Aktuelle Blogeinträge in der Kategorie Selbermachen

Reparieren im Theater

Reparieren im Theater
Mit Beginn der neuen Spielzeit öffnet auch das Welcome Café der Kammerspiele in München wieder die Türen. Ein Café für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.

Neben einer Tasse Tee oder einer Runde Uno kann nun auch gemeinsam repariert werden. Die Initiative dafür kam von den MitarbeiterInnen der technischen Abteilungen der Kammerspiele und wurde gleich umgesetzt. Falls also der Wasserkocher zuhause spinnt, das Holzauto ein Rad verloren hat oder zuhause das richtige Werkzeug fehlt, vorbeikommen und gemeinsam werkeln!

Alle Termine und weitere Infos hier.

Foto: Gabriela Neeb
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HEi, Eigenarbeit!

HEi, Eigenarbeit!
Veronika Stegmann vom Haus der Eigenarbeit in München stellte im Rahmen des Expert Slams der Münchner Hochschultage das HEi vor: acht kurzweilige Minuten über Eigenarbeit, Selbstwirksamkeit, Reparaturwissen und die Lust am Selbermachen.




Foto: Cornelia Suhan
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Reparieren als Detektivarbeit

Reparieren als Detektivarbeit

Ein Reparateur plaudert aus dem Werkzeugkasten: Die 5-minütige Reportage von Johanna Ickert und René Arnold portraitiert Hermann Gerritzen, der sich ehrenamtlich im Repair Café Mühlheim engangiert. Er freut sich, wenn er dort Menschen beim Reparieren helfen kann und vergleicht das Finden der Defekte sowie vor allem das Öffnen und Zerlegen der Geräte als Detektivarbeit.

Die Kurzreportage stammt aus dem Programm des Foresight Filmfestivals, das am 30.6. in Halle an der Saale stattfand und filmisch unter dem Motto "Wie wollen, wie werden wir leben?" stand. Weitere Informationen zum Film hier.




Foto: https://youtu.be/vHQTHEFd3gA

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Forum der Reparatur-Initiativen online

Forum der Reparatur-Initiativen online

Seit einem Jahr ist die Plattform www.reparatur-initiativen.de nun online - seit kurzem nun ergänzt um ein Online-Forum für den direkten Austausch und die Vernetzung der Reparatur-Initaitiven untereinander.
Dort können sich Aktive und Interessierte zu unterschiedlichen Themen rund um die Durchführung von Reparatur-Veranstaltungen austauschen, Diskussionen in Arbeitsgruppen führen oder sich regional vernetzen. So können die Projekte von den Erfahrungswerten anderer Initiativen profitieren, Wissen teilen und die Reparatur-Bewegung gemeinsam weiter denken.

 

Hier geht’s zum Forum. Eine gesonderte Anmeldung im Forum ist nicht nötig, sofern man bereits auf der Plattform registriert ist. Eine Einführung in das Forum ist hier zu finden.

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2. Forum Freie Lastenräder in Wuppertal

2. Forum Freie Lastenräder in Wuppertal
Freie Lastenräder sind Transporträder, die von unterschiedlichen Initiativen angeschafft und kostenfrei (oder gegen Spende) ausgeliehen werden können. Für eine gewisse Zeit übernehmen wechselnde Orte (Cafés, Bibliotheken, WGs und Hausprojekte, Gartenprojekte, Offene Werkstätten, ...) die Kümmererfunktion: Sie sorgen für "klare Öffnungszeiten", geben die Räder an Ausleiher*innen aus, führen evtl. kleinere Reparaturen selber durch und nehmen die Räder wieder an. Finanziert werden die Lastenräder von den Initiator*innen über Crowdfunding, durch Sponsoring und Spenden. Bislang gibt es in Deutschland über sechzig dieser Initiativen und es werden stetig mehr. Nach dem Motto "von nutzlosem Besitz, zu besitzlosem Nutzen" werden die Lastenräder als Gemeingut zu verfügung gestellt, gepflegt und gewartet.

Anknüpfend an das 1. Forum Freie Lastenräder laden der Utopiastadt e.V. und die IG Fahrradstadt Wuppertal am 1./2. Juli 2016 nun zum zweiten Treffen der Initiativen und Interessierten nach Wuppertal in den Mirker Bahnhof ein.

Alle wichtigen Infos + Programm HIER

mirker bahnhof

Foto: https://www.clownfisch.eu/utopia-stadt/bahnhof-mirke/
Grafik: Markus Ohligschläger, maoh-design.com
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Sicherheit im Repair Café

Sicherheit im Repair Café

Ein Webinar-Doppel für Reparatur-Initiativen gab es im Mai: Jürgen Köhler vom Repair-Café Hamburg-Sasel hat sein Wissen und seine Erfahrungen als Ingenieur und Sicherheitsbeauftragter bei der Dt. Telekom genutzt und überlegt, wie auch bei Reparatur-Veranstaltungen sicheres Arbeiten gewährleistet werden kann. Im Webinar geht er auf die Themen Raumplan und -ausstattung, EuP-Fortbildung, Erste Hilfe und VDE-Prüfung ein.


(Um das Video scharf zu sehen, wählt unten rechts im Videofenster das Zahnrad an und stellt die Auflösung auf 720px/HD.)


Das zweite Webinar behandelte die Haftpflichtversicherung für Reparatur-Initiativen, die über den Verbund Offener Werkstätten abgeschlossen werden kann. Tino Braunschweig von der Bernhard-Assekuranz als Anbieterin der Versicherung beantwortete die Fragen aus den Initiativen. Tom Hansing gab daneben wichtige Hinweise zum Selbstverständnis und zur Ausrichtung von Reparatur-Initiativen, um sich von Dienstleistungsangeboten abzugrenzen.


(Auch hier gilt: Um das Video scharf zu sehen, wählt unten rechts im Videofenster das Zahnrad an und stellt die Auflösung auf 720px/HD.)

Auf www.reparatur-initiativen.de stehen die Materialien und Dokumente der Präsentation zum Download.

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Das Prinzip Commonismus

Das Prinzip Commonismus
"Mit Kommunismus im alten Sinn hat der neue Commonismus nichts zu tun, vom Geist des hippie-esken Kommunardentums ist er ebenso weit entfernt wie von dogmatischen Weltbildern. Zu einer 'Wir-Crowd' gehört jeder, der dies möchte; auf eine Ideologie muss sich niemand verpflichten; Individualität muss nicht ins Kollektiv eingepasst werden und Verschiedenheit ist ausdrücklich gewollt. Es geht nicht darum, zielstrebig und rücksichtslos die eigene Absicht umzusetzen, sondern sich in einen Fluss von Ereignissen zu begeben, der mal mehr oder weniger dynamisch ist. Man zielt auf immer wieder neu anzustoßende Prozesse sozialer Verbindung und findet sich zusammen im 'Prinzessinen-Garten' oder im 'Himmelbeet', in der 'Dingfabrik' oder dem 'Haus der Eigenarbeit' mitten in Hamburg, Berlin, Leipzig, Köln oder etwa München, wo die Soziologin Christa Müller die Stiftung 'anstiftung' leitet und seit Jahren über neue Formen der Arbeit und des Engagements jenseits des Marktes nachdenkt." Quelle (ab Min. -00:09)
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Die Kunst des Reparierens

Die Kunst des Reparierens
Ungewöhnliche und kreative Lösungen zur Wiederherstellung kaputter Gegenstände und Geräte entwickeln viele Reparatur-Initiativen beim gemeinsamen Reparieren. Als künstlerische Aktion nehmen die Aktiven das jedoch kaum wahr. Die in München lebende Künstlerin Nele Ströbel allerdings inspiriert genau dieser Prozess des Reparierens als künstlerische Praxis, die Transformation der Dinge durch die Reparatur – aber auch die den reparierten Objekten entgegengebrachte Wertschätzung.

Sie beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Reparaturen in allerlei Lebensbereichen – Elektrogeräte gehen kaputt, in Straßen bilden sich Schlaglöcher, Häuser werden Ruinen, Knochen können brechen oder Kleidungsstücke zerreißen. Das Werkzeug wird zum Instrument, diese Defekte wieder zu beheben – aber auch Hinwendung, Interesse und Wissen sind notwendig für den Erfolg einer Reparatur.
Diese Aspekte verarbeitet Nele Ströbel humorvoll und aus ungewöhnlichen Perspektiven in ihren Werken, beispielsweise in Werkzeugsortimenten aus Keramik oder in Bohrmaschinen im leichten Handgepäckformat aus Draht und Papier. Ihre Reparatur-Arbeiten zeigt sie in der Ausstellung reparaturen der welt_Dessau Remix vom 23. März bis 17. Mai im Umweltbundesamt Dessau.


Interaktives Begleitprogramm zur Ausstellung: Mit-Mach-Museum Dessau

Müll gestalten! Upcycling-Workshop für Groß und Klein
19.04.2016, 16 – 18 Uhr               

Der Workshop widmet sich ausrangierten oder weggeworfenen Alltagsdingen und verbindet sie mit Fundstücken aus der Natur. Im gemeinsamen Schaffensprozess schärfen große und kleine Teilnehmer_innen ihren Blick für die im Alltag oftmals ungewollten oder unsichtbaren Dinge, kommen darüber ins Gespräch und gestalten gemeinsam mit Anja Wolf und Fridolin Krentel vom Mit-Mach-Museum und mit der Bildhauerin Nele Ströbel eine Skulptur, die bis zum Ende der Ausstellung „reparaturen der welt“ im Forum des Umweltbundesamtes gezeigt wird. Eingeladen sind alle neugierigen Menschen ab 5 Jahren, die Lust auf neue Perspektiven und gemeinsames Gestalten haben. Als Beitrag für die Skulptur können eigene Fundstücke – sei es aus dem Keller, vom Dachboden oder von Spaziergängen in der Natur – mitgebracht werden.
Das „Mit-Mach-Museum“ oder MiMaMu versteht sich als offener, kreativer und sozialer Raum. Es steht allen interessierten Menschen offen. Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, mittels gemeinschaftlicher künstlerischer Aktivitäten das kreative wie auch das soziale Miteinander zu stärken. 

Reparatur-Café / Vor Ort e.V.: Reparieren statt Wegwerfen
20.04.2016, ab 18 Uhr

In der Selbsthilfewerkstatt zeigen engagierte Dessauer, wie kaputte elektrische Geräte, Kleidung, kleine Möbelstücke oder Fahrräder wieder funktionstüchtig gemacht oder im Upcycling-Workshop kreativ umgenutzt werden können. Tüftler, Handwerker und Bastler bringen einmal im Monat ehrenamtlich ihr Wissen und handwerkliches Können ein und setzen auf Erhalt statt Entsorgung. Anlässlich der Ausstellung „reparaturen der welt“ von Nele Ströbel zieht das Dessauer Reparatur-Café für einen Nachmittag ins Umweltbundesamt. Während die Meister der Improvisation defekten Geräten ein neues Leben einhauchen, geht Nele Ströbel performativ mit Gästen und Reparateuren ins Gespräch, führt durch die Ausstellung und spendet 30 signierte Kataloge. Die Abnehmer des Katalogs sind gebeten, eine Spende für das Reparatur-Café zu entrichten. 

sit_in. Eine Bank aus vielen Stühlen
2. – 3.05.2016, jeweils ab 16 Uhr Urbane Farm Dessau

Sit_in ist eine partizipatorische Bank, die aus lauter Einzelstühlen besteht. Alte Holzstühle aus Küche, Keller, Garage sollen mitgebracht und beim Workshop zu einer Bank neu zusammengefügt werden: als Kreis oder Schlange, als Zickzackbank oder ganz gerade. Form, Farbe und konkrete Gestalt werden beim zweitägigen Workshop auf dem Areal der Urbanen Farm gemeinsam mit der Künstlerin Nele Ströbel entwickelt. Die Bank bleibt vor Ort und lädt Nachbarn wie Gäste zum Verweilen ein.
Die Urbane Farm Dessau ist ein experimentelles Bildungsprojekt und kreatives Unternehmen zur Kultivierung städtischer Brachen für Nah- und Selbstversorgung in der Stadt. Die gemeinschaftliche Umsetzung des Projektes erfolgt zusammen mit Dessauer Unternehmern, Bürgern und sozialen Akteuren.
Treffpunkt: Törtener Str. 41, 06842 Dessau-Roßlau (Blaues Kartoffelfeld)
Um Voranmeldung wird gebeten: urbanefarm@bauhaus-dessau.de
 


reparaturen der welt_Dessau Remix
23. März bis 17. Mai 2016
Umweltbundesamt Dessau, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau

Eröffnung: Mittwoch, 23. März, 18 Uhr (Es sprechen:  Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des UBA; Dr. Christa Müller, Autorin, Geschäftsführerin der anstiftung)
Öffnungszeiten:  Montag bis Freitag: 9 bis 18 Uhr, Samstag bis Sonntag: 9 bis 16 Uhr
Eintritt frei


www.nele-stroebel.de
www.umweltbundesamt.de
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Reparatursiegel in Entstehung

Reparatursiegel in Entstehung

Beim ersten deutschlandweiten Vernetzungstreffen der Reparatur-Initiativen 2014 entstand aus der dort verabschiedeten Reparatur-Resolution heraus die Idee, ein Siegel für reparaturfreundliche Produkte zu entwickeln. Es formierte sich eine Arbeitsgruppe aus Aktiven verschiedener Initiativen, die sich in den folgenden Monaten Gedanken machte, was ein Reparatur-Siegel leisten soll und wie es entwickelt werden kann.

Nun startet das Vorhaben in die Pilotphase. Anhand zweier exemplarischer Produkte, die in fast allen Haushalten zu finden sind und so entsprechend häufig bei Reparatur-Veranstaltungen von den BesucherInnen mitgebracht werden, sollen Daten zur Reparierbarkeit und Kurz-/Langlebigkeit gesammelt und ausgewertet werden.

Alle Reparatur-Initiativen sind aufgerufen, sich an dem Projekt mit ihren Erfahrungen und Reparaturen zu beteiligen. Alle weiteren Informationen zur Datenerfassung und Eingabe gibt es >>> HIER.

 

Foto: Norbert Lorenz / pixelio.de

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WegwerfWIRTSCHAFT vs. WegwerfGESELLSCHAFT?

WegwerfWIRTSCHAFT vs. WegwerfGESELLSCHAFT?
„Geplante Obsoleszenz“ ist nicht nachweisbar. Diesen Schluss legt nun eine vom Umweltbundesamt beauftragte Studie nahe. Weiter schreiben die AutorInnen: Konzerne planen jedoch tatsächlich die Lebensdauer von Produkten. Als Grundlage dafür werden u.a. die „Vorlieben von Verbrauchern“ genannt. Eine der Hauptursachen für die "Anpassung" der Lebensdauer von Geräten ist also die Wegwerfmentalität des Konsumenten. Geplante Obsoleszenz quasi folgerichtiges Kalkül der Produzenten?

Hier geht es zum Artikel von Spiegel Online und zur Pressemeldung vom Umweltbundesamt.


Photo credit: LibreShot.com © Martin Vorel
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Reparieren auf dem Tollwood Winterfestival

Reparieren auf dem Tollwood Winterfestival
Zum ersten Mal findet in diesem Jahr ein Repair Café auf dem Münchner Tollwood Festival statt. Repair Cafés aus München und dem Umland reparieren gemeinsam auf dem Tollwood Winterfestival.  Das Tollwood widmet sich in diesem Winter unter dem Motto "Na sauber" der Müllvermeidung.

Das Netzwerk Reparatur-Initiativen, die Repair Cafés und Reparatur-Initiativen aus dem Münchner Umland und das Tollwood laden alle interessierten BesucherInnen zum gemeinsamen Reparieren in die Lounge des Festivalclubs ein. Alle Informationen zu Terminen, Öffnungszeiten und Reparaturmöglichkeiten gibt es hier.

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Reparatur ermöglichen: Wider die Wegwerfwirtschaft!

Reparatur ermöglichen: Wider die Wegwerfwirtschaft!
"Runder Tisch Reparatur" übergibt Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth acht Forderungen, um die Rahmenbindungen für Reparatur zu stärken.

Berlin, 23.11.2015 – Steuervergünstigungen auf Reparaturen und Gebrauchtwaren sowie verbesserten Zugang zu Ersatzteilen, das sind nur einige der Forderungen des Runden Tisches Reparatur. Anlässlich der europäischen Abfallvermeidungswoche haben heute Mitglieder der neuen Initiative ihren Forderungskatalog an Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth übergeben und dabei die überragende Bedeutung der Reparatur für eine ressourcensparende und klimafreundliche Lebensweise betont. 

Das breite Bündnis aus Verbraucherschützern und Wissenschaftlern, von Umweltverbänden, der reparierenden Wirtschaft, Reparaturinitiativen und der Zivilgesellschaft fordert von der Politik, die Rahmenbedingungen für die Reparatur deutlich zu verbessern. Produkte zu reparieren sei deutlich nachhaltiger als Recycling, da jede Form von Recycling viel Energie verbraucht und nur ein Teil der Stoffe erneut verwendet werden kann. „Aktuell ermöglicht die Politik, dass für die Mülltonne produziert wird. Verschleißteile wie Akkus müssen austauschbar bleiben und die Bedingungen für die Reparatur dürfen sich nicht weiter verschlechtern. Eine Rahmensetzung, die Reparatur erleichtert, muss ein zentraler Baustein bei der Umsetzung des Nationalen Programms für Nachhaltigen Konsum werden“, sagt Cornelia Heydenreich von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, die beim Runden Tisch vertreten ist.

Zentrale Forderungen des Runden Tisches Reparatur sind unter anderem, den Zugang zu Ersatzteilen und allen wichtigen Informationen, Werkzeugen und Diagnosetools zu erschwinglichen Preisen für alle reparierenden Marktakteure sicherzustellen. Zudem schlägt er eine Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf Reparaturen und Gebrauchtwaren vor - als Kaufanreiz für solche Produkte und um die für die Nachhaltigkeit so wichtige Reparaturbranche zu stärken. „Verbraucher müssen die Option erhalten, durch Reparatur die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und damit Ressourcen zu schonen“, sagt Marion Jungbluth von der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Detlef Vangerow vertritt beim Runden Tisch etwa 1000 reparierende Werkstätten und FachhändlerInnen und weist auf die Probleme der Branche hin. Er fordert: „Wir brauchen eine richtige Reparaturrevolution. Alle reparierenden Marktakteure müssen Zugang zu Ersatzteilen erhalten, und zwar zu erschwinglichen Preisen.“

Tom Hansing vom Netzwerk Reparatur-Initiativen ergänzt: „Wir fordern eine neue Reparaturkultur. Ein verändertes Konsumentenbewusstsein entfaltet sich dort, wo Nachhaltigkeit gemeinsam und kooperativ praktiziert werden kann. Reparaturrelevante Informationen müssen daher unkompliziert zur freien Verfügung gestellt werden.“

Dr. Eick von Ruschkowski vom NABU macht klar: „Die Bundesregierung und die EU-Kommission werden ihrer Verantwortung bei der Gestaltung reparaturfreundlicher Produkte und Prozesse nicht gerecht. Nur durch klare Vorgaben beim Ökodesign und steuerliche Anreize wird Reparieren einfacher und lohnt sich wieder.“

Rolf Buschmann vom BUND warnt: „Das Reparieren und Wiederverwenden möglichst vieler Geräte leistet einen wichtigen Beitrag zum Ressourcenschutz. Defekte Geräte zu recyceln ist nur die zweitbeste Lösung, da wichtige Rohstoffe verloren gehen. Und beim Produzieren neuer Geräte werden wieder neue Ressourcen verbraucht.“

Der Runde Tisch Reparatur will Wege zu einem Ende der Wegwerfgesellschaft aufzeigen. Reparaturen stärken die lokale Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und haben positive Auswirkungen auf die Umwelt: Nirgendwo in Europa fällt so viel Elektroschrott an wie in Deutschland. Allein 2014 waren es nach Angaben der United Nations University der EU 1,8 Millionen Tonnen.


(auf dem Foto, vlnr: Matthias Huisken (ifixit), Phillip Held (Verbraucherschutz NRW), Gudrun Pinn (Bundesverband für Umweltberatung), JohannaSydow (germanwatch), Tom Hansing (Netzwerk Reparatur-Initiativen, anstiftung), Dirk Jepsen (Oekopol), Jochen Flasbarth (Umwelt Staatssekretär), am Pult: Detlef Vangerow (Vangerow GmbH)

Kontakt für Rückfragen:
Netzwerk-Reparatur-Initiativen
Tom Hansing
0179-775 26 77
tom.hansing@anstiftung.de

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Webinar: Buchhaltung in gemeinnützigen Vereinen

Webinar: Buchhaltung in gemeinnützigen Vereinen

Keine Angst vor Zahlen und Belegen:  Das Webinar zur Buchhaltung in gemeinnützigen Vereinen, für das uns der Vereinsexperte Wolfgang Peffer (www.vereinsknowhow.de) als Referent zur Verfügung stand, klärt auf, was gemeinnützige Vereine bei der Buchführung und anderen Steuermodalitäten beachten müssen. Aufgrund großer Nachfrage war das Webinar selbst ausgebucht, hier nun die Präsentation und der Videomitschnitt für alle zum Nachschauen.

Download der Präsentation:
> Buchhaltung in gemeinnützigen Vereinen

 

Foto: (c) Paul-Georg Meister  / pixelio.de

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Reparieren mit Kindern - das Manual

Reparieren mit Kindern - das Manual

Reparieren ist cool und macht Spaß - auch Kindern. Während sie eigene kaputt gegangene Gegenstände reparieren, können sie vieles entdecken: technische Zusammenhänge, Eigentschaften von Materialien oder die Fähigkeiten der eigenen Hände. Kristina Deselaers, Initiatorin von RepairKids und Repair Café Sasel, hat ihre Erfahrungen in einem Handbuch verschriftlicht. Gemeinsam laden wir nun ein, das Konzept RepairKids und den zugehörigen Leitfaden zu erproben und weiterzudenken.

Weitere Informationen und das Manual zum Download gibt es auf der Website des Netzwerks Reparatur-Initiativen: RepairKids 

Fotos: RepairKids - Johannes Arlt

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Broschüre über die Reparatur-Bewegung

Broschüre über die Reparatur-Bewegung
Mit der Broschüre legt die anstiftung eine Momentaufnahme der jüngsten Aktivitäten in Repair-Cafés, Elektronikhospitälern und Reparaturtreffs vor. Wir zeigen in Projekt-Portraits, wie facettenreich schon heute die Praxis des gemeinschaftlichen Reparierens ist - und was ExpertInnen dazu sagen. Darüber hinaus stellen wir das Netzwerk Reparatur-Initiativen vor und informieren über die Vernetzungsarbeit der anstiftung.

Auf der Webseite des Netzwerks Reparatur-Initiativen kann man die Broschüre bestellen oder auch als PDF downloaden. > zur Broschüre
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