Christa Müller forscht seit vielen Jahren zu nachhaltigen Lebensstilen und postmateriellen Wohlstandsmodellen. Sie ist Geschäftsführende Gesellschafterin der anstiftung. > Veröffentlichungen

Boden dem Markt entziehen

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Weil es so wichtig ist, Grund und Boden dem reinen Marktstreben zu entziehen und ihn für gemeinnützige Aktivitäten der Zivilgesellschaft vorzuhalten, ist die anstiftung Erstunterzeichnerin der Schwerter Erklärung der Stiftung trias. Die Erklärung warnt u.a. vor den Folgen zunehmender Spekulation mit Grund und Boden für den sozialen Frieden und plädiert für eine kommunale Liegenschaftspolitik, die den Zugang und das Nutzungsrecht an Boden auch für die Zivilgesellschaft sicherstellt.
http://www.stiftung-trias.de/fileadmin/user_upload/Schwerter_Erkla%CC%88rung.pdf
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Mit Geflüchteten gemeinsame Sache machen

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In Berlin wird gerade – mit Unterstützung u.a. der anstiftung – eine komplette Etage des ehemaligen C&A-Kaufhauses in Neukölln in eine lebensfreundliche und anregende Umgebung verwandelt. Die geflüchteten BewohnerInnen wurden in Planung und Bau von Anfang an einbezogen. Wir dokumentieren hier den Kurzbericht unseres  Kooperationspartners Open State:
"Während in diesen Tagen berichtet wird, dass unsere Kriminalstatistik durch junge, teils traumatisierte Männer in Massenunterkünften ansteigt - oh Wunder! - haben wir letzte Woche eine völlig andere Erfahrung gemacht. Jungs wie diese haben ihr eigenes Teehaus gebaut, ihren Lernraum gestrichen und eingerichtet, Möbel zugeschnitten, geleimt, gebohrt, mit zahlreichen wunderbaren deutschen und nichtdeutschen Freiwilligen gearbeitet und gelacht. Und sich nachweislich auch von einer älteren Dame zum Abwasch verdonnern lassen. Es hat sich niemand verletzt, nichts wurde gestohlen, statt Stress nur Strahlen in den Gesichtern. Das wird möglich, wenn man aufhört zu helfen, und anfängt, gemeinsame Sache zu machen. Wir sollten öfter die Zeitung zuschlagen und stattdessen eigene Erfahrungen zulassen. You ROC, people!"
Mehr Fotos und Infos auf der Facebook-Seite und der Website von Open State.
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Greenwashing

Greenwashing
Wenn ein Konzern Widerstandspraxen der Zivilgesellschaft nachahmt und in sein Marketingsystem integriert: Christa Müllers Kolumne in der Frankfurter Rundschau zum Thema Greenwashing.

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Gerda Münnich ist tot

Gerda Münnich ist tot
Am Mittwoch vor Ostern ist Berlins älteste Gartenaktivistin gestorben. Die Mitgründerin des Allmende-Kontor und des Interkulturellen Wuhlegartens wurde 78 Jahre alt. Wir veröffentlichen den Abschiedsbrief eines Berliner Gartenaktivisten und danken Gerda für ihren unermüdlichen Einsatz für die Bewegung der Gemeinschaftsgärten:

Liebe Gerda,

ich muss mich bei Dir bedanken. Leider ist es zu spät, es Dir persönlich zu sagen, denn Du bist heute von uns gegangen. Dennoch möchte ich nicht stumm bleiben.

Ich habe Gärten in mein Herz geschlossen, da ich dort Menschen wie Dich getroffen habe, die mich in ihrem Glauben an ein solidarisches, ökologisches und friedliches Miteinander und ihrem Engagement dafür inspiriert haben. Und so werde ich mich mit Dir immer tief verbunden fühlen. Du bist zweifellos meine Berliner Garten-Großmutter. Und von der möchte ich mich gebührend verabschieden.

Du hast mir geholfen, in Berlin anzukommen und mein „Garten-Zuhause“ zu finden. Du hast es mir ermöglicht, Berlin in seinen historischen, politischen und sozialen Dimensionen besser zu verstehen. Du hast mir und aberhunderten anderen geholfen, die Berliner Gärten kennenzulernen und uns eingeladen mitzumachen. Du warst eine der tragenden Persönlichkeiten, die es ermöglicht hat, dass das Allmende-Kontor Wirklichkeit wurde. Niemand hat wie Du, mit Deinem schier unendlichen Elan für Gemeinschaftsgärten zu kämpfen, für mich die Vernetzungsidee des Allmende-Kontors so stark verkörpert. Dir war das Wohl und das Gedeihen einer interkulturellen Gemeinschaft von Jung und Alt sowie Arm und Reich immer wichtig. Deshalb war Dir der Dorfplatz des Gartens stets am Herzen gelegen und er erscheint mir jetzt wie ein Monument für Dein Lebenswerk. Doch ich habe Hoffnung, wir werden es schaffen, Dir zu Ehren und in Erinnerung an die „Grande Dame der Berliner Gärten“ auf dem Tempelhofer Feld auch noch „Deine“ Tanzlinde zu pflanzen.

Keiner kennt die Berliner Gärten so gut wie Du, denn Du hast sie immer begleitet, viele Interkulturellen Gärten und auch die Berliner Gartenkarte sind mit Deiner Hilfe entstanden. Du hast unermüdlich alle Chancen genutzt, von der Bedeutung und der Kraft der Gärten zu erzählen. Dein Idealismus kannte keine Grenzen und gleichzeitig hast Du immer Weitblick bewiesen.

Einen Satz von Dir werde ich nie vergessen: „Gärten sind Überlebensorte“. Du wolltest mir damit sagen, wie überlebensnotwendig Gärten für Menschen sein können, insbesondere dann, wenn sie mit Krankheit, Flucht oder anderen Schicksalsschlägen zu kämpfen haben. Dein treuer Einsatz für die Gartenbewegung lässt erahnen, was Dir die Gärten bedeutet haben. 

Wir haben damals am ersten Tag des Allmende-Kontor Gemeinschaftsgartens wegen Dir eine Bank an unser Beet gebaut. So, wie die Beete und Bänke sich massenhaft verbreitet haben, so gedeiht Dein Wunsch nach mehr Gärten in der Stadt. Du bist heute gestorben, aber Deine Vision „Ganz Berlin ein Garten“, die lebt weiter.

Ruhe in Frieden.

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Neuland gewinnen

Neuland gewinnen
Wer Neuland gewinnt, verändert die Gesellschaft. Das geschieht, indem das gesellschaftliche Miteinander neu begründet oder die Lebensqualität vor Ort verbessert wird. Dabei sind es nicht immer die großen Entwürfe in die Zukunft, um die es geht, sondern es ist die mühsame Arbeit, ein leeres Gebäude wieder mit Leben zu füllen, einen alten Bahnhof in Gang zu bringen oder die Nachbarn zu einer Fahrgemeinschaft zu bewegen. Nach mehr als zwei Jahren ziehen die ersten von der Robert Bosch Stiftung geförderten „Neulandgewinner“ Bilanz. Ihre MentorInnen haben in dem schön gestalteten Buch ihre Erfahrungen ausgewertet, um auch andere zum Neuland gewinnen anzustiften. Hier geht’s zum Buch.
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Bambis Beet stirbt

Bambis Beet stirbt
Der Gemeinschaftsgarten vor dem Freiburger Stadttheater war eines der inspirierendsten Beispiele für das Zusammenspiel von urbaner Subsistenz und künstlerischer Produktion. Das gemeinsame Tätigsein im Schatten des monumentalen Theaterbaus mitten in der Innenstadt hat in den vergangenen vier Jahren viele Grenzen überwunden und Türen geöffnet. Mit dem Wechsel in der Intendanz muss der Garten nun weichen. Graham Smith, Initiator und Leiter von Bambis Beet, erläutert die Hintergründe.
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Postindustrielle Akteure

Postindustrielle Akteure
Menschen tun sich zusammen, um Bauanleitungen für mobile Solarkraftwerke zu entwickeln oder komplexe Landwirtschaftsmaschinen, die dann umsonst und für alle ins Netz gestellt werden. Und das sind nur zwei Beispiele von sehr vielen. Warum sie dies tun und was das über unsere Gesellschaft aussagt, bespricht Christa Müller im Interview mit dem Deutschlandfunk.
Foto: Falk Messerschmidt
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Alles andere als unpolitisch

Alles andere als unpolitisch
Eine international vernetzte, technophile Szene entwickelt nicht nur freie Software, sondern auch offene Hardware, die für alle zugänglich ist und ökologisch Sinn macht. Genossenschaften neuen Typs erproben postkapitalistische Wirtschaftsformen und entkommerzialisieren Wissen. Politik manifestiert sich hier im Handeln selbst… Hier geht`s zum kompletten Artikel von Christa Müller in der Frankfurter Rundschau.
Foto: Falk Messerschmidt
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Heterodoxe Wachstumskritik

Heterodoxe Wachstumskritik
Die PreisträgerInnen 2016 des u.a. von der anstiftung ausgeschriebenen Kapp-Forschungspreises für Ökologische Ökonomie haben bemerkenswerte akademische Arbeiten eingereicht. So macht der Leipziger Volkswirt Christian Arndt die marxistische Theorie für den zeitgenössischen wachstumskritischen Diskurs auf unerwartete Weise fruchtbar. Mehr zu den ausgezeichneten Arbeiten findet sich hier.
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Politik mit Gärten – Politik der Gärten

Politik mit Gärten – Politik der Gärten
Wenn Aldi ungefragt im Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor gegen die Vielfalt rappen lässt (PDF-Statement), wenn der Kohle- und Kernkraftwerkbetreiber Vattenfall einen Werbe-Gemeinschaftsgarten betreibt, wenn ein urbaner Garten für Google Werbung macht und Gala Modestrecken vor DIY-Beeten fotografiert - dann stellt sich die Frage nach der Politik von - und gegen Gärten. Die Nachbarschaftsakademie diskutierte das Thema in Berlin, das Urban-Gardening-Sommercamp Ende August in München. Die Debatte ist eröffnet.
Foto: Falk Messerschmidt
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Degrowth in Bewegung(en)

Degrowth in Bewegung(en)
Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen? Das multimediale Projekt „Degrowth in Bewegung(en)“ zeigt, welche Initiativen und Bewegungen an Alternativen arbeiten. VertreterInnen aus 34 Aktionsfeldern beschreiben, was sie ausmacht, was sie unterscheidet und wo Bündnisse möglich sind. Von der Care-Revolution bis zum Refugee-Movement, von Post-Development bis zur Anti-Kohle-Bewegung – in Texten, Videos, Bild und Ton diskutieren sie ihre Bezüge zur Degrowth-Idee.
> Hier geht’s zum Beitrag von Christa Müller über die Urban-Gardening-Bewegung sowie zu allen anderen Beiträgen.
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Der andere Blick

Der andere Blick
Im Kurzinterview rezensiert Christa Müller den besonderen Blick der Regisseurin Ella von der Haide und zeigt auf, welche gesellschaftliche Bedeutung dem gemeinschaftlichen Gärtnern zukommt: Urbane Gemeinschaftsgärten sind Laboratorien, in denen neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens gefunden und ein anderer Umgang mit menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen erprobt werden. Hier geht’s zum Film über die Filmpremiere.
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Eine andere Welt ist pflanzbar (Teil 5)

Eine andere Welt ist pflanzbar (Teil 5)

Mehr als 500 Gemeinschaftsgärten entstanden in den letzten Jahren in Deutschland. Tendenz steigend. Die Gartenprojekte sind so unterschiedlich wie ihre Gärtner*innen und die Städte, in denen sie sich befinden. Urbane Gärten sind weit mehr als ein hippes Großstadtphänomen, das zeigen nicht zuletzt die Gärten in Kleinstädten und Vororten. Der von der anstiftung produzierte Film von Ella von der Haide ist eine Reise zu sieben Gemeinschaftsgärten in Deutschland, die bislang nicht im Fokus der medialen Öffentlichkeit standen. Der Film ist nicht nur inhaltlich stark, sondern durch die Kamera von Sanne Kurz auch visuell ein „Must see“. Alle Gemeinschaftsgärten sind eingeladen, den Film kostenfrei im Gartenkino aufzuführen. Details gibt es auf der Filmseite
Foto: Heidrun Hubenthal

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Das Prinzip Commonismus

Das Prinzip Commonismus
"Mit Kommunismus im alten Sinn hat der neue Commonismus nichts zu tun, vom Geist des hippie-esken Kommunardentums ist er ebenso weit entfernt wie von dogmatischen Weltbildern. Zu einer 'Wir-Crowd' gehört jeder, der dies möchte; auf eine Ideologie muss sich niemand verpflichten; Individualität muss nicht ins Kollektiv eingepasst werden und Verschiedenheit ist ausdrücklich gewollt. Es geht nicht darum, zielstrebig und rücksichtslos die eigene Absicht umzusetzen, sondern sich in einen Fluss von Ereignissen zu begeben, der mal mehr oder weniger dynamisch ist. Man zielt auf immer wieder neu anzustoßende Prozesse sozialer Verbindung und findet sich zusammen im 'Prinzessinen-Garten' oder im 'Himmelbeet', in der 'Dingfabrik' oder dem 'Haus der Eigenarbeit' mitten in Hamburg, Berlin, Leipzig, Köln oder etwa München, wo die Soziologin Christa Müller die Stiftung 'anstiftung' leitet und seit Jahren über neue Formen der Arbeit und des Engagements jenseits des Marktes nachdenkt." Quelle (ab Min. -00:09)
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Die Welt als Nachbarschaft

Die Welt als Nachbarschaft

 

Der Prinzessinnengarten startet mit kuratorischer und finanzieller Unterstützung der anstiftung mit einer neuen Plattform aus Kunst, Politik, selbstorganisiertem Lernen und nachbarschaftlichem Engagement in den Sommer. KünstlerInnen, Forschende und Initiativen kommen an den Kreuzberger Moritzplatz, um nach lokalen Antworten auf drängende globale Fragen zu suchen. Es handelt sich um eine Akademie außerhalb der Akademie: selbstorganisiert, ohne Zugangsbeschränkungen und ohne Diplome. Initiativen und KünstlerInnen aus Kreuzberg, Brandenburg, Hamburg, Paris, New York, Asturien in Spanien und den USA beschäftigen sich mit dem Themenfeld "Stadt, Land, Boden". Programm, Hintergrund und Infos hier.

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