Aktuelle Blogeinträge in der Kategorie Urbane Gärten

Neue Bauernregeln und alte Fronten

Neue Bauernregeln und alte Fronten
Das Bundesumweltministerium startete neulich eine Kampagne mit neuen Bauernregeln - u.a. "Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt." oder „Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm.“

Ministerin Barbara Hendricks betont dabei (Rede als Text), wie wichtig die breite Diskussion über eine soziale und ökologische Landwirtschaft ist: 
 

Es ist erschreckend, wie Hendricks seitdem angegangen wurde. Die Verfechter der chemisch-synthetischen Landwirtschaft sehen rot. Ganz vorne dran der Bauernverband ("Schließt der Bauer Hof und Stall, brachten Umweltauflagen ihn zu Fall.") und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt: "Eine steuerfinanzierte Kampagne, die die Diffamierung eines gesamten Berufsstandes mindestens in Kauf nimmt, gehört meiner Ansicht nach nicht in den Instrumentenkasten guter Regierungskommunikation. Ich fordere Sie auf, die Kampagne sofort zu beenden und sich für den entstandenen Schaden bei den Bäuerinnen und Bauern öffentlich zu entschuldigen." - hier die Antwort von Hendricks.

In den sozialen Medien haben sich die Trolle der Agrarlobby in Stellung gebracht. Und wir Naivlinge hatten schon fast geglaubt, es gäbe ein Umdenken hin zu zukunftsfähiger Landwirtschaft. Aber eines muss man der Bundesumweltministerin lassen: Die Diskussion ist in Gang gekommen.
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Bambis Beet stirbt

Bambis Beet stirbt
Der Gemeinschaftsgarten vor dem Freiburger Stadttheater war eines der inspirierendsten Beispiele für das Zusammenspiel von urbaner Subsistenz und künstlerischer Produktion. Das gemeinsame Tätigsein im Schatten des monumentalen Theaterbaus mitten in der Innenstadt hat in den vergangenen vier Jahren viele Grenzen überwunden und Türen geöffnet. Mit dem Wechsel in der Intendanz muss der Garten nun weichen. Graham Smith, Initiator und Leiter von Bambis Beet, erläutert die Hintergründe.
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Ökofeminismus

Ökofeminismus
Das Buch erschien erstmals vor mehr als 25 Jahren. Maria Mies und Vandana Shiva analysierten in ihren Studien systematisch und faktenreich den Zusammenhang (post)kolonialer, naturzerstörender und frauenmissachtender Gewalt und bewiesen eine erstaunliche analytische Weitsicht. Denn die dargestellten Probleme sind seither nicht verschwunden, sondern haben sich im Gegenteil weiter verschärft. Die weltweit bekannten Vertreterinnen des Subsistenzansatzes schildern aber auch, wie sich Frauen, besonders im Globalen Süden, phantasievoll und erfolgreich zur Wehr setzen. Sie zeigen, dass eine bessere Welt nicht nur notwendig ist, sondern längst begonnen hat sich zu formieren. Das Buch kann sowohl wachstumskritische wie auch postkoloniale Überlegungen und Bewegungen inspirieren und erscheint deshalb auch passend zum „Material Turn“ im Feminismus. >> mehr zum Buch
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Postindustrielle Akteure

Postindustrielle Akteure
Menschen tun sich zusammen, um Bauanleitungen für mobile Solarkraftwerke zu entwickeln oder komplexe Landwirtschaftsmaschinen, die dann umsonst und für alle ins Netz gestellt werden. Und das sind nur zwei Beispiele von sehr vielen. Warum sie dies tun und was das über unsere Gesellschaft aussagt, bespricht Christa Müller im Interview mit dem Deutschlandfunk.
Foto: Falk Messerschmidt
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Alles andere als unpolitisch

Alles andere als unpolitisch
Eine international vernetzte, technophile Szene entwickelt nicht nur freie Software, sondern auch offene Hardware, die für alle zugänglich ist und ökologisch Sinn macht. Genossenschaften neuen Typs erproben postkapitalistische Wirtschaftsformen und entkommerzialisieren Wissen. Politik manifestiert sich hier im Handeln selbst… Hier geht`s zum kompletten Artikel von Christa Müller in der Frankfurter Rundschau.
Foto: Falk Messerschmidt
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Wer die Saat hat, hat das Sagen

Wer die Saat hat, hat das Sagen

Bayer möchte Monsanto aufkaufen und wäre damit der weltgrößte Konzern sowohl für Agrarchemie als auch für Saatgut. In welchem Kontext steht diese Entwicklung? Wie sind wir in eine solche Situation geraten? Was bedeutet es, dass in den letzten hundert Jahren weltweit etwa 75 % der Vielfalt unserer Kulturpflanzen verlorengegangen sind und dass BäuerInnen zunehmend die Möglichkeit genommen wird, über ihr Saatgut selbst zu bestimmen?

Im Webinar gibt Anja Banzhaf einen groben Überblick über die Entwicklungen der vergangenen hundert Jahre und erklärt, wie wir das Sagen über unsere Saat wiedergewinnen können. Hierbei soll deutlich werden, warum es eigentlich so wichtig ist, vielfältige, samenfeste und am besten sogar nicht zugelassene Sorten zu verwenden und ein wenig Saatgut selbst zu vermehren. Fragen zum praktischen Samengärtnern standen bei diesem Webinar nicht im Fokus.

Zum Webinar-Video sowie zur Präsentation bitte hier entlang.

Foto: By Cheryl Dudley (Flickr: From Kamiak Butte) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

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Politik mit Gärten – Politik der Gärten

Politik mit Gärten – Politik der Gärten
Wenn Aldi ungefragt im Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor gegen die Vielfalt rappen lässt (PDF-Statement), wenn der Kohle- und Kernkraftwerkbetreiber Vattenfall einen Werbe-Gemeinschaftsgarten betreibt, wenn ein urbaner Garten für Google Werbung macht und Gala Modestrecken vor DIY-Beeten fotografiert - dann stellt sich die Frage nach der Politik von - und gegen Gärten. Die Nachbarschaftsakademie diskutierte das Thema in Berlin, das Urban-Gardening-Sommercamp Ende August in München. Die Debatte ist eröffnet.
Foto: Falk Messerschmidt
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Biologische Schädlingskontrolle

Biologische Schädlingskontrolle

Jetzt zum Nachschauen online: Das Webinar zur biologischen Schädlingskontrolle, gehalten von Diplom-Biologe Eike Wulfmeyer. Im Online-Seminar behandelt er nicht nur Viren, Bakterien, Milben, Insekten, Pilze usw., die Gartenpflanzen befallen, sondern erklärt auch ausführlich, wie anhand unterschiedlicher Merkmale die richtige Diagnose gestellt und dazu entsprechende Behandlungsmethoden gewählt werden können. Außerdem geht Eike auch auf das Anlocken von Nützlingen in den Garten ein.


Zum Webinar-Video sowie zur Präsentation bitte hier entlang.
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Degrowth in Bewegung(en)

Degrowth in Bewegung(en)
Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen? Das multimediale Projekt „Degrowth in Bewegung(en)“ zeigt, welche Initiativen und Bewegungen an Alternativen arbeiten. VertreterInnen aus 34 Aktionsfeldern beschreiben, was sie ausmacht, was sie unterscheidet und wo Bündnisse möglich sind. Von der Care-Revolution bis zum Refugee-Movement, von Post-Development bis zur Anti-Kohle-Bewegung – in Texten, Videos, Bild und Ton diskutieren sie ihre Bezüge zur Degrowth-Idee.
> Hier geht’s zum Beitrag von Christa Müller über die Urban-Gardening-Bewegung sowie zu allen anderen Beiträgen.
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Trockentoiletten-Triple

Trockentoiletten-Triple
Wer im Gemeinschaftsgarten über den Bau einer Kompost- bzw. Trockentrenntoilette nachdenkt, kann sich nun umfassend auf der anstiftungs-Website darüber informieren: In einer dreiteiligen Webinarserie erklärte das KanTe-Team (Kollektiv für angepasste Technik) aus Berlin alles Wichtige, was bei Planung und Bau zu beachten ist. Von den Grundlagen ökologischer Sanitärversorgen und technischer Konstruktion über eine praxisorientierte Bauanleitung bis hin zu rechtlichen Hintergründen und Tipps zum strategischen Vorgehen, um eine Genehmigung zu erhalten, decken die Webinare alle Schritte auf dem Weg zur eigenen Komposttoilette ab.

Alle drei Webinarvideos sowie die Präsentationsunterlagen sind hier zum Nachschauen und -lesen zu finden.
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Der andere Blick

Der andere Blick
Im Kurzinterview rezensiert Christa Müller den besonderen Blick der Regisseurin Ella von der Haide und zeigt auf, welche gesellschaftliche Bedeutung dem gemeinschaftlichen Gärtnern zukommt: Urbane Gemeinschaftsgärten sind Laboratorien, in denen neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens gefunden und ein anderer Umgang mit menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen erprobt werden. Hier geht’s zum Film über die Filmpremiere.
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Eine andere Welt ist pflanzbar (Teil 5)

Eine andere Welt ist pflanzbar (Teil 5)

Mehr als 500 Gemeinschaftsgärten entstanden in den letzten Jahren in Deutschland. Tendenz steigend. Die Gartenprojekte sind so unterschiedlich wie ihre Gärtner*innen und die Städte, in denen sie sich befinden. Urbane Gärten sind weit mehr als ein hippes Großstadtphänomen, das zeigen nicht zuletzt die Gärten in Kleinstädten und Vororten. Der von der anstiftung produzierte Film von Ella von der Haide ist eine Reise zu sieben Gemeinschaftsgärten in Deutschland, die bislang nicht im Fokus der medialen Öffentlichkeit standen. Der Film ist nicht nur inhaltlich stark, sondern durch die Kamera von Sanne Kurz auch visuell ein „Must see“. Alle Gemeinschaftsgärten sind eingeladen, den Film kostenfrei im Gartenkino aufzuführen. Details gibt es auf der Filmseite
Foto: Heidrun Hubenthal

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Ernährungsräte und Lebensmittelproduktion

Ernährungsräte und Lebensmittelproduktion
Im nordamerikanischen Raum sind Ernährungsräte (Food Policy Councils) bereits in vielen Städten und Gemeinden aktiv. Diese Experten- und Beratungsgremien haben sich das Ziel gesetzt, gemeinsam eine nachhaltige Lebensmittelversorgung für die Stadt zu gestalten und  für eine regionale Ernährungspolitik einzutreten.

In Deutschland gibt es bereits Ernährungsräte in Köln und Berlin, in Hamburg und anderen Städten wird derzeit die Gründung vorbereitet. Eine schöne Übersicht findet sich auf dem Blog speiseräume.de von Philipp Stierand: http://ernaehrungsraete.de



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Webinar: Bienen halten im Gemeinschaftsgarten

Webinar: Bienen halten im Gemeinschaftsgarten
Passend zur Tag-Nacht-Gleiche und dem Saisonstart in den Gemeinschaftsgärten, gab es letzte Woche das Webinar „Biologisch imkern - Bienen halten im Gemeinschaftsgarten“. Kristin Mansmann erläuterte den Ablauf des Bienenjahrs und ging auf die Besonderheiten des biologischen Imkern ein.

Die Folien findet Ihr hier als Download und das komplette Webinar könnt Ihr hier als Aufzeichnung sehen:

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Wenn Gärten wieder Hoffnung geben

Wenn Gärten wieder Hoffnung geben
Seit einem Jahr entstehen Gartenprojekte auch an Flüchtlingsunterkünften. Die Zugangsmöglichkeiten für die Nachbarschaft hängen, anders als in den landläufigen Interkulturellen Gärten, dabei stark von den Betreibern der Unterkünfte und der Lage der Flächen ab. Ein Beispiel für ein offenes Projekt ist der Willkommenskulturgarten in Berlin-Spandau am Flüchtlingsheim Refugio der AWO. Auch der Garten der Hoffnung/bustan-ul-amal entstand auf dem Gelände einer Containerunterkunft. Im Berliner Bezirk Köpenick haben sich AnwohnerInnen direkt bei der Planung des Außengeländes eingebracht. Der Jahresrückblick 2015 zeigt eindrucksvoll die Entwicklung:



Bereits seit 2011 gibt es den Interkulturellen Garten Freiburg-Bissierstraße. Wie bei allen Gartenprojekten, die auf dem Gelände von Flüchtlingsunterkünften aufgebaut werden, waren auch hier besonders die Kinder von Anfang an mit Begeisterung dabei. Aus ihrer jahrelangen Erfahrung heraus haben die Freiburger Gemeinschaftsgärten eine Absichtserklärung mit Vorschlägen für die Stadt Freiburg zur Förderung einer gärtnerischen Willkommenskultur formuliert.

Wer sich zu dem Thema Umweltbildung mit Flüchtlingen informieren möchte, findet hier viele Informationen und Einstiegsmöglichkeiten.
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