Studium der Soziologie an der Universität München und Freien Universität Berlin. Mitbegründer der sozialen Unternehmung RÜTLI-WEAR und der offenen Siebdruckwerkstatt SDW-NEUKÖLLN. Tom Hansing ist seit Mai 2010 wiss. Mitarbeiter der anstiftung im Bereich urbane Subsistenz, offene Werkstätten und Reparatur-Initiativen.

Open-Source-Hardware und Corona

fablab Dingfabrik Köln

Das Coronavirus Sars Cov-2 breitet sich schnell aus. Bestimmte medizinische Geräte und Hilfsmittel drohen knapp zu werden. Offene Werkstätten, die mit digitalen Fertigungsmaschinen arbeiten, können dabei helfen, dezentral und vor Ort Nachschub zu produzieren. Sogar die Europäische Kommission wandte sich mit einem Hilfegesuch gezielt an Fab Labs und Makerspaces. Was sich im Verbund Offener Werkstätten in der Corona-Krise tut, ist hier auf seiner Plattform zu lesen.

Auch an anderen Stellen entstehen neue Ideen, Strukturen und Anleitungen, um gemeinsam auf die Herausforderungen, die die momentane Pandemie mit sich bringt, zu reagieren:  

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DIY: Urheberrechte in Krisenzeiten

hacker 1569744 1280
Ein Maschinenbauingenieur baut Teile lebensrettender Technik für ein Krankenhaus in Brescia/Italien nach und fertigt diese dann lokal, weil die Herstellerfirma die dringend erforderlichen Ventile nicht liefern kann und die Konstruktionsdaten des Bauteils nicht freigibt. Ein Ereignis, das im Zuge der Corona-Krise Wellen schlug. Gibt es Ausnahmeregelungen für Rechte des geistigen Eigentums, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht, d.h. dürfen in einem solchen Fall proprietäre Designs kopiert und hergestellt werden? Wie kann Kollaboration konkret aussehen, wenn Unternehmen oder gemeinnützige Akteure Technik gemeinsam entwickeln, die dem Gemeinwohl dient, aber auch kommerzielle Verwertung nicht ausschließt? Fragen zu patentrechtlichen und urheberrechtlichen Aspekten der Erstellung von Open Hardware für Mangelprodukte in der Corona-Krise aus Open-Source-Hardware-Communities (z.B. Projekt Carola) haben wir dem Fachanwalt Dr. Till Jäger vorgelegt.

Hier seine Antworten.

Bild von Génesis Gabriella auf Pixabay
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Verkehrswende selbermachen

FFL2020 cropped

Zum Form Freie Lastenräder kamen auch 2020 wieder AktivistInnen aus 35 von derzeit über 90 Freien Lastenrad-Initiativen zum mittlerweile sechsten Mal zusammen. Das Vernetzungstreffen dient dem Austausch zu praxisrelevanten Themen. Gastgeberin Hilde-Lastenradverleih in Hildesheim bot Raum für eine breite Vielfalt von Themen: von Freien Lastenrädern in Kindertagesstätten, zu Open-Source-Buchungssoftware Commons-Booking, Schwarmlogistik à la Schokofahrt , bis zur Welturaufführung der ersten Creative-Commons-lizensierten Musik speziell für Freie Lastenräder. Die Dokumentation der Veranstaltung ist hier zu finden. Über 500 Lastenräder stellen die Initiativen kostenfrei zur Verfügung. Die Veranstaltung machte erneut deutlich, dass nicht-kommerzielles, commonsbasiertes Lastenrad-Sharing längst „erwachsen“ geworden und für Stadt und Land als Baustein zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte tragfähig ist. Künftig will das Forum die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit verstärken, insbesondre für die zentrale politische Forderung, dass Freie Lastenräder als Teil kommunaler Daseinsvorsoge für alle ermöglicht werden soll.

Beitrag Radio Tonkuhle zum FFL2020

Podcast "Von Rädern" - NRWISION

Youtube

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Dinge, Materialien, Bildung

vernetzungstreffen2019 2

Zum Vernetzungstreffen Offener Werkstätten 2019 im Sandershaus in Kassel kamen im November rund 100 Macher*innen. Ein Wochenende lang Vorträge und Präsentationen, Workshops und Diskussionsrunden, in denen unterschiedlichste Themen theoretisch und praktisch behandelt wurden: Soft- und Hardware-Entwicklungen von High- bis Low-Tech, Weiterbildung, Kooperationsideen und konkrete Projekte verschiedener Organisationen. Ein Höhepunkt war – neben der Auftaktveranstaltung mit Filmscreening und öffentlicher Podiumsdiskussion – die Abschlussveranstaltung  des experimentellen Förderprogramms „explore-Offene Werkstatt für ALLE!“, das der Verbund Offener Werkstätten e.V. in Kooperation mit der Drosos-Stiftung und der anstiftung verwirklichte. In kompakten, kurzweiligen Präsentationen schilderten die Projektemacher*innen ihre „lessons learned“. Anschließend wurden je ein Jury- und ein Publikumspreis für die überzeugendsten Präsentationen vergeben.

Erstmalig kamen während des Vernetzungstreffens auf Initiative von Bettina Weber, Vorständin im VOW e.V. wie auch im Dresdner Konglomerat e.V., verschiedene Materialvermittler-Organisationen aus Deutschland und der Schweiz zusammen, die sich mit der Nachnutzung von Restmaterialien befassen. In einem Visioning-Prozess versuchten sie Hintergrund, Motivationen und Ziele ihres jeweiligen Nachhaltigkeitsengagements in eine kommunizierbare Form zu bringen. Das Vernetzungstreffen 2020 wird im Eigenbaukombinat in Halle stattfinden.

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Von Dingbibliotheken und Leihläden

Zu Urbanen Gärten, Offenen Werkstätten und Reparatur-Initiativen gesellen sich in den letzten Jahren weitere Orte alternativer, nicht-kommerzieller Kultur des Teilens: die Leihläden. Anlässlich der Global Sharing Week werden diese von der Verfasserin näher vorgestellt.

Knjiznica Reci Ljubljana leihladen bochum

Foto: Autorin (links:KnjiznicaReci,Ljubljana rechts:Leihladen,Bochum)

Auf die beiden Pioniere Leila Berlin und The Sharing Depot in Toronto (beide *2012) gehen zahlreiche Ableger in inzwischen mindestens 14 europäischen Ländern und Israel zurück. Während der Berliner Laden aus einem Umsonstladen hervorging, orientiert sich das kanadische Modell an den bis dahin im US-amerikanischen Raum vereinzelt verbreiteten Tool Libraries. In ca. 170 Städten, davon ein Dutzend in Deutschland, können Menschen wie bislang in Bibliotheken oder beim Carsharing kollaborativ nutzen. Bereitgestellt wird dieses Angebot dabei meist unkommerziell von ehrenamtlich Tätigen, die überwiegend den Verein als Rechtsform für sich gewählt haben; genutzt von je bis zu 700 Mitgliedern. Wer nicht ständig eine Bohrmaschine braucht, kann diese so - außer im Bekanntenkreis - kostengünstig ausleihen, da das Sortiment der Dingbibliotheken, wie Leihläden (auf der Karte blau gekennzeichnet) auch genannt werden, einen umfangreichen Fundus vergleichsweise selten benutzter Alltagsgegenstände umfasst: Von Küchengeräten wie dem Waffeleisen über Zelt und Isomatte bis hin zum Werkzeug stellen sie oft mehrere hundert Dinge häufig aus zweiter Hand ihren NutzerInnen zum Verleih zur Verfügung. Weit verbreitet ist auch die Spezialisierung auf Werkzeug (gelb) oder Sportartikel in Form der schwedischen „Fritidsbanken“ (grün).

2019 05 Leihläden und Co ohne Stadtbibliotheken in Europa Jaik klein

Karte mit freundlicher Unterstützung von stepmap

Neben skandinavischen öffentlichen Bibliotheken, in denen der Werkzeugverleih nichts Ungewöhnliches mehr ist, öffnen sich auch immer mehr deutsche Stadtbüchereien für das Angebot solcher „Güter“.[1] Außer Berlin und Hamburg warten v.a. kleinere Städte damit auf. Wie in herkömmlichen Bibliotheken wird durch die Anerkennung der Nutzungsbedingungen und gegen Spende in selbstgewählter oder vorgegebener Höhe von ca. 1-5 Euro/Pfund pro Ding oder eine gestaffelte Jahresmitgliedschaft zwischen durchschnittlich 20 und 40 Euro die Ausleihe möglich.

Sie bringt für die Nutzenden, die sich den Kauf oder eine Anmietung im Baumarkt evtl. nicht leisten können, mehr als nur finanzielle Vorteile. Weiterhin werden durch die Nutzungsdauerverlängerung der Gegenstände Umwelt, Ressourcen und damit letztlich das Klima geschont, weil Neuproduktionen und damit Abfallberge reduziert werden können, wenngleich ein Restrisiko für Reboundeffekte bestehen bleibt. Zu Hause wird weniger Stauraum benötigt und die Wartungsverantwortung für solche Staubfänger entfällt. Einige Leihläden entwickelten sich zudem auch zu sozialen Treffpunkten ohne Konsumzwang und fördern so nachbarschaftliche Begegnungen, wenn nicht, wie im Falle Bolognas, zwei Leila-„Filialen“ bereits in Bars integriert sind. Außer dieser gastronomischen Anbindung finden sich zahlreiche weitere räumliche Kooperationen mit Nachbarschafts- und Mehrgenerationenhäusern, Co-Working-Spaces und Stadtteilzentren, Werkstätten, Radverleihstationen, herkömmlichen Bibliotheken usw. Das Leihladenangebot reicht mit Umsonstbereichen, Ausstellungen, Vorträgen, Filmvorführungen, Upcyclingworkshops, Lebensmittelfairteilern und Tauschbörsen über den reinen Leihvorgang hinaus. Letztendlich fallen ihre Ausgestaltungen so vielfältig aus, wie es die Vorstellungen der Betreibenden und die jeweiligen Bedingungen vor Ort ermöglichen; dabei sind noch nicht alle Möglichkeiten erschöpft.

Spullenier Utrecht leila leipzig

Foto: Autorin (links:Spullenier,Utrechtrechts:Leila,Leipzig)

Leihläden stiften auch zum Selbermachen an - nicht nur materiell, sondern auch auf der sozialen Ebene. Redistribuieren, Reparieren und Konstruieren statt Konsumieren lauten die Losungen. Ein Gemeinschaftsgarten, der bereits in Ansätzen als Leihladen fungiert, ist die Gartenwerkstadt Ehrenfeld in Köln. Wenige der Dingbibliotheken haben wiederum angrenzende Werkstätten, in denen die Maschinen benutzt werden können und Wissen geteilt wird: Zukunftsweisende Zusammenschlüsse, von denen es ruhig mehr geben dürfte. Warum nicht auch in deinem Viertel?

Weiterführende Links


Selbermachen?!


Links zu englischsprachigen Leitfäden

https://www.leila.wien/wp-content/uploads/2019/02/LoT-Starter-Kit.pdf

https://sharestarter.org/tools/

Link zu Open-Source-Software:

https://github.com/achimbo/leila

https://cosum.de/ (in Erprobung)

Weiterlesen:

· Jaik, A. (2018): Nutzen statt Besitzen lokal gestalten, in: Franz, H.-W./Kaletka, C. (Hg). Soziale Innovationen lokal gestalten. Band 1 der Reihe Sozialwissenschaften und Berufspraxis, hrsg. vom BDS; Wiesbaden: Springer VS, S. 119-134.

· Jaik, A. (2018): Teile(n) in Leihläden. Eine kleine Genealogie der Bibliothek der Dinge, in: soziologie heute (58), S. 31-34.


Über die Autorin:

Foto Jaik klein
Studium der Europa-, Migrations- und Soziokulturellen Studien in Eichstätt, Malmö und Frankfurt (Oder). Erforscht seit 2013 Leihläden in Europa im Kontext von Nachhaltigkeit und sozialen Innovationen, schrieb ihre Ergebnisse in zwei Abschlussarbeiten (Masterarbeit und Dissertation) sowie Artikeln nieder. Ein deutschsprachiger Leitfaden ist geplant.


2018 hat Alexandra Jaik einen Leihladen in Bochum eröffnet und dazu den Botopia e.V. als Vorstand gegründet (www.leihladen-bochum.de und www.botopia.org), aus dem u.a. ein Nähcafé, die Radwerkstatt velotopia hervorgegangen sind und wo inzwischen auch 3D gedruckt werden kann. Ihr Wissen teilt sie in Vorträgen, Workshops und Beratungen.

Kontakt: alexandra.jaik@tu-dortmund.de

[1] Für weitere Länder wurde dies nicht betrachtet.

 

 

 

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Augsburg: Forum Freie Lastenräder 2019

FFL 2019 gruppenfoto

Das „Forum Freie Lastenräder“ ist das jährliche Treffen der Initiativen für Freie Lastenräder in Deutschland und stand dieses Jahr unter dem Motto: „Ab in die Quartiere. Ab nach Europa!“. Im Augsburger Grandhotel Cosmopolis tauschten sich gut 50 Akteure der mittlerweile ca. 80 nicht-kommerziellen Initiativen in Deutschland über gemeinsame Ziele und lokale Rahmenbedingungen aus, unterstützten sich bei konkreten Herausforderungen und besprachen Entwicklungs- und Kooperationsmöglichkeiten, auch im internationalen Kontext. Verkehrswende? Selbermachen!

Weitere Informationen und Protokoll der Veranstaltung.

Handbuch zum Start eines freien Lastenrades
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Performative Soziologie

systemfrage 01

Im Rahmen des Vernetzungstreffens Offener Werkstätten 2018 (Lübbenau/Spreewald) sprach Robert Jende über die real-utopischen Möglichkeiten einer besseren Welt. Wie können wir gemeinsam Gesellschaft gestalten?

Zwischen 2006 und 2012 studierte Jende Soziologie und Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seitdem beschäftigt er sich mit der Entwicklung einer theoriegeleiteten, aber praxis- und gestaltungsorientierten Variante öffentlicher Soziologie – der performativen Soziologie. Derzeit arbeitet Jende im Projekt „RePair Democracy. Soziale Innovationen als Experimentierfeld demokratischer Mikropraktiken“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München.

Mehr Informationen: Forschungsprojekt, Robert Jende , Manifest für radikale Veränderung
Demokratieblog: https://fordemocracy.hypotheses.org/
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Internationaler #RepairDay 2018

foto johannes arlt Kopie

Täglich wird in Reparatur-Initiativen repariert. Mit über 150 Veranstaltungen in 21 Ländern ist die Bilanz des zweiten internationalen Reparaturtages vom 20.10.2018 aber ein besonders starkes Zeichen für die weltweite Forderung nach einem #RechtaufReparatur für alle. Reparaturaktivist*innen auf der ganzen Welt setzen sich für reparaturfreundliches Produktdesign, Zugang zu erschwinglichen Ersatzteilen und reparaturrelevanten Informationen und gegen „geplante Obsoleszenz“, d.h. unnötig vorzeitigen Verschleiß ein. Die Süddeutsche Zeitung interviewte Tom Hansing, Mit-Koordinator des Netzwerk Reparatur-Initiativen.
Der dritte internationale Reparaturtag wird am 19. Oktober 2019 stattfinden und bis dahin - wie auch die vergangenen Jahre - das ganze Jahr über gemeinsam repariert. Wer selber aktiv werden möchte findet hier alle wichtigen Informationen.
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Ausschreibung: explore-Offene Werkstatt für alle!

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Das Förderprogramm möchte Offene Werkstätten mit bis zu 12.000 Euro dabei unterstützen, jungen Menschen den Weg in die Welt des Selbermachens zu ebnen. Das Projekt des Verbund Offener Werkstätten e.V. wird gefördert durch die Drosos Stiftung in Kooperation mit der anstiftung. Gesucht werden kreative, ungewöhnliche und mutige Ideen, die das Potenzial einer Offenen Werkstatt für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 30 Jahren erschließen. Ideen können bis zum 21.10.2018 eigereicht werden. Die ausgewählten Projekte werden im Rahmen des diesjährigen Vernetzungstreffens Offener Werkstätten bekannt gegeben.

Sämtliche Informationen hier: https://www.offene-werkstaetten.org/seite/explore
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Forum Freie Lastenräder 2018

FFL2018 gruppenfoto

In Leipzig trafen sich Ende Mai mehr als fünfzig Aktive des Forum Freie Lastenräder (FFL) aus Augsburg, Bochum, Braunschweig, Dresden, Essen, Flensburg, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Kassel, Köln, Marburg, Münster und Nürnberg. Auch Vertreter*innen von Lastenradprojekten und Initiativen aus Österreich und der Schweiz waren angereist.

Die Bewegung der Freien Lastenräder startete in 2013 mit dem Kölner Modell „KASIMIR-Dein Lastenrad“. Heute gibt es ca. 80 lokale Lastenrad Initiativen mit über 130 kostenfrei ausleihbaren Lastenrädern und Anhängern. Das Forum Freie Lastenräder bietet jährlich einen Rahmen zum intensiven Austausch der Initiativen, die mit ihren Angeboten eine zeitgemäße Mobilität fördern wollen, um die Verkehrswende für saubere Luft und weniger Lärm in l(i)ebenswerten Städten voranzutreiben. Es wurde über neueste Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen und die Weiterentwicklung relevanter Forschungsfragen diskutiert, aktuelle Entwicklungen in der Lastenrad-Sharing-Szene vorgestellt und über Neugründungen von Initiativen berichtet. Thema war auch die Weiterentwicklung von www.velogistics.net zu einer gemeinsamen Verleihplattform als digitale Allmende, die in einem ersten Schritt alle verfügbaren Räder mit Detailinformationen und Buchungslink aufführen soll.

Dokumentation FFL 2018 > hier
 
Das FFL bedankt sich für die großartige Organisation bei: ADFC Bundesverband www.adfc.de, ADFC Leipzig www.adfc-leipzig.de, anstiftung München www.anstiftung.de, Radgeber Leipzig www.radgeber-leipzig, ADFC-Dachgebern (Übernachtungsverzeichnis von Radlern für Radler) www.adfc.de/adfc-reisenplus/uebernachten/adfc-dachgeber/adfc-dachgeber, Depot Leipzig www.depot-leipzig.de, Lipzi Tours www.lipzitours.de und den vielen ehrenamtlichen Helfer*innen, die die Veranstaltung ermöglicht haben.
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Film über Offene Werkstätten

freiraum film

Offene Werkstätten, auch bekannt als Maker- und Hackerspaces, Fab Labs (Fabrikationslabore) oder Selbsthilfewerkstätten, vereinen vieles unter einem Dach: Infrastrukturen für Fabrikation, Wissen und Austausch, soziale Wärme und Freiraum für mehr. Sie sind selbstorganisierte Orte für Eigenarbeit, Handwerk, Kunst und Prototyping, die den Nährboden bereiten für neue Formen der Zusammenarbeit. Was genau machen die Leute da? In unserem neuen Film geben wir Antworten.
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Global Gathering on Community Repair

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Die anstiftung vertritt das Netzwerk Reparatur-Initiativen auch im internationalen Kontext. So zuletzt im Rahmen des ersten „Global Gathering on Community Repair“, das vom 6. bis 8. Oktober in London stattfand. Ausgerichtet hatte diese Zusammenkunft das therestartproject aus London, eine Organisation, die Partys zum Reparieren von elektrischen und elektronischen Geräten organisiert und – vergleichbar mit dem Netzwerk Reparatur-Initiativen – kostenfreie Materialien und Informationen zur Verfügung stellt, um interessierten Gruppen die eigenständige Etablierung lokaler Veranstaltungsreihen zu vereinfachen. Das Fixfest zog Reparatur-Aktivisten aus vier Kontinenten an, die sich mit Fragen zur weiteren Verbreitung der Community-Repair-Idee befassten, wie Kooperationen mit lokalem Handwerk aufgebaut und gestaltet werden kann, wie institutionelle Förderung erreicht und politisch wirksame Zusammenarbeit mit Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden, Wissenschaft und Forschung, Industrie und Handel aufgebaut werden kann, welche Rolle digitale Fertigungstechnologien wie 3D-Druck spielen oder spielen können z.B. im Bereich der Ersatzteilbeschaffung und auch welche Rolle gemeinsames Reparieren im Bildungskontext spielt. Eine Netzwerkveranstaltung mit besonderem Flair, denn die Freude, die das gemeinsame Reparieren bereitet, wurde auch in jeder Sekunde dieser Veranstaltung spürbar. Hier das Programm mit zusätzlichen Informationen.

fixfest 02

Weltweit entstehen immer mehr Initiativen und Organisationen, die im gemeinschaftlichen Reparieren von Alltagsgegenständen einen Teil der Lösung für drängende Zukunftsfragen sehen und für ein Recht auf Reparatur für alle eintreten oder eintreten wollen. Nicht verwunderlich, dass auch Kyle Wiens, Gründer des „Wikipedia für Reparaturanleitungen“ ifixit und Reparaturaktivist die Veranstaltung begleitete und Einblicke in seine Lobbyarbeit, z.B. im Rahmen der Initiative repair.org (USA) oder Brüsseler Gremien (EU) teilte. Ein gutes Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, wenn Menschen aus aller Welt sich gegenseitig zu ihrem Engagement austauschen und dabei feststellen, dass sie die gleichen Werte vertreten.

Open everything

Die besondere Stärke – so sind sich die meisten Aktivisten und Organisationen einig – liegt in der Netzwerkarbeit über nationale Grenzen hinweg, im Austausch und Teilen von Informationen und Konzepten, auch im gemeinsamen Erarbeiten von Standards. Damit werde die globale Reparierbewegung und ihre Ziele mehr Aufmerksamkeit und community repair als zivilgesellschaftliche Kraft weiter an Bedeutung gewinnen. Das Netzwerk Reparatur-Initiativen wird als Impulsgeber für die unterschiedlichen Baustellen, mit denen sich Gruppierungen auf der ganzen Welt auseinandersetzen, wahrgenommen. Die Materialien und Konzepte, sowie Verbünde, in denen das Netzwerk auch politisch aktiv ist, werden als konstruktiv und inspirierend wahrgenommen. Engagierte wollen einige der Materialien des Netzwerks nun in andere Sprachen übersetzen und z.B. Vertragsformulare an die jeweils nationale Gesetzgebung anpassen, Versicherungslösungen erarbeiten und neue Allianzen schmieden.

Dritter Samstag im Oktober: Internationaler „Repair Day“

Um zu unterstreichen, dass die verschiedenen Initiativen, Gruppen und Organisationen einen echten Wandel zu mehr gelebter Reparaturkultur praktizieren und ein Recht auf Reparatur für alle fordern, wurde beschlossen, den jeweils dritten Samstag im Oktober eines Jahres als internationalen Tag der Reparatur zu feiern. 2017 ist dies der 21.Oktober und 2018 wird der internationale Repair-Day am 20.10. stattfinden.

Open Repair Alliance

VertreterInnen einiger größerer Netzwerke trafen sich im Vorfeld des Fixfest, um über die Zusammenarbeit hinsichtlich der Sammlung valider Daten zur Reparierbarkeit von Produkten zu beraten. Es gibt derlei Daten bislang nicht, aber nationale Pilotprojekte, wie den Fixometer von therestartproject oder den Reparatur-Monitor der Stichting Repaircafé. Auch die anstiftung ist in Kooperation mit dem Runden Tisch Reparatur dabei, ein Erhebungswerkzeug für die auf der Plattform www.reparatur-initiativen.de verzeichneten Projekte zu entwickeln, um die Datenschätze, die bisher in analoger Form (Laufzettel) in jeder Initiative anfallen, künftig digital erfassen zu können. Ziel der anstiftung ist, die lokale Arbeit der Initiativen zu erleichtern und nicht unerwünschte Mehrarbeit zu produzieren. Mehrwert für die lokalen Projekte steht an erster Stelle.

Da jede Organisation ihre eigenen Prioritäten setzt, sollen die wichtigen Kerninformationen allen anderen als Open Data zur Verfügung gestellt werden, ohne dass alle zwingend die gleichen Statistikwerkzeuge dafür benutzen müssen. Als krönender Abschluss der Veranstaltung wurde die Open Repair Alliance offiziell verkündet und damit der Grundstein für eine neue Art der Zusammenarbeit gelegt.
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Werkstatt gemeinsam machen

Makerspace, Selbsthilfe- und Mitmach-Werkstatt, FabLab oder Hackerspace. Wie Offene Werkstätten gemacht werden, wissen die Macherinnen und Macher Offener Werkstätten am besten.


Um Antworten auf wiederkehrende Fragen im Aufbau und Betrieb Offener Werkstattprojekte direkt aus der Praxis für die Praxis miteinander auszutauschen, finden von Juni bis August 2017 insgesamt zwölf Vernetzungs-und Austauschworkshops in verschiedenen Offenen Werkstätten statt.
>> mehr Infos
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Wem gehört die Stadt? Wem gehört das Internet?

re publica 2017

Die Kämpfe um offenen, demokratischen Zugang zu urbanen wie auch digitalen Gemeingütern werden überall auf der Welt geführt. In ihrem Vortrag „Digital Commons – Urban Struggles and the Right to the City?” auf der diesjährigen Re:Publica sprechen Andreas Unteidig vom Design Research Lab der UdK Berlin und Marco Clausen, Mitbegründer des Berliner Prinzessinnengartens sowie der Nachbarschaftsakademie über Interdependenzen von Digital Commons, Urban Struggles und dem Recht auf Stadt: mazizone.eu
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Offene Produktion im Landkombinat Gatschow

Die Open-Source-Saftpresse des Hofprojekts in Gatschow (MeckPom) ist eins der inspirierenden Beispiele für die transformative Kraft der neuen SelbermacherInnen in unserem Buch „Die Welt reparieren – Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis“. Über zwei Jahre hat der Aufbau der Offenen Werkstätten gedauert, die Ende April mit Workshops, Infoständen, Musik und regionalen Köstlichkeiten eröffnet wurden. Hier geht`s zum Video über das Landkombinat:

Glasblasen gatschow

Zudem haben wir den freudigen Anlass genutzt, um Stefan Raabe, einen der treibenden Köpfe hinter dem Communityprojekt, ein paar Fragen zu stellen.
>> zum Interview

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