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Aktuelle Blogeinträge in der Kategorie Urbane Gärten

Utopiastadt - Reallabor für Stadtentwicklung

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Wäre die anstiftung keine forschende und fördernde Stiftung, sondern selbst ein Projekt, vermutlich hätten wir annähernd die Gestalt von Utopiastadt in Wuppertal.

Seit 2011 nutzt das Kollektiv (halb)öffentlichen Raum und verfallene Immobilien um und transformiert sie in Orte der Begegnung für alle. Mit den auch für uns inspirierenden Praxen - Urban Gardening, Reparatur-Initiativen, Offene Werkstätten - bis hin zu Urban Farming, entsteht am Rande von Wuppertal im ehemaligen Mirker Bahnhof ein Reallabor für lebendige, selbstorganisierte Stadtentwicklung.

Wir freuen uns sehr, dass wir auch ein klein wenig zum Gelingen dieses Leuchtturmprojekts beitragen dürfen.

Weitere Infos:
> Website von Utopiastadt
> Facebook-Page
> Chronologie & Daten

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Bundesweite Befragung zu urbanen Gärten

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Im März 2020 führte die anstiftung eine Umfrage unter Gemeinschaftsgärten durch. Die E-Mail mit dem Link zum Fragebogen ging an 669 Gärten, 214 Gärten schickten ihn ausgefüllt an uns zurück (5 Gärten antworteten doppelt). Eine quantitative Befragung wirft nicht selten mehr Fragen auf, als sie beantworten kann. Letztlich vermitteln die Antworten vor allem die Vielfalt der Verhältnisse, sprich die Unterschiedlichkeit der Gärten, und es bleibt der Zweifel, inwiefern sich die Ergebnisse hochrechnen lassen. Aber einige Trends können wir dennoch beobachten, wie z.B. der, dass offenbar immer mehr „Mischsysteme“, einerseits zwischen individuellen und Gemeinschaftsbeeten sowie andererseits zwischen Hochbeeten und Bodenbeeten, entstehen. Der Trend zum mobilen Gärtnern auf Zwischennutzungen ist dagegen rückläufig.

Die Antworten zum Gründungsjahr belegen das kontinuierliche Wachstum der Urban-Gardening-Community, die große Mehrheit, ca. 190 Gärten wurden zwischen 2011 und 2020 gegründet. Die Größe der Gärten ist sehr unterschiedlich, der kleinste ist 20 m², der größte 15.000 m² groß. Die meisten Gärten bewegen sich zwischen 100 m² und 1000 m².

Die eine Hälfte der Gärten liegt mitten in der Stadt, die andere am Stadtrand. Urban Gardening ist, wie der Name schon sagt, nach wie vor ein städtisches Phänomen, nur zehn Gärten finden sich auf dem Land.

Vier Teiche, drei Bühnen und jede Menge Nistkästen

Bestätigt hat sich, dass Urban Gardening ein vergleichsweise kostengünstiges Unterfangen ist, die meisten Gärten haben Betriebskosten bis zu 100 Euro im Monat, nur wenige Gärten benötigen mehr als 500 Euro. Hinsichtlich der Frage, wie sehr Gemeinschaftsgärten von Flächenverlust bedroht sind, ergibt sich kein klares Bild, bisher scheinen Umzüge noch nicht die Regel zu sein. 185 der 214 befragten Gärten mussten noch nicht umziehen, 21 Gärten sind 1 x, 7 Gärten 2 x, umgezogen, ein Garten musste noch öfter umziehen.

Die Rechtsform der Gärten ist meist der eigene Verein (oder die Gärten sind Projekt eines anderen Vereins). Nur neun der befragten Gärten arbeiten als (gemeinnütziges) Unternehmen.

Immerhin 96 Gärten (das sind 45,28 %) werden von ihrer Kommune gefördert, 79 Gärten werden von Stiftungen gefördert (37,26 %). Gänzlich ohne Förderung kommen 49 Gärten aus (das sind 25,94 %). Die Förderung durch die Kirche spielt nur eine geringe Rolle, auch nur zehn der befragten Gärten befinden sich auf einer Fläche, die der Kirche gehört.

Interessant waren, wie immer, die vielen Besonderheiten, die z.B. auch bei der Frage nach der Ausstattung der Gärten deutlich wurde: Einen Wasseranschluss und einen Schuppen haben fast alle (jeweils 81 %), Toiletten und wetterfeste Versammlungsmöglichkeiten gut die Hälfte (51 %). Immerhin 40 Gärten (knapp 19 %) haben eine Werkstatt. Kochgelegenheiten gibt es in ca. der Hälfte der Gärten (in 98, das sind ca. 46 %, dazu kommen noch die mit den „Feuerstellen“), 23 Gärten verfügen über ein Lastenfahrrad. Unter „Sonstiges“, das ziemlich oft (69 x) angekreuzt wurde, merkt ein Projekt an, dass sie Komposttoilette und Solarstrom haben, ein anderes spricht von Solarstrom- und Regenwassernutzung, ein weiteres von Biomeiler und Fahrradanhänger, zehn Gärten erwähnen Insektenhotels (bzw. Hummelburg, Igelbehausung, Nistkästen). Vier Gärten haben einen Teich, drei eine Bühne, ein Garten erwähnt ausdrücklich das Hochbeet für Rollstuhlfahrer. Vier Gärten berichten, dass sie auf benachbarte Räumlichkeiten/ Infrastruktur zurückgreifen können. Als Alleinstellungsmerkmale seien noch erwähnt: Eine Freiluftkirche, ein Freisitz, ein Amphitheater, ein Büro, ein Sonnensegel, ein Erdkeller, ein Kunstprojekt, ein Lesesteinhaufen, ein Grünes Klassenzimmer, ein Weidenhaus, ein Open-Air-Kino.

Wir danken allen Gemeinschaftsgärten, die sich die Zeit genommen haben, den Fragebogen zu beantworten.

Im Folgenden weitere Ergebnisse in Schaubildern:

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Für den Erhalt des Prinzessinnengartens

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Das Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin ist durch Maßnahmen des Umwelt- und Naturschutzamtes Neukölln in seiner Existenz bedroht.
 
2018 initiierte das Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin einen offenen Gemeinschaftsgarten auf einer Friedhofsfläche. Zusammen mit dem Evangelischen Friedhofsverband Berlin Stadtmitte (EVFBS) ist es so gelungen, ein neues Flächennutzungsmodell zu finden, das eine langfristige Perspektive darstellt und beispielgebend für andere urbane Gärten sein kann. Die Anordnung zum Rückbau durch das Bezirksamt Neukölln betrifft den Großteil des Gemeinschaftsgartens. Alle Versuche des Friedhofsverbandes, eine Kompromisslösung zu finden und Gesprächsoffenheit zu vermitteln, sind bislang gescheitert.

>> zur Petition für den Erhalt des Prinzessinnengartens.
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Corona und urbane Gemeinschaftsgärten

prinzessinnengarten-600x400 (c) https://prinzessinnengarten.net/kollektiv

Wie reagieren eigentlich Gemeinschaftsgärten auf die Einschränkungen gemeinschaftlichen Handelns in Corona-Zeiten? Die Deutsche Presseagentur (dpa) hat sich bei der anstiftung erkundigt, der Artikel erschien in vielen überregionalen Blättern, u.a. auch in der Süddeutschen Zeitung. Auf der Plattform urbane-gaerten.de teilt und diskutiert die Gemeinschaftsgarten-Community kontinuierlich den möglichst kreativen Umgang mit den gesetzlichen Vorgaben.

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Kein Ende der Geschichte!

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Der Soziologe Ingolfur Blühdorn sorgt sich schon seit Längerem darum, dass der modernen Demokratie ihre Grundlagen abhandenkommen – hier insbesondere die nationalstaatliche Souveränität sowie die Verfügung über natürliche und gesellschaftliche Ressourcen, die bisher Wohlstand und Umverteilung ermöglichten. Der Professor für soziale Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien leitet das Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit. Jetzt hat er mit Kolleg_innen ein neues Buch veröffentlicht mit dem vielsagenden Titel „Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit“. Wer immer schon wissen wollte, „warum die ökologische Transformation der Gesellschaft nicht stattfindet“ (Untertitel), findet in dem Sammelband soziologisch fundierte Antworten. Ob einem* diese Antworten gefallen, steht auf einem anderen Blatt. Blühdorn & Kolleg_innen wollen nicht darin gefallen, die Verhältnisse schönzureden, das überlassen sie anderen. Sie wollen auch keinen (falschen) Trost verbreiten, sie wollen aufzeigen, was ist. Dies allerdings schon in der Hoffnung, dass das klare Erkennen dessen, was ist, helfen könnte bei der Wende zum Besseren.

Im Unterschied zu anderen Nachhhaltigkeitsforscher_innen, die mit Verweis auf nachhaltigen Konsum und Nischenaktivismus die Gesellschaft auf einem guten Weg sehen, befassen sich Blühdorn & Kolleg_innen vor allem mit den Blockaden, die der gewollten Trendwende in Richtung sozial und ökologisch nachhaltige Gesellschaft entgegenstehen; mehr noch, sie bezweifeln, dass die sozial-ökologische Transformation überhaupt (noch) gewollt ist. Das Paradigma der Nachhaltigkeit, auf das man sich, zumindest theoretisch, einmal geeinigt hatte (im Erdgipfel von Rio 1992 und den Klimaabkommen seit Kyoto 1997), steht derzeit grundsätzlich zur Disposition. Mit der Erschöpfung der Ressourcen verbreite sich das Gefühl, dass eben doch nicht genug für alle da sei, und es werde die Parole ausgegeben „Rette sich, wer kann“.

Blühdorn beobachtet in den westlichen Gesellschaften – gerade auch in ihren kosmopolitischen Milieus – die wilde Entschlossenheit, den gewohnten Lebensstil, komme was wolle, zu verteidigen. Auch um den Preis, sich von Gerechtigkeit- und Menschenrechtidealen zu verabschieden. Die AfD, so seine provozierende These, verfolge die Politik des Ausschlusses lediglich offen, die andere Parteien, mit Rücksicht auf Wählerstimmen, klammheimlich verfolgten. Der empörte Abscheu gegen die völkische Rede sei nichts weiter als eine Externalisierungsstrategie, so wie die Verschiffung von Müll in den Globalen Süden eine ist.

So weit, so desillusionierend. Allerdings betont Blühdorn eingangs zurecht, dass wir es nicht nur mit der Transformation der empirisch-sozialen Verhältnisse, sprich mit dem Klimawandel, der Erschöpfung der Ressourcen etc., zu tun haben, sondern vor allem auch mit den Formen ihrer sozialen Wahrnehmung und den Maßstäben ihrer Bewertung. Und das bedeutet, es ist noch lange nicht ausgemacht, wie sich die Verhältnisse entwickeln werden. Die Formen der sozialen Wahrnehmung und die Maßstäbe ihrer Bewertung müssen nicht bleiben, wie sie sind. Ob die Subjekte ihre Bedürfnisse nach Freiheit, Selbstverwirklichung und Authentizität auf Dauer mit ihren Konsummöglichkeiten zusammenfallen sehen, ist so offen wie offensichtlich ist, dass die Geschichte keineswegs an ihr Ende gekommen ist.

Ingolfur Blühdorn (mit Felix Butzlaff, Michael Deflorian, Daniel Hausknost, Mirjam Mock) (2020): Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit. Warum die ökologische Transformation der Gesellschaft nicht stattfindet, Bielefeld: transcript Verlag

https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4516-3/nachhaltige-nicht-nachhaltigkeit/
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Urbane Waldgärten

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Der Begriff "urbane Waldgärten" ruft als erste Assoziation ein Paradox auf: Ist es denn im Wald nicht zu schattig für einen Garten? Gemeint ist jedoch der mehrschichtige Pflanzenaufbau nach dem Prinzip eines Waldes. Die Deutsche Presseagentur (dpa) findet diese neue Form des Gemeinschaftsgärtnerns jedenfalls so interessant, dass sie einen ausführlichen Bericht veröffentlichte.

http://urbane-waldgaerten.de/
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Webinar: Wildbienen in Gemeinschaftsgärten

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Wildbienen sind wichtige Bestäuberinsekten, doch ihr Lebensraum wird immer knapper. In Deutschland sind sie stark gefährdet, etwa die Hälfte der 600 Wildbienenarten hierzulande steht auf der Roten Liste, einige sind schon ausgestorben oder unmittelbar bedroht. Den oft hochspezialisierten Wildbienenarten fehlen Nahrung und Nistmöglichkeiten.

Das Webinar von Dr. Christian Schmid-Egger beschäftigte sich u.a. mit folgenden Fragen: Wie können Wildbienen (und andere Bestäuberinsekten) in Gemeinschaftsgärten gefördert werden? Was für Bedingungen sind förderlich? Auf was muss man beim Nistkastenbau achten? Wie vertragen sich Wildbienen mit Honigbienen und anderen Insekten? Wie kann man die verschiedenen Gartennutzer*innen auf die Wildbienen aufmerksam machen?

Download der Präsentation hier.

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Charta für das Berliner Stadtgrün

news_charta Aktuell bedroht: das himmelbeet im Berliner Wedding
Trotz jahrelanger beeindruckender Bemühungen der Berliner Gartenbewegung um die selbstorganisierte Schaffung und Erhaltung von grünen Begegnungsorten für alle werden urbane Gärten vom Berliner rot-rot-grünen Senat augenscheinlich nur als (verzichtbare) Zwischennutzung gesehen. Zwar will der Berliner Senat in einem Impulspapier für eine Charta für das Berliner Stadtgrün die grüne Infrastruktur der Hauptstadt langfristig stärken – dabei scheinen aber ausgerechnet die Gemeinschaftsgärten keine bedeutsame Rolle zu spielen. Hier ist die Antwort des Netzwerks Urbane Gärten Berlin auf das Impulspapier.
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Was heißt hier gerecht?

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Unter dieser Fragestellung tagte die anstiftung im November am Starnberger See. Ein Bericht über unsere Kooperationstagung erschien nun auf dem Blog interdisziplinäre Geschlechterforschung. Hier geht's zum Tagungsbericht.
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Urban Gardening Sommercamp 2018 in Köln

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Das 7. bundesweite Sommercamp fand am ersten Septemberwochenende 2018 im Gemeinschaftsgarten NeuLand in Köln statt. Die besprochenen Themen waren u.a.:

 
  • Erfahrungsaustausch zum Gemeinschaftsgärtnern mit Geflüchteten / UGAIN
  • Kollegiale Beratung: Strategien gegen Verdrängung
  • Austausch zu den stadtpolitischen Entwicklungen
  • Solarstrom im Gemeinschaftsgarten
  • Alles Große kommt vom Kleinen: Fermentieren
  • Gemeinsam gärtnern - zusammen wachsen
  • Gartengeräte-Workshop & Wenn Computerfreaks zum Hacken in den Garten gehen
  • Open Space zu Hierarchien im Garten mit Input
Der Bericht vom Kölner Neuland-Garten gibt Einblicke in Inhalte und Atmosphären des Camps. Ein paar Bilder und Skripte vom Wochenende finden sich hier.

Vielen Dank nochmal ans NeuLand-Team und alle weiteren HelferInnen!

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Taschen-Garten 2019

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Auch für das kommende Jahr gibt es wieder einen Taschen-Garten.

Er ist politischer Gartenkalender & persönlicher Terminplaner, mit wöchentlicher Anbauplanung und vielen Praxistipps für den (Gemüse-)Garten.

"In die Zukunft wachsen" ist der Titel des taschenGARTENs 2019. Damit ist nicht die Logik des "Wachsen oder Weichens" gemeint, mit der heute so viele landwirtschaftliche Betriebe zu kämpfen haben; nicht die Vorstellung von einem unendlichen Wachstum, wie es im Kapitalismus für möglich gehalten wird. Die MacherInnen fragen sich vielmehr, wie man diesem System endgültig entwachsen kann. Und was es braucht, damit eine Transformation der Agrarsysteme gelingen kann und wie diese dann aussehen könnten. Sie fragen sich, wie  Lebensmittel auf eine gesunde Art und Weise wachsen können, so dass die Nahrungsmittelproduktion dauerhaft funktionieren kann. Und wie die produzierten Lebensmittel dann auch allen zugänglich gemacht werden können.

taschenGARTEN 2019 bestellen unter:

https://www.taschen-garten.de


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Gartenaktivismus und kollektives Kartieren

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Der Berliner Gartenforscher Severin Halder hat sich – gemeinsam mit anderen – über Jahre hinweg die Hände dreckig gemacht – und dabei stets einen klaren Kopf bewiesen. Da sein im Sommer 2018 im transcript Verlag erschienenes Buch zugleich seine Doktorarbeit an der FU Berlin ist, bewegte sich der Geograph während seiner „Aktionsforschungen zu urbanen Gärten und kritischen Karten zwischen Berlin und Medellín“ im unscharfen Schnittstellenbereich von politischer Arbeit und wissenschaftlicher Qualifikation. Dass ihm dieser Spagat mit Hilfe des methodischen Settings der Aktionsforschung gelungen ist, zeigt das lesenswerte Buch mit vielen Fotos, Grafiken und Zeichnungen in besonderer Weise. Verwiesen sei auch auf die Buchwebsite (mit freiem Download des Werks), die nicht zuletzt das Vorgehen bei Gründung und Betreiben seines „Headquarters“ reflektiert: dem Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld, dessen Aktivitäten seit 2011 eng mit Raumstrategien unterschiedlicher Akteure aus den umliegenden Kiezen verbunden ist – und damit nicht zuletzt auch Resonanz auf Seiten der Berliner Stadtentwicklungspolitik erzeugte.

Severin Halder: Gemeinsam die Hände dreckig machen. Aktionsforschungen im aktivistischen Kontext urbaner Gärten und kollektiver Kartierungen. Bielefeld 2018

gemeinsamhaende
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Community Gardens and Casitas in New York

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Die New Yorker Architektin Carolin Mees untersucht in ihrem jüngst erschienenen Buch Participatory Design and Self-building in Shared Urban Open Spaces: Community Gardens and Casitas in New York City  die Entwicklung von Community Gardens mit selbstgebauten Konstruktionen, die seit den 1970er Jahren als gemeinschaftliche Landnutzung im öffentlichen Raum von New Yorks einkommensschwachen Stadtgebieten wie der South Bronx existieren. Diskutiert wird das Auftauchen von Gemeinschaftsgärten und Selbstbauten in europäischen und nordamerikanischen Städten sowie das Einwirken verschiedener Interessensvertreter auf die spezifische Entwicklung von Community Gardens in New York. Zudem werden Aspekte wie die Selbst(organisation) untersucht sowie der spezifische kulturelle Ausdruck der wohnungsnahen Selbstbauten in der South Bronx analysiert. Schließlich diskutiert die Autorin ihre eigene Erfahrung mit partizipativem Design in New Yorker Community Gardens.

Das Buch hat zwar einen saftigen Preis, empfiehlt sich aber dennoch als Anschaffung für jede öffentliche und/oder akademische Bibliothek. Es kann von Gartengruppen, PlanerInnen sowie von der Stadtverwaltung zur Unterstützung partizipativer Planungs- und Designprozesse sinnvoll verwendet werden. Carolin Mees, die an der New School in NYC lehrt, versteht ihr Buch als einen Beitrag zur internationalen Diskussion um gemeinschaftliches Gärtnern und urbane Landwirtschaft als spezifische Formen der städtischen Landnutzung.

Kontakt zur Autorin:
Carolin Mees, PhD/ Dr.Ing Architect
Adjunct Professor, Parsons School of Design/The New School, New York City
E-Mail: info@mees-architecture.com
www.mees-architecture.com
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Wende in der Ernährungswirtschaft?

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Das neue Jahrtausend brachte auch frischen Wind in die ökologischen Bewegungen im Ernährungsbereich. Dabei entstanden neue, transformative Unternehmen und Initiativen. Verändern diese die Konturen der urbanen Versorgung? In welchen Rollen treiben die transformativen Initiativen ein zukunftsfähiges Ernährungssystem voran und welche Hindernisse stellen sich ihnen in den Weg? Inwiefern wirken die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterstützend, inwiefern hinderlich? Das vom Bundesforschungsministerium von 2015 bis 2018 geförderte Forschungsprojekt "nascent" (Uni Oldenburg, Uni Stuttgart und anstiftung) stellte im Juli in Kassel seine Ergebnisse im Gespräch mit Praxisakteuren und ExpertInnen zur Diskussion.
>> hier geht’s zur Kurzfassung der Forschungsergebnisse
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Recht auf Stadt

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Nach Jahren des Aufblühens von hunderten urbanen Gärten sind viele nun bedroht. Christa Müller schreibt in ihrer Kolumne in der Frankfurter Rundschau: "Wem an einer demokratischen Stadtgesellschaft gelegen ist, der sollte bezahlbaren Wohnraum nicht gegen grüne Freiflächen ausspielen." Auch Marco Clausen vom Prinzessinnengarten fordert in seinem Redebeitrag auf der Kundgebung "Grüne Freiräume erhalten", der Privatisierung öffentlichen Eigentums entschieden entgegenzutreten.
>> zur Kolumne von Christa Müller
>> zum Redebeitrag von Marco Clausen
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