Ausstattung Holzwerkstatt


Eine offene Holzwerkstatt, die mehr bietet als eine übliche Hobby-Ausstattung, hat einen Ein Blick in den Bankraum des HEiEin Blick in den Bankraum des HEierheblichen Platzbedarf, wenn darin unter professionellen Bedingungen gearbeitet und die Herstellung auch größerer Werkstücke ermöglicht werden soll. Das Material ist oft sperrig und die Maschinen haben teilweise ein großes Aktionsfeld (die Kreissäge z.B. ca. 15 m²). Auch die Montage eines größeren Werkstückes braucht Platz. Vier bis Fünf Hobelbänke, ein Minimum an Maschinen wie Kreissäge, Hobelmaschine, Bandsäge und Absaugung benötigen mindestens 60 m². Hohe Räume erleichtern das Arbeiten sehr (gleiches gilt für Metallwerkstätten oder Schmieden). Zu beachten ist auch, dass für Ungeübte die Arbeit unter beengten Bedingungen eine zusätzliche Erschwernis ist. Ist Platz vorhanden und sollen auch Kurse angeboten und Schulprojekte durchgeführt werden, sind mehr Hobelbänke und damit Arbeitsplätze nötig.

Für die Sicherheit und den Komfort (Schutz vor Lärm- und Staubbelastung) ist eine TischfräseTischfräseTrennung zwischen Bank- und Maschinenraum sehr günstig. Eine durchsichtige Trennwand bietet den Vorteil, dass die Belegung der Maschinen rasch erkennbar ist und die FachberaterIn die Arbeitenden im Blick behalten kann.
Soll auch das Lackieren von Möbeln möglich sein, ist ein gesonderter staubfreier Raum einzuplanen.
Wenn möglich, sollte die Holzwerkstatt auf Zuwachs geplant werden. Dann kann später ohne Probleme eine weitere Hobelbank, eine Maschine (Spende oder Leihgabe) die Grundausstattung ergänzen. Dies ist auch bei der Stromversorgung zu beachten: Vorteilhaft sind zwei bis drei Steckdosen mehr als zunächst notwendig.
Holzbearbeitungsmaschinen benötigen Starkstromanschluss (380/400 V). Um Unfallgefahren durch lange Kabel zu vermeiden, ist es praktisch, wenn jeder Arbeitsplatz mit mehreren normalen Steckdosen (z.B. auch von der Decke herabhängend) für die Handmaschinen versorgt wird.

Grundausstattung und Kosten

Die folgende Aufstellung soll eine Vorstellung der anfallenden Kosten einer Grundausstattung geben. Die Größe der Werkstätten, die Anzahl der Arbeitsplätze und die vorhandenen Finanzierungsmittel variieren von Projekt zu Projekt. Die genannten Beträge sind lediglich Anhaltspunkte und können je nach Ausführung, Einkaufsmöglichkeit (Rabatte oder gar Spenden) und der Höhe des Anteils an Gebrauchtmaschinen variieren.

Im Haus der Eigenarbeit (HEi) wurden beispielsweise alle Holzbearbeitungsmaschinen gebraucht gekauft. Lediglich die Formatkreissäge wurde nach vielen Jahren durch eine neue ersetzt, nachdem über zwei Jahre lang unter den HEi-BesucherInnen Spenden für den Kauf einer qualitativ hochwertigen Formatkreissäge gesammelt wurden.

Im Werkstatthaus in Tübingen standen nur sehr wenige Mittel für den Kauf von Holzbearbeitungsmaschinen zur Verfügung. Glücklicherweise löste die Stadtverwaltung Tübingen in der Phase des Werkstattaufbaus ihre Modellbauschreinerei auf. Kombiniert mit neuen Handmaschinen, die durch eine erfolgreiche Sponsoring-Aktion bei Herstellerfirmen ins Projekt kamen, entstand eine ansprechende Offene Holzwerkstatt für die Herstellung kleinerer und mittlerer Gegenstände und Kunstwerke.

Ein Arbeitsplatz

Hobelbank mit Reißwerkzeug, Stemmeisen, Doppelhobel, Feinsäge, Raspeln etc.

à 850 €

Allgemeines Handwerkszeug

div. Hobel, Zwingen in verschiedenen Größen, Handsägen, Lochbeitel, Klöpfel, gr. Winkel, Bohrer, Gehörschutz etc.

1.600 €

Handmaschinen

Stichsäge, Handkreissäge, Akkuschrauber, Oberfräse, Lamellofräse, Bandschleifer, Staubsauger, Tischbohrmaschine, Werkzeugschleifmaschine

2.250 €

Maschinen

Formatkreissäge, Abrichte-Dicktenhobel, Bandsäge, Absaugung, evtl. auch Tischfräse, Langbandschleifer, (hydraulischer) Verleimständer

ca. 22.500 €


Praxiserfahrung mit dem Aufbau und der Ausstattung offener Holzwerkstätten haben: