duell zwischen Merkel und Schulz war im wahrsten Sinne des Wortes gestrig. Energiewende, Verkehrswende, Agrarwende, Postwachstum, Entwicklungszusammenarbeit, Dekarbonisierung, Bildung, Fluchtursachen … wie gut, dass alle Zukunftsthemen besprochen wurden. (Achtung, Ironie!)

Auf Twitter fasste es @das_janchen passend zusammen: „Okay. Ich lebe in einem Land, in dem terrorverängstigte Menschen ihren armen, alten Diesel vor Migranten schützen wollen.“

Im Vorfeld gab es sogar extra noch einen offenen Brief für die Zukunft der Landwirtschaft an die vier Moderatoren, der von zahlreichen AkteurInnen der Szene unterzeichnet wurde. Die Fragen der Moderatoren bedienten den Populismus und bereits während der Sendung gab es unter dem Hashtag #fragendiefehlen ein durchaus facettenreiches  Sammelsurium an eben … Fragen, die fehlten. 

Hier ein paar Beispiele, die dem Duell dramaturgisch und inhaltlich sicherlich gut getan hätten und dem Erkenntnisgewinn zuträglich gewesen wären:
  • „Wie kann Chancengleichheit für alle Menschen gewährleistet werden?“ (@torrent_ten)
  • "Herr Schulz, wie wollen Sie eine weitere Fluchtursache, die Klimakrise, bekämpfen?“ (@Reis_Theresa)
  • „Frau Merkel, Sie haben höhere Abgasgrenzwerte für die Autoindustrie persönlich verhindert. Warum?“ (@gri_mm)
  • „Wie sieht eine nachhaltige Verkehrspolitik aus?“ (@La_Mut)
  • „Frau Merkel, werden Sie in der nächsten Legislaturperiode endlich das Ende der Kohle einleiten?“ (@Reis_Theresa)
  • „Müssen wir Landwirtschaft & Industrie nicht dringend umweltfreundlich gestalten, um das Artensterben zu stoppen?“ (@mw238)
  • „Wann wird die Massentierhaltung beendet?“ (@sven_kindler)
  • „Wann werden die jährl. Einnahmen der Mineralölst. i.H.v. 45 Mrd. € endlich vollständig in erneuerbare Energien investiert?“ (@timpeter)
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Wem gehört die Stadt? Wem gehört das Internet?

re publica 2017

Die Kämpfe um offenen, demokratischen Zugang zu urbanen wie auch digitalen Gemeingütern werden überall auf der Welt geführt. In ihrem Vortrag „Digital Commons – Urban Struggles and the Right to the City?” auf der diesjährigen Re:Publica sprechen Andreas Unteidig vom Design Research Lab der UdK Berlin und Marco Clausen, Mitbegründer des Berliner Prinzessinnengartens sowie der Nachbarschaftsakademie über Interdependenzen von Digital Commons, Urban Struggles und dem Recht auf Stadt: mazizone.eu
>>> zum Video

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Offene Produktion im Landkombinat Gatschow

Die Open-Source-Saftpresse des Hofprojekts in Gatschow (MeckPom) ist eins der inspirierenden Beispiele für die transformative Kraft der neuen SelbermacherInnen in unserem Buch „Die Welt reparieren – Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis“. Über zwei Jahre hat der Aufbau der Offenen Werkstätten gedauert, die Ende April mit Workshops, Infoständen, Musik und regionalen Köstlichkeiten eröffnet wurden. Hier geht`s zum Video über das Landkombinat:

Glasblasen gatschow

Zudem haben wir den freudigen Anlass genutzt, um Stefan Raabe, einen der treibenden Köpfe hinter dem Communityprojekt, ein paar Fragen zu stellen. >>> zum Interview

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Mit Geflüchteten gemeinsame Sache machen

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In Berlin wird gerade – mit Unterstützung u.a. der anstiftung – eine komplette Etage des ehemaligen C&A-Kaufhauses in Neukölln in eine lebensfreundliche und anregende Umgebung verwandelt. Die geflüchteten BewohnerInnen wurden in Planung und Bau von Anfang an einbezogen. Wir dokumentieren hier den Kurzbericht unseres  Kooperationspartners Open State:
"Während in diesen Tagen berichtet wird, dass unsere Kriminalstatistik durch junge, teils traumatisierte Männer in Massenunterkünften ansteigt - oh Wunder! - haben wir letzte Woche eine völlig andere Erfahrung gemacht. Jungs wie diese haben ihr eigenes Teehaus gebaut, ihren Lernraum gestrichen und eingerichtet, Möbel zugeschnitten, geleimt, gebohrt, mit zahlreichen wunderbaren deutschen und nichtdeutschen Freiwilligen gearbeitet und gelacht. Und sich nachweislich auch von einer älteren Dame zum Abwasch verdonnern lassen. Es hat sich niemand verletzt, nichts wurde gestohlen, statt Stress nur Strahlen in den Gesichtern. Das wird möglich, wenn man aufhört zu helfen, und anfängt, gemeinsame Sache zu machen. Wir sollten öfter die Zeitung zuschlagen und stattdessen eigene Erfahrungen zulassen. You ROC, people!"
Mehr Fotos und Infos auf der Facebook-Seite und der Website von Open State.
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AgentInnen des Wandels

AgentInnen des Wandels
Das Buch „Geschichten einer Region“ begleitet 20 AgentInnen des Wandels quer durch das Ruhgebiet. In umfassenden Portraits werden Menschen, deren Motivationen und die Projekte, in denen sie aktiv sind, in Text und Bild vorgestellt. Gemein haben die Projekte, dass sie „von unten“ aus der Zivilgesellschaft heraus, entstanden sind. In den Kapiteln „Energie- & Ressourceneffizienz“, „Erneuerbare Energien“, „Mobilität & Verkehr“, „Städtebau & Stadtplanung“ sowie „Bildung & Information“ spazieren die LeserInnen durch das Ruhrgebiet und lernen u.a. das Repair Café in Mülheim an der Ruhr, die freien Lastenräder in Dortmund und den Interkulturellen Frauengarten Rose in Oberhausen kennen.

Ein nachhaltiger Blick auf das Ruhrgebiet, eine Quelle der Inspiration für alle RaumwandlerInnen!

Claus Leggewie, Christa Reicher, Lea Schmitt (Hg.): Geschichten einer Region. AgentInnen des Wandels für ein nachhaltiges Ruhrgebiet. Oktober 2016, Verlag Kettler, ISBN 978-3-86206-607-0

Zur Verlagsseite
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Häckseln mit Muskelkraft

gartenhaecksler

Kein Garten ohne Kompost: Um Gartenabfälle zu verwerten und lokale Stoffkreisläufe zu realisieren, sollte für eine optimierte Kompostierung die zu verwertende Biomasse (z.B. Erntereste, Gras, Strauchschnitt) zunächst zerkleinert werden. So wird der Ab- und Umbau der Biomasse beschleunigt. Üblicherweise kommt zum Zerhäckseln Werkzeuge wie Gartenscheren, Macheten, Benzin- oder Elektrohäcksler zum Einsatz. Doch es gibt auch eine stromlose, geruchsfreie Alternative, mit der größere Mengen Biomasse in überschaubarer Zeit zerkleinert werden können und die selbst gebaut werden kann: ein LowTech-Gartenhäcksler mit Fahrradantrieb.

Im Webinar zeigen Nina Nina Röttgers, Projektingenieurin im Bereich Umwelttechnik und bei CADUS e.V. aktiv, Janine Korduan von der offenen Metallwerkstatt Linienhof in Berlin‐Treptow und Ariane Krause, die bei KanTe e.V. mitwirkt und im Allmende-Kontor gärtnert, wie ein fahrradbetriebener Gartenhäcksler funktioniert und selbst gebaut werden kann. Neben Hintergründen zum Pedal-Power-Prinzip und Inspirationsquellen für den Prototypen stellen sie die technische Konstruktion sowie benötigte Materialien und Werkzeuge vor.

Zum Webinar-Video sowie zur Präsentation bitte hier entlang.

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Neuerscheinung: Die Welt reparieren

Neuerscheinung: Die Welt reparieren
Es ist nicht mehr zu übersehen, die Welt ist aus den Fugen geraten, und das nicht erst seit AfD, Brexit oder der US-Wahl. Welche Antworten braucht es neben hör- und sichtbarem politischem Engagement jeder/-s Einzelnen? Beachtenswerte Ansätze, den vielschichtigen Gegenwarts- und Zukunftsfragen zu begegnen, analysieren wir in unserem jetzt erhältlichen, wirklich wundervollem Buch:

Die Welt reparieren - Open Source und Selbermachen
als postkapitalistische Praxis
(Hg. von Andrea Baier, Tom Hansing, Christa Müller und Karin Werner)

Denn längst experimentieren neue Akteure mit kleinteiligen Lösungen für die Nahrungsmittel- und Energieproduktion, aber auch für Design und eine für alle zugängliche Technik. Jenseits von Markt und Staat entstehen Formen des kollaborativen Produzierens, Reparierens und Teilens, die den industriellen Kapitalismus herausfordern und überschreiten. Das Buch widmet sich dieser vielversprechenden Praxis und bietet zugleich eine gesellschaftliche Einordnung der neuen »Labore« postkapitalistischen Fabrizierens.

Ein Buch - zwei Varianten
Das inhaltlich an die vergriffene „Stadt der Commonisten“ anschließende Werk ist in zwei Varianten erhältlich. Einmal als klassisches Buch mit händisch und in Sonderfarbe siebbedrucktem Textileinband über den Buchhandel - und als kostenloses Open-Access-PDF zum Download.

Mehr unter www.die-welt-reparieren.de

Preis: 19,99 Euro
11/2016, 352 Seiten, kart., zahlr. farb. Abb.
Abb. Umschlag aus: ‚reparaturen der welt, explosionszeichnungen‘, copyright Nele Ströbel 2000 www.nele-stroebel.de/
transcript Verlag, Bielefeld
ISBN 978-3-8376-3377-1
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Open Source Software für Foodcoops

Open Source Software für Foodcoops
Der Entwickler unserer Onlineplattform vom Netzwerk Reparatur-Initiativen hat eine Verwaltungs-Software für Foodcoops programmiert.

Die Version 1.0.0 vom FoodCoopShop ist nun online und für alle kostenlos und frei verfügbar!

Alle Infos zum Projekt und zu den Features der Software findet ihr hier.

Auf das sich der Foodcoop-Gedanke noch mehr verbreite!
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ReparateurInnen im Austausch

ReparateurInnen im Austausch

Ende Oktober luden das Netzwerk Reparatur-Initaitiven und die anstiftung zum bundesweiten Vernetzungstreffen für Repair Cafés & Co nach Bielefeld ein. 60 TeilnehmerInnen aus 40 bundesdeutschen Reparatur-Initiativen trafen sich, um über Alltagspraxis, Chancen und Herausforderungen des gemeinsames Reparierens zu diskutieren. Gastgeberin war die Transition-Town-Initiative Bielefeld, die auch Organisatorin der dortigen Repair Cafés ist.

Nach einer kurzen Vorstellung der Bielefelder Reparatur-Projekte tauschten sich die TeilnehmerInnen am Vormittag in Reparaturrunden zu verschiedenen praktischen Reparaturgebieten und ans gemeinschaftliche Reparieren angelehnten Themen aus. Am Nachmittag standen verschiedene Workshops zu Alltag und Kommunikation im Repair Café, Reparieren mit Kindern und Jugendlichen und Sicheres Arbeiten auf dem Programm.

Ein ausführlicher Rückblick mit allen Inhalten zum Downloaden ist hier zu finden.

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