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Aktuelle Blogeinträge in der Kategorie Selbermachen

She*Fix: Reparieren in Bewegung

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Die Suche nach Reparatur- und Technikanleitungen im Internet liefert zumeist solche Ergebnisse, in denen männliche Personen erklären, wie’s geht. Aber – stimmt dieses Bild eigentlich? Und wenn ja, soll das immer so bleiben?

Mit dem Ziel, dem entschieden etwas entgegenzusetzen, haben sich 2018 Mitwirkende von KanTe, dem Kollektiv für angepasste Technik, und TINT, einem feministischen Filmkollektiv, zusammengetan und das Projekt „She*Fix“ gestartet. Vor allem geht es darum, Videos  von F*L*I*N*T*-Personen beizusteuern, die auf dem She*Fix-YouTube-Kanal veröffentlicht werden. *F*L*I*N*T* steht für Frauen*Lesben*Intersexuelle*Nicht-Binäre Geschlechtsidentitäten*Trans-Personen.

Erster She*Fix-Techaton

Im August 2019 kamen 30-40 Teilnehmerinnen* zum ersten She*Fix-Techaton auf einer ehemaligen Mühle in Brandenburg zusammen, um an vier Tagen gemeinsam an neuen Anleitungen zu arbeiten und Wissen zu teilen. Die Metall- und Holzwerkstatt und ein Elektrobastelraum der Mühle boten eine perfekte Kulisse für die Videodrehs, aber auch der Gemüsegarten wurde für Aufnahmen genutzt. Die Themen für die Anleitungen ergaben sich schnell, so dass schon am ersten Abend in kleinen Gruppen Drehpläne geschrieben wurden.

Die Tage vergingen wie im Fluge und waren geprägt von konzentriertem Arbeiten und offenem Austausch. Hier wurde ein Video über die Grundfunktionalitäten einer Bohrmaschine gedreht, dort gemeinsam Mittagessen gekocht. Hier eine Anleitung erstellt über das Abdichten eines Wasserhahns, dort ein Bad in der „Plane“ genommen. Hier schon im Zelt auf der Wiese geschlafen, dort noch bis spät in die Nacht das gedrehte Material geschnitten.

Zum Abschluss des Techaton gab es eine kleine Werkschau. Die Videos werden in den nächsten Wochen auf dem She*Fix-YouTube-Kanal hochgeladen. Am 29. November 2019 findet in Berlin eine Release-Screening-Party statt. Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben.

Wie geht’s weiter?

Wer also was technisch Hilfreiches kann und sich als Frau*Lesbe*Intersexuell*Nicht-Binär*Trans-Person definiert, ist aufgerufen, vorhandenes Know-how zu teilen. Auf dem feministischen Channel gibt’s auch eine Anleitung, wie man ein brauchbares Tutorial erstellt.

Im nächsten Jahr soll wieder ein Techaton stattfinden – alle F*L*I*N*T*s werden willkommen sein.

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SheFixTechaton_2019_02

SheFixTechaton_2019_02

Fotos: Linn Quante

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Technik, Textilien, Treibhausgase - Fixfest 2019

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#repairforfuture - unter diesem Motto startete das Fixfest 2019 bereits am Freitagmittag, als sich eine Gruppe TeilnehmerInnen dem weltweiten Klimastreik anschloss und mit tausenden Streikenden auf den Straßen von Berlin für Klimaschutz demonstrierte. Dass das Reparieren einen wichtigen Beitrag zu länger lebenden Produkten, aber auch zur Wiederaneignung von Konsumgütern sowie zu sozialem wie emotionalem "Heilemachen" leistet, zog sich durch das gesamte Programm des Wochenendes.

Vielfältige Perspektiven und produktive Kontraste prägten das Reparaturfestival: 250 Teilnehmende von allen fünf Kontinenten tauschten sich aus zur Zukunft der Reparatur, planten die Fortführung der right-to-repair-Kampagne, philosophierten über die geistesgeschichtlichen Entwicklungen des Reparierens und diskutierten möglichen Synerigen und Kooperationen (Reparaturbewegung + Hackerszene/Re-Use/Wertstoffhöfe). Workshops behandelten u.a. Reparaturen mit dem 3D-Drucker, von Sneakers und Turnschuhen, thematisierten kritische Rohstoffe in Smartphones. Stricktextilien konnten vor Ort repariert und Nähmaschinen in Stand gesetzt werden.
Hier trafen lokal agierende OrganisatorInnen und ReparaturhelferInnen aus Reparatur-Initiativen auf KampagnenmacherInnen und LobbyistInnen, die sich in Brüssel für das Recht auf Reparatur stark machen.

Videoaufzeichnungen der Beiträge, Präsentationen aus den Workshops etc. stehen in den nächsten Tagen auf der Seite vom Netzwerk Reparatur-Initiativen zur Verfügung Weitere Bilder sind hier zu finden.

Foto: Mark Phillips CC BY-NC-SA
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Von Dingbibliotheken und Leihläden

Zu Urbanen Gärten, Offenen Werkstätten und Reparatur-Initiativen gesellen sich in den letzten Jahren weitere Orte alternativer, nicht-kommerzieller Kultur des Teilens: die Leihläden. Anlässlich der Global Sharing Week werden diese von der Verfasserin näher vorgestellt.

Knjiznica Reci Ljubljana leihladen bochum

Foto: Autorin (links:KnjiznicaReci,Ljubljana rechts:Leihladen,Bochum)

Auf die beiden Pioniere Leila Berlin und The Sharing Depot in Toronto (beide *2012) gehen zahlreiche Ableger in inzwischen mindestens 14 europäischen Ländern und Israel zurück. Während der Berliner Laden aus einem Umsonstladen hervorging, orientiert sich das kanadische Modell an den bis dahin im US-amerikanischen Raum vereinzelt verbreiteten Tool Libraries. In ca. 170 Städten, davon ein Dutzend in Deutschland, können Menschen wie bislang in Bibliotheken oder beim Carsharing kollaborativ nutzen. Bereitgestellt wird dieses Angebot dabei meist unkommerziell von ehrenamtlich Tätigen, die überwiegend den Verein als Rechtsform für sich gewählt haben; genutzt von je bis zu 700 Mitgliedern. Wer nicht ständig eine Bohrmaschine braucht, kann diese so - außer im Bekanntenkreis - kostengünstig ausleihen, da das Sortiment der Dingbibliotheken, wie Leihläden (auf der Karte blau gekennzeichnet) auch genannt werden, einen umfangreichen Fundus vergleichsweise selten benutzter Alltagsgegenstände umfasst: Von Küchengeräten wie dem Waffeleisen über Zelt und Isomatte bis hin zum Werkzeug stellen sie oft mehrere hundert Dinge häufig aus zweiter Hand ihren NutzerInnen zum Verleih zur Verfügung. Weit verbreitet ist auch die Spezialisierung auf Werkzeug (gelb) oder Sportartikel in Form der schwedischen „Fritidsbanken“ (grün).

2019 05 Leihläden und Co ohne Stadtbibliotheken in Europa Jaik klein

Karte mit freundlicher Unterstützung von stepmap

Neben skandinavischen öffentlichen Bibliotheken, in denen der Werkzeugverleih nichts Ungewöhnliches mehr ist, öffnen sich auch immer mehr deutsche Stadtbüchereien für das Angebot solcher „Güter“.[1] Außer Berlin und Hamburg warten v.a. kleinere Städte damit auf. Wie in herkömmlichen Bibliotheken wird durch die Anerkennung der Nutzungsbedingungen und gegen Spende in selbstgewählter oder vorgegebener Höhe von ca. 1-5 Euro/Pfund pro Ding oder eine gestaffelte Jahresmitgliedschaft zwischen durchschnittlich 20 und 40 Euro die Ausleihe möglich.

Sie bringt für die Nutzenden, die sich den Kauf oder eine Anmietung im Baumarkt evtl. nicht leisten können, mehr als nur finanzielle Vorteile. Weiterhin werden durch die Nutzungsdauerverlängerung der Gegenstände Umwelt, Ressourcen und damit letztlich das Klima geschont, weil Neuproduktionen und damit Abfallberge reduziert werden können, wenngleich ein Restrisiko für Reboundeffekte bestehen bleibt. Zu Hause wird weniger Stauraum benötigt und die Wartungsverantwortung für solche Staubfänger entfällt. Einige Leihläden entwickelten sich zudem auch zu sozialen Treffpunkten ohne Konsumzwang und fördern so nachbarschaftliche Begegnungen, wenn nicht, wie im Falle Bolognas, zwei Leila-„Filialen“ bereits in Bars integriert sind. Außer dieser gastronomischen Anbindung finden sich zahlreiche weitere räumliche Kooperationen mit Nachbarschafts- und Mehrgenerationenhäusern, Co-Working-Spaces und Stadtteilzentren, Werkstätten, Radverleihstationen, herkömmlichen Bibliotheken usw. Das Leihladenangebot reicht mit Umsonstbereichen, Ausstellungen, Vorträgen, Filmvorführungen, Upcyclingworkshops, Lebensmittelfairteilern und Tauschbörsen über den reinen Leihvorgang hinaus. Letztendlich fallen ihre Ausgestaltungen so vielfältig aus, wie es die Vorstellungen der Betreibenden und die jeweiligen Bedingungen vor Ort ermöglichen; dabei sind noch nicht alle Möglichkeiten erschöpft.

Spullenier Utrecht leila leipzig

Foto: Autorin (links:Spullenier,Utrechtrechts:Leila,Leipzig)

Leihläden stiften auch zum Selbermachen an - nicht nur materiell, sondern auch auf der sozialen Ebene. Redistribuieren, Reparieren und Konstruieren statt Konsumieren lauten die Losungen. Ein Gemeinschaftsgarten, der bereits in Ansätzen als Leihladen fungiert, ist die Gartenwerkstadt Ehrenfeld in Köln. Wenige der Dingbibliotheken haben wiederum angrenzende Werkstätten, in denen die Maschinen benutzt werden können und Wissen geteilt wird: Zukunftsweisende Zusammenschlüsse, von denen es ruhig mehr geben dürfte. Warum nicht auch in deinem Viertel?

Weiterführende Links


Selbermachen?!


Links zu englischsprachigen Leitfäden

https://www.leila.wien/wp-content/uploads/2019/02/LoT-Starter-Kit.pdf

https://sharestarter.org/tools/

Link zu Open-Source-Software:

https://github.com/achimbo/leila

https://cosum.de/ (in Erprobung)

Weiterlesen:

· Jaik, A. (2018): Nutzen statt Besitzen lokal gestalten, in: Franz, H.-W./Kaletka, C. (Hg). Soziale Innovationen lokal gestalten. Band 1 der Reihe Sozialwissenschaften und Berufspraxis, hrsg. vom BDS; Wiesbaden: Springer VS, S. 119-134.

· Jaik, A. (2018): Teile(n) in Leihläden. Eine kleine Genealogie der Bibliothek der Dinge, in: soziologie heute (58), S. 31-34.


Über die Autorin:

Foto Jaik klein
Studium der Europa-, Migrations- und Soziokulturellen Studien in Eichstätt, Malmö und Frankfurt (Oder). Erforscht seit 2013 Leihläden in Europa im Kontext von Nachhaltigkeit und sozialen Innovationen, schrieb ihre Ergebnisse in zwei Abschlussarbeiten (Masterarbeit und Dissertation) sowie Artikeln nieder. Ein deutschsprachiger Leitfaden ist geplant.


2018 hat Alexandra Jaik einen Leihladen in Bochum eröffnet und dazu den Botopia e.V. als Vorstand gegründet (www.leihladen-bochum.de und www.botopia.org), aus dem u.a. ein Nähcafé, die Radwerkstatt velotopia hervorgegangen sind und wo inzwischen auch 3D gedruckt werden kann. Ihr Wissen teilt sie in Vorträgen, Workshops und Beratungen.

Kontakt: alexandra.jaik@tu-dortmund.de

[1] Für weitere Länder wurde dies nicht betrachtet.

 

 

 

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Fixfest_Reparatur-Festival 2019

FixFest_PatternmitLogo
Vom 20.-22. September 2019 findet in Berlin das internationale Fixfest statt, veranstaltet vom Runden Tisch Reparatur, in dem sich auch das Netzwerk Reparatur-Initiativen engagiert.

Das Fixfest ist eine Veranstaltung, wo Reparierende auf Produktdesigner und Hersteller treffen, wo ForscherInnen, Maker und PraktikerInnen ihr Wissen und ihre Ideen mit Politik und EntscheiderInnen teilen, wo Unternehmen neue Technologien präsentieren – und wo man kaputte Sachen gemeinschaftlich reparieren kann.

Was es dabei zu erleben, zu hören und zu sehen geben wird, hängt auch von Euch ab: Macht mit und gestaltet dieses Event rund ums Reparieren!

Weitere Infos rund um die Veranstaltung sowie den aktuellen Call for Participation findet ihr unter diesem Link.
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Augsburg: Forum Freie Lastenräder 2019

FFL 2019 gruppenfoto

Das „Forum Freie Lastenräder“ ist das jährliche Treffen der Initiativen für Freie Lastenräder in Deutschland und stand dieses Jahr unter dem Motto: „Ab in die Quartiere. Ab nach Europa!“. Im Augsburger Grandhotel Cosmopolis tauschten sich gut 50 Akteure der mittlerweile ca. 80 nicht-kommerziellen Initiativen in Deutschland über gemeinsame Ziele und lokale Rahmenbedingungen aus, unterstützten sich bei konkreten Herausforderungen und besprachen Entwicklungs- und Kooperationsmöglichkeiten, auch im internationalen Kontext. Verkehrswende? Selbermachen!

Weitere Informationen und Protokoll der Veranstaltung.

Handbuch zum Start eines freien Lastenrades
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Performative Soziologie

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Im Rahmen des Vernetzungstreffens Offener Werkstätten 2018 (Lübbenau/Spreewald) sprach Robert Jende über die real-utopischen Möglichkeiten einer besseren Welt. Wie können wir gemeinsam Gesellschaft gestalten?

Zwischen 2006 und 2012 studierte Jende Soziologie und Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seitdem beschäftigt er sich mit der Entwicklung einer theoriegeleiteten, aber praxis- und gestaltungsorientierten Variante öffentlicher Soziologie – der performativen Soziologie. Derzeit arbeitet Jende im Projekt „RePair Democracy. Soziale Innovationen als Experimentierfeld demokratischer Mikropraktiken“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München.

Mehr Informationen: Forschungsprojekt, Robert Jende , Manifest für radikale Veränderung
Demokratieblog: https://fordemocracy.hypotheses.org/
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Reparatur: Denken & Machen

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Über mehrere Semester hinweg reparierten Architekturstudierende an der Hochschule München defekte Alltagsgegenstände - vom Korbstuhl über Tischleuchten bis zur Kaffeekanne oder Bilderrahmen. Alte Handwerkstechniken wurden ebenso erlernt und angewandt wie digitale Fabrikationstechnologien. Doch warum reparieren angehende Architekt*innen? Professorin Silke Langenberg, die den Reparaturkurs in ihrem Studiengang anbot, wollte die Studierenden damit für besseres Konstruieren sensibilisieren, aber auch die Wertschätzung für Altes erhöhen. Denn sowohl im Alltag als auch in der Architektur ist es nachhaltig und ressourcenschonend, Neukauf bzw. -bau wenn möglich zu vermeiden und stattdessen besser zu erhalten und so neue Qualitäten enstehen zu lassen.

Die Reparaturen von Polstern, Büchern, Möbelstücken oder (Design-)Objekten aus dem Haushalt haben Silke Langenberg und die Studierenden in Vorher-Nachher-Beispielen bilderreich dokumentiert und nun in einem Buch veröffentlicht. "Reparatur. Anstiftung zum Denken und Machen" verhandelt die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung über das Tun und möchte die Leser*innen anregen, das handfeste Bewahren von Gegenständen mehr zu schätzen und selbst handwerklich tätig zu werden, um im Tun aktiv gegen die Entfremdung von den uns umgebenden Dingen vorzugehen. Raum und Zeit den Dingen und ihrer Reparatur zu widmen, ist in einer sich immer schneller verändernden Welt geradezu Luxus, genauso wie "Objekte zu besitzen, die überhaupt reparaturfähig sind." (Silke Langenberg im BR-Interview)

Silke Langenberg (Hrsg.): Reparatur. Anstiftung zum Denken und Machen. Berlin: Hatje Cantz Verlag 2018.

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Internationaler #RepairDay 2018

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Täglich wird in Reparatur-Initiativen repariert. Mit über 150 Veranstaltungen in 21 Ländern ist die Bilanz des zweiten internationalen Reparaturtages vom 20.10.2018 aber ein besonders starkes Zeichen für die weltweite Forderung nach einem #RechtaufReparatur für alle. Reparaturaktivist*innen auf der ganzen Welt setzen sich für reparaturfreundliches Produktdesign, Zugang zu erschwinglichen Ersatzteilen und reparaturrelevanten Informationen und gegen „geplante Obsoleszenz“, d.h. unnötig vorzeitigen Verschleiß ein. Die Süddeutsche Zeitung interviewte Tom Hansing, Mit-Koordinator des Netzwerk Reparatur-Initiativen.
Der dritte internationale Reparaturtag wird am 19. Oktober 2019 stattfinden und bis dahin - wie auch die vergangenen Jahre - das ganze Jahr über gemeinsam repariert. Wer selber aktiv werden möchte findet hier alle wichtigen Informationen.
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Kapp-Forschungspreis verliehen

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Für ihre Forschungsarbeiten hat die Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) in Kooperation mit der anstiftung und weiteren Stiftungen drei Wissenschaftler*innen mit dem Kapp-Forschungspreis ausgezeichnet. Hier geht es zum Hintergrund der Preisverleihung und zu den Zusammenfassungen der Arbeiten von Barbara Plank (Uni Klagenfurt), Marius Rommel (Uni Oldenburg) und Dr. Steffen Lange (Uni Hamburg).


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Ausschreibung: explore-Offene Werkstatt für alle!

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Das Förderprogramm möchte Offene Werkstätten mit bis zu 12.000 Euro dabei unterstützen, jungen Menschen den Weg in die Welt des Selbermachens zu ebnen. Das Projekt des Verbund Offener Werkstätten e.V. wird gefördert durch die Drosos Stiftung in Kooperation mit der anstiftung. Gesucht werden kreative, ungewöhnliche und mutige Ideen, die das Potenzial einer Offenen Werkstatt für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 30 Jahren erschließen. Ideen können bis zum 21.10.2018 eigereicht werden. Die ausgewählten Projekte werden im Rahmen des diesjährigen Vernetzungstreffens Offener Werkstätten bekannt gegeben.

Sämtliche Informationen hier: https://www.offene-werkstaetten.org/seite/explore
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Kollaborative Konsumkritik

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Auf welche Weise üben nachhaltige Alltagspraktiken Konsumkritik? Wie ordnen sich diese in Postwachstums- und Degrowth-Diskurse ein? Wie findet kritischer Konsum auch im Medienverhalten statt? Und kann von einer übergeordneten konsumkritischen Bewegung gesprochen werden?
Diese und anknüpfende Fragen verhandelt der von Sigrid Kannengießer und Ines Weller herausgegebene Sammelband „Konsumkritische Projekte und Praktiken. Interdisziplinäre Perspektiven auf gemeinschaftlichen Konsum.“ Das Buch wirft einen interdisziplinären Blick auf kollaborative Projekte, in denen unter anderem gemeinschaftlich repariert, Gemüse angebaut oder Kaffee produziert wird – die Methoden und Perspektiven der unterschiedlichen Disziplinen (z.B. Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Kunstwissenschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaft) spiegeln so auch die Vielfalt der erforschten Projekte wider.
Vorweg setzen drei Beiträge zu Postwachstum und Degrowth den diskursiven Rahmen für die anschließenden Projektbetrachtungen zu drei thematischen Schwerpunkten: Reparieren und Repair Cafés, Nahrung und Ernährung, Medienhandeln und Kommunikation. Die Autor*innen beobachten und analysieren Projekte, die neue Versorgungspraktiken gegen die kapitalistische Logik erproben und sich selbstorganisiert gegen bestehende Verhältnisse und Strukturen wenden.

Sigrid Kannengießer, Ines Weller (Hrsg.): Konsumkritische Projekte und Praktiken. Interdisziplinäre Perspektiven auf gemeinschaftlichen Konsum. München: oekom 2018.
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Reparatur im Rundfunk

service-428539_1920-jarmoluk-httpspixabay.comdeservice-computer-reparatur-428539-CC0-Creative-Commons

Wasserkocher, Smartphone, DVD-Player oder Laptop: Elektrische Geräte begleiten uns in unzähligen Alltagssituationen. Doch früher oder später ereilt sie alle der ein oder andere Defekt - was dann? Ständiges Neukaufen kostet immense Ressourcen, die Müllberge wachsen durch die Entsorgung der Altgeräte. Besser also umdenken, mal ein Reparatur-Café besuchen, gebrauchte Geräte erwerben und Altgeräte der Zweitverwertung zuführen. Das Reparieren spielt dabei eine zentrale Rolle, um Geräte möglichst lange nutzen zu können.

Eine ganze Stunde widmete der Deutschlandfunk Marktplatz Anfang Juli dem Reparieren. Moderatorin Jule Reimer sprach mit Lars Gauster (leidenschaftlicher Reparaturprofi im Gauster-Haus und Reparatur-Café Dannenberg), Johanna Sydow (Referentin für Ressourcenpolitik und IT-Branche, Germanwatch e.V. und Sprecherin des Runden Tischs Reparatur) und Michelle Jahn (Referentin für Kaufrecht, Verbraucherzentrale NRW) über Alternativen zum Neukauf, haltbare Elektrogeräte und fachgerechtes Entsorgen, wenn gar nichts mehr hilft.
>> hier im Deutschlandfunk anhören


Foto: CC0 Creative Commons / Jarmoluk @ pixabay.com

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Repara/kul/tur - Bürger*Innen forschen

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Repair-Cafés, Offene Werkstätten und Maker-Spaces haben das Potential, ein verändertes Bewusstsein für die Qualität von Produkten, die Kompetenz und Autonomie von KonsumentInnen im Produktionsprozess zu fördern. Sie können zudem als Orte der Wissensproduktion betrachtet werden. Ob diese Veränderungen mit der Aneignung von Praktiken des Reparierens und Selbermachens tatsächlich eintreten und wie diese Praktiken überhaupt erfolgreich in den Alltag integriert werden, ist wissenschaftlich bisher noch wenig erforscht. Dieser Aufgabe widmet sich das Citizen-Science-Projekt "Repara/kul/tur". In einem am Typus des „Co-Design“ orientierten Vorgehen sollen die Forschungspartner gemeinsam mit Citizen Scientists aus der Repair- und Do-it-yourself-(DIY)-Bewegung erforschen, wie Praktiken des Reparierens und Selbermachens erfolgreich angeeignet und in den Alltag integriert werden können. Zudem sollen gemeinsam Methoden entwickelt und erprobt werden, die Alltagserfahrungen sowie Veränderungen im Verhältnis zu Konsumgütern für die wissenschaftliche Analyse fruchtbar machen.

Zusammen mit BürgerforscherInnen aus den Regionen Berlin, Hamburg und München fanden nun die ersten Workshops des Forschungsprojektes statt. Die Methode der "cultural probes" wurde vorgestellt, mit den InteressentInnen ausprobiert und diskutiert. Warum reparieren wir? Was machen wir beim Reparieren und was macht das Reparieren mit uns? Warum macht Selbermachen glücklich? Mit welchen (selbstgemachten/-reparierten) Dingen umgeben wir uns, welche Rolle spielen diese Dinge in unserem Leben und welche Beziehung haben wir zu ihnen? Solchen und ähnlichen Fragen möchte „Repara/kul/tur“ nachspüren und gemeinsam mit BürgerInnen neue Wege für wissenschaftliche Methoden finden, die jenseits von Zahlenerhebungen oder Interviewreihen liegen. Einen Einblick in den Workshop in München gibt es hier zum Nachlesen. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt sind auch beim Praxispartner Verbund Offener Werkstätten zu finden.


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Forum Freie Lastenräder 2018

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In Leipzig trafen sich Ende Mai mehr als fünfzig Aktive des Forum Freie Lastenräder (FFL) aus Augsburg, Bochum, Braunschweig, Dresden, Essen, Flensburg, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Kassel, Köln, Marburg, Münster und Nürnberg. Auch Vertreter*innen von Lastenradprojekten und Initiativen aus Österreich und der Schweiz waren angereist.

Die Bewegung der Freien Lastenräder startete in 2013 mit dem Kölner Modell „KASIMIR-Dein Lastenrad“. Heute gibt es ca. 80 lokale Lastenrad Initiativen mit über 130 kostenfrei ausleihbaren Lastenrädern und Anhängern. Das Forum Freie Lastenräder bietet jährlich einen Rahmen zum intensiven Austausch der Initiativen, die mit ihren Angeboten eine zeitgemäße Mobilität fördern wollen, um die Verkehrswende für saubere Luft und weniger Lärm in l(i)ebenswerten Städten voranzutreiben. Es wurde über neueste Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen und die Weiterentwicklung relevanter Forschungsfragen diskutiert, aktuelle Entwicklungen in der Lastenrad-Sharing-Szene vorgestellt und über Neugründungen von Initiativen berichtet. Thema war auch die Weiterentwicklung von www.velogistics.net zu einer gemeinsamen Verleihplattform als digitale Allmende, die in einem ersten Schritt alle verfügbaren Räder mit Detailinformationen und Buchungslink aufführen soll.

Dokumentation FFL 2018 > hier
 
Das FFL bedankt sich für die großartige Organisation bei: ADFC Bundesverband www.adfc.de, ADFC Leipzig www.adfc-leipzig.de, anstiftung München www.anstiftung.de, Radgeber Leipzig www.radgeber-leipzig, ADFC-Dachgebern (Übernachtungsverzeichnis von Radlern für Radler) www.adfc.de/adfc-reisenplus/uebernachten/adfc-dachgeber/adfc-dachgeber, Depot Leipzig www.depot-leipzig.de, Lipzi Tours www.lipzitours.de und den vielen ehrenamtlichen Helfer*innen, die die Veranstaltung ermöglicht haben.
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Film über Offene Werkstätten

freiraum film

Offene Werkstätten, auch bekannt als Maker- und Hackerspaces, Fab Labs (Fabrikationslabore) oder Selbsthilfewerkstätten, vereinen vieles unter einem Dach: Infrastrukturen für Fabrikation, Wissen und Austausch, soziale Wärme und Freiraum für mehr. Sie sind selbstorganisierte Orte für Eigenarbeit, Handwerk, Kunst und Prototyping, die den Nährboden bereiten für neue Formen der Zusammenarbeit. Was genau machen die Leute da? In unserem neuen Film geben wir Antworten.
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