Zukunft für alle

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Wie wollen wir 2048 leben? Wie werden wir wohnen, arbeiten, essen, uns fortbewegen? Wer sorgt für uns und wie stehen wir in Beziehung zueinander? Wie können wir eine Zukunft gestalten, die gerecht und ökologisch ist?

Der Kongress „Zukunft für alle – gerecht, ökologisch, machbar“ lädt vom 25.-30.08.2020 zur Diskussion der großen Fragestellungen ein und organisiert dafür einen vielfältigen niedrigschwelligen Austausch mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungsformaten. Bereits im Vorfeld wurde eine Organisationsstruktur geschaffen, die basisdemokratisch die Inhalte vorbereitet. Und pandemiebedingt findet die Veranstaltung nun nicht wie geplant in der Universität Leipzig statt, sondern es wurde eigens ein digitales Konferenzgelände erschaffen.

Spannend zu sehen, wie Form und Inhalt des Kongresses miteinander in Verbindung treten werden.

Insgesamt werden über 250 Sprecher*innen und Referent*innen das sechstägige Programm mitgestalten, das nun online gegangen ist.

Ab sofort ist es möglich, sich für den Kongress anzumelden. Alle Informationen rund um die Anmeldung sind hier zu finden.

Im Vorfeld zum Kongress gibt es mehrere Termine, um sich mit der digitalen Veranstaltungsplattform vertraut zu machen – ein Angebot sowohl für die WorkshopleiterInnen wie auch die TeilnehmerInnen. Alle weiteren Informationen dazu hier.

Die anstiftung fördert den Zukunftskongress.

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Online-Ausstellung: zusammen schrauben

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Reparieren im Alltag, Gemeinsam Schrauben, Repair is care, Lieblingsgegenstände und das richtige Werkzeug: In diese fünf Themenbereiche gliedert sich die Online-Ausstellung "zusammen schrauben - a culture of repair and making".

Was bewegt Menschen zum Reparieren und Selbermachen und was erleben sie dabei? In persönlichen Geschichten, mit Bildern und Zeichnungen und anhand von Erfahrungsberichten werden in jedem Themenbereich der Ausstellung die vielfältigen Motivationen und Praxen aufgezeigt.

>> Hier geht’s zur Ausstellung <<

Die Ausstellung ist eines der Ergebnisse des transdisziplinären Projekts Repara/kul/tur. Bei diesem arbeitet die Technische Universität Berlin (Zentrum Technik und Gesellschaft sowie Fachgebiet Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung) mit dem Verbund Offener Werkstätten e.V. (VOW), dem BUND Berlin und dem Institut für Sozialinnovation e.V. (ISInova) zusammen. Die anstiftung berät und begleitet das Projekt und die Ausstellung.

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Die Kunst der Reparatur

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Der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer stellte bereits in den 1970er Jahren die Konsumgesellschaft aus ökologisch-psychologischer Sicht infrage. Mit seinem 2020 erschienenen Buch „Die Kunst der Reparatur“ knüpft er an diese frühe Sichtweise an – und schreibt ein Plädoyer für das Reparieren. Dabei konstatiert er, dass das gängige Modell von Ex-und-hopp nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Innenwelt lädiere.

Schmidbauers Essay umfasst 16 Kapitel, in denen er die vielfältigen Anregungen zur Entwicklung einer Reparaturgesellschaft um psychologische Aspekte ergänzt. Insbesondere die fast meditativen Detailbeschreibungen der jahrzehntelang andauernden und nie endenden Reparaturarbeiten in seinem norditalienischen Ferienhaus verweisen auf die Analogie von der Reparatur von Dingen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Sein Schreibstil wechselt zwischen persönlichen Erzählungen und gesellschaftlichen Beobachtungen. Hier einzutauchen macht Freude.

Anhand von vielen Beispielen gelingt es dem Bestsellerautor seine LeserInnen direkt anzusprechen. Jede/r kann sich in seinen Geschichten wiederfinden. Diese bieten Identifikation und reflektieren unser Handeln, bringen es mit unseren emotionalen Beziehungen in Verbindung. So schreibt er in der Einleitung: „Der geistige Nutzen der Reparatur liegt darin, dass sie es uns ermöglicht, die Geschichte einer Störung zu lesen und daraus Schlüsse zu ziehen, wie wir sie beheben oder ihr vorbeugen können.“ (S. 11)

Und dies bezieht sich ganz sicher nicht nur auf die Reparatur von Gegenständen, sondern auch und vor allem auf das reparaturbedürftige Verhältnis von uns Menschen zur Natur.

Wolfgang Schmidbauer (2020): Die Kunst der Reparatur. Ein Essay, München: oekom Verlag

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She*Fix: Reparieren in Bewegung

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Die Suche nach Reparatur- und Technikanleitungen im Internet liefert zumeist solche Ergebnisse, in denen männliche Personen erklären, wie’s geht. Aber – stimmt dieses Bild eigentlich? Und wenn ja, soll das immer so bleiben?

Mit dem Ziel, dem entschieden etwas entgegenzusetzen, haben sich 2018 Mitwirkende von KanTe, dem Kollektiv für angepasste Technik, und TINT, einem feministischen Filmkollektiv, zusammengetan und das Projekt „She*Fix“ gestartet. Vor allem geht es darum, Videos  von F*L*I*N*T*-Personen beizusteuern, die auf dem She*Fix-YouTube-Kanal veröffentlicht werden. *F*L*I*N*T* steht für Frauen*Lesben*Intersexuelle*Nicht-Binäre Geschlechtsidentitäten*Trans-Personen.

Erster She*Fix-Techaton

Im August 2019 kamen 30-40 Teilnehmerinnen* zum ersten She*Fix-Techaton auf einer ehemaligen Mühle in Brandenburg zusammen, um an vier Tagen gemeinsam an neuen Anleitungen zu arbeiten und Wissen zu teilen. Die Metall- und Holzwerkstatt und ein Elektrobastelraum der Mühle boten eine perfekte Kulisse für die Videodrehs, aber auch der Gemüsegarten wurde für Aufnahmen genutzt. Die Themen für die Anleitungen ergaben sich schnell, so dass schon am ersten Abend in kleinen Gruppen Drehpläne geschrieben wurden.

Die Tage vergingen wie im Fluge und waren geprägt von konzentriertem Arbeiten und offenem Austausch. Hier wurde ein Video über die Grundfunktionalitäten einer Bohrmaschine gedreht, dort gemeinsam Mittagessen gekocht. Hier eine Anleitung erstellt über das Abdichten eines Wasserhahns, dort ein Bad in der „Plane“ genommen. Hier schon im Zelt auf der Wiese geschlafen, dort noch bis spät in die Nacht das gedrehte Material geschnitten.

Zum Abschluss des Techaton gab es eine kleine Werkschau. Die Videos werden in den nächsten Wochen auf dem She*Fix-YouTube-Kanal hochgeladen. Am 29. November 2019 fand in Berlin eine Release-Screening-Party statt.

Wie geht’s weiter?

Wer also was technisch Hilfreiches kann und sich als Frau*Lesbe*Intersexuell*Nicht-Binär*Trans-Person definiert, ist aufgerufen, vorhandenes Know-how zu teilen. Auf dem feministischen Channel gibt’s auch eine Anleitung, wie man ein brauchbares Tutorial erstellt.

Im nächsten Jahr soll wieder ein Techaton stattfinden – alle F*L*I*N*T*s werden willkommen sein.

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Fotos: Linn Quante

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Technik, Textilien, Treibhausgase - Fixfest 2019

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#repairforfuture - unter diesem Motto startete das Fixfest 2019 bereits am Freitagmittag, als sich eine Gruppe TeilnehmerInnen dem weltweiten Klimastreik anschloss und mit tausenden Streikenden auf den Straßen von Berlin für Klimaschutz demonstrierte. Dass das Reparieren einen wichtigen Beitrag zu länger lebenden Produkten, aber auch zur Wiederaneignung von Konsumgütern sowie zu sozialem wie emotionalem "Heilemachen" leistet, zog sich durch das gesamte Programm des Wochenendes.

Vielfältige Perspektiven und produktive Kontraste prägten das Reparaturfestival: 250 Teilnehmende von allen fünf Kontinenten tauschten sich aus zur Zukunft der Reparatur, planten die Fortführung der right-to-repair-Kampagne, philosophierten über die geistesgeschichtlichen Entwicklungen des Reparierens und diskutierten möglichen Synerigen und Kooperationen (Reparaturbewegung + Hackerszene/Re-Use/Wertstoffhöfe). Workshops behandelten u.a. Reparaturen mit dem 3D-Drucker, von Sneakers und Turnschuhen, thematisierten kritische Rohstoffe in Smartphones. Stricktextilien konnten vor Ort repariert und Nähmaschinen in Stand gesetzt werden.
Hier trafen lokal agierende OrganisatorInnen und ReparaturhelferInnen aus Reparatur-Initiativen auf KampagnenmacherInnen und LobbyistInnen, die sich in Brüssel für das Recht auf Reparatur stark machen.

Videoaufzeichnungen der Beiträge, Präsentationen aus den Workshops etc. stehen in den nächsten Tagen auf der Seite vom Netzwerk Reparatur-Initiativen zur Verfügung Weitere Bilder sind hier zu finden.

Foto: Mark Phillips CC BY-NC-SA
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Zukunftsschutzgebiet Stadtraum

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Dresden war vom 17.-23.6.2019 Aktionsraum für die Stadt von morgen. Die Vision: die koproduzierte Stadt. Was das ist und wie das gehen kann, wird gemeinsam vor Ort, im öffentlichen Raum, in der Dresdner Innenstadt eine Woche lang diskutiert und erarbeitet.

Die Themenschwerpunkte der Raumkonferenz sind:

-          Lebensqualität & Gemeinwohl

-          Engagement & Mitgestaltung

-          Boden & Eigentum

-          Planen & Bauen

TeilnehmerInnen können sich ihr Konferenzprogramm selber zusammenstellen und in verschiedenen Veranstaltungsformaten wie Vorträgen, Seminaren, Ausstellungen, Workshops und Spaziergängen entsteht im Laufe der Woche ein Bild für die Zukunft unserer Städte.

Auf in die Stadt von morgen!

Zur Raumkonferenz-Website

Zum Gesamtprogramm

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Fixfest_Reparatur-Festival 2019

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Vom 20.-22. September 2019 findet in Berlin das internationale Fixfest statt, veranstaltet vom Runden Tisch Reparatur, in dem sich auch das Netzwerk Reparatur-Initiativen engagiert.

Das Fixfest ist eine Veranstaltung, wo Reparierende auf Produktdesigner und Hersteller treffen, wo ForscherInnen, Maker und PraktikerInnen ihr Wissen und ihre Ideen mit Politik und EntscheiderInnen teilen, wo Unternehmen neue Technologien präsentieren – und wo man kaputte Sachen gemeinschaftlich reparieren kann.

Was es dabei zu erleben, zu hören und zu sehen geben wird, hängt auch von Euch ab: Macht mit und gestaltet dieses Event rund ums Reparieren!

Weitere Infos rund um die Veranstaltung sowie den aktuellen Call for Participation findet ihr unter diesem Link.
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AgentInnen des Wandels

AgentInnen des Wandels
Das Buch „Geschichten einer Region“ begleitet 20 AgentInnen des Wandels quer durch das Ruhgebiet. In umfassenden Portraits werden Menschen, deren Motivationen und die Projekte, in denen sie aktiv sind, in Text und Bild vorgestellt. Gemein haben die Projekte, dass sie „von unten“ aus der Zivilgesellschaft heraus, entstanden sind. In den Kapiteln „Energie- & Ressourceneffizienz“, „Erneuerbare Energien“, „Mobilität & Verkehr“, „Städtebau & Stadtplanung“ sowie „Bildung & Information“ spazieren die LeserInnen durch das Ruhrgebiet und lernen u.a. das Repair Café in Mülheim an der Ruhr, die freien Lastenräder in Dortmund und den Interkulturellen Frauengarten Rose in Oberhausen kennen.

Ein nachhaltiger Blick auf das Ruhrgebiet, eine Quelle der Inspiration für alle RaumwandlerInnen!

Claus Leggewie, Christa Reicher, Lea Schmitt (Hg.): Geschichten einer Region. AgentInnen des Wandels für ein nachhaltiges Ruhrgebiet. Oktober 2016, Verlag Kettler, ISBN 978-3-86206-607-0
>> zur Verlagsseite
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Open Source Software für Foodcoops

Open Source Software für Foodcoops
Der Entwickler unserer Onlineplattform vom Netzwerk Reparatur-Initiativen hat eine Verwaltungs-Software für Foodcoops programmiert.

Die Version 1.0.0 vom FoodCoopShop ist nun online und für alle kostenlos und frei verfügbar!

Alle Infos zum Projekt und zu den Features der Software findet ihr hier.

Auf das sich der Foodcoop-Gedanke noch mehr verbreite!
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Reparieren im Theater

Reparieren im Theater
Mit Beginn der neuen Spielzeit öffnet auch das Welcome Café der Kammerspiele in München wieder die Türen. Ein Café für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.

Neben einer Tasse Tee oder einer Runde Uno kann nun auch gemeinsam repariert werden. Die Initiative dafür kam von den MitarbeiterInnen der technischen Abteilungen der Kammerspiele und wurde gleich umgesetzt. Falls also der Wasserkocher zuhause spinnt, das Holzauto ein Rad verloren hat oder zuhause das richtige Werkzeug fehlt, vorbeikommen und gemeinsam werkeln!

Alle Termine und weitere Infos hier.

Foto: Gabriela Neeb
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HEi, Eigenarbeit!

HEi, Eigenarbeit!
Veronika Stegmann vom Haus der Eigenarbeit in München stellte im Rahmen des Expert Slams der Münchner Hochschultage das HEi vor: acht kurzweilige Minuten über Eigenarbeit, Selbstwirksamkeit, Reparaturwissen und die Lust am Selbermachen.




Foto: Cornelia Suhan
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WegwerfWIRTSCHAFT vs. WegwerfGESELLSCHAFT?

WegwerfWIRTSCHAFT vs. WegwerfGESELLSCHAFT?
„Geplante Obsoleszenz“ ist nicht nachweisbar. Diesen Schluss legt nun eine vom Umweltbundesamt beauftragte Studie nahe. Weiter schreiben die AutorInnen: Konzerne planen jedoch tatsächlich die Lebensdauer von Produkten. Als Grundlage dafür werden u.a. die „Vorlieben von Verbrauchern“ genannt. Eine der Hauptursachen für die "Anpassung" der Lebensdauer von Geräten ist also die Wegwerfmentalität des Konsumenten. Geplante Obsoleszenz quasi folgerichtiges Kalkül der Produzenten?

Hier geht es zum Artikel von Spiegel Online und zur Pressemeldung vom Umweltbundesamt.


Photo credit: LibreShot.com © Martin Vorel
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