Blog anstiftung

 
Aktuelle Blogeinträge in der Kategorie Urbane Gärten

12. Jahrestagung des Netzwerks Interkulturelle Gärten

12. Jahrestagung des Netzwerks Interkulturelle Gärten

Um „Handwerk in Interkulturellen Gärten“ ging es bei der 12. Netzwerktagung der Interkulturellen Gärten, diesmal in der Stadt, in der die Internationalen Göttingen als erstes Projekt des neuen Gemeinschaftsgärtnerns entstanden.

In Workshops und Vorträgen wurde das breite Spektrum handwerklicher Tätigkeiten in Interkulturellen Gärten by doing erprobt; beim Bau einer Erdbeerpyramide, beim Reparieren von Gartengeräten oder beim Kerzendrehen aus garteneigenem Bienenwachs.

  • IMG 5101
  • IMG 5111
  • IMG 5114
  • IMG 5138
  • IMG 5115
  • IMG 5154
  • IMG 5197
  • IMG 5126
  • IMG 5150
  • IMG 5183
  • IMG 5227
  • IMG 5203
  • IMG 5174
  • IMG 5206
  • IMG 5200
  • IMG 5228
  • IMG 5229
Weiterlesen
  10684 Aufrufe
  0 Kommentare
10684 Aufrufe
0 Kommentare

Nicht alle Gärten starten gut in die Saison

Nicht alle Gärten starten gut in die Saison
Nicht nur in Dresden ist der Garten gefährdet (soll einem Parkhaus weichen), auch in Augsburg (Fläche wurde gekündigt) oder z.B. Leipzig stehen die Projekte vor großen Herausforderungen:

Seit zehn Jahren gibt es die Nachbarschaftsgärten in Leipzig Lindenau. 2004 verwandelten engagierte StadtteilbewohnerInnen eine verwahrloste Brache in eine blühende Oase. Sie entmüllten die Fläche, legten Beete an, setzten die auf dem Grundstück stehenden Gebäude wieder instand und richteten zwei Werkstätten und eine Küche ein. Allmählich entwickelten sich die Nachbarschaftsgärten zu einem beliebten und belebten Nachbarschafts- bzw. Stadtteiltreff. Hier werden nicht nur Pflanzen gegossen und Schweine (und Hühner und Kaninchen) gefüttert, hier finden jede Menge selfmade Kultur- und Bildungsveranstaltungen statt. Der Garten versteht sich als Plattform für die diversen Stadtteilaktivitäten. 

Die Nachbarschaftsgärten hatten einen wesentlichen Anteil daran, dass sich die problematische Situation im Viertel nach der Abwanderung großer Bevölkerungsteile allmählich wieder stabilisierte. Inzwischen ist in Leipzig und auch in Lindenau wieder Zuzug zu verzeichnen, und so verwundert es nicht, dass sich der Eigentümer des größten Teils der Fläche – eine Schweizer Immobilien AG – nun für ihre „Entwicklung“ interessiert. Obwohl die GärtnerInnen als ZwischennutzerInnen immer damit rechnen mussten, die Fläche wieder räumen zu müssen, stellen sie heute die Frage, ob es nicht auch ein berechtigtes/öffentliches Interesse an dem Erhalt eines solchen Freiraums gibt. Die GärtnerInnen wollen sich jedenfalls nicht kampflos geschlagen geben, sondern über den Erhalt ihres Gartens verhandeln und eine öffentliche Diskussion über die Verstetigung der Gärten mit Stadt und Eigentümer führen.

Weitere Informationen:
http://www.nachbarschaftsgaerten.de/news/33-aktuelle-situation-der-nachbarschaftsgaerten

Weiterlesen
  7783 Aufrufe
  0 Kommentare
7783 Aufrufe
0 Kommentare

Wow! 40.000 Abrufe des Videos "Nomadisch grün - Der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg"

Wow! 40.000 Abrufe des Videos "Nomadisch grün - Der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg"
Und zur Feier dieser runden Zahl, posten wir das Video hier für alle, die es noch nicht gesehen haben:


Weiterlesen
  8221 Aufrufe
  0 Kommentare
8221 Aufrufe
0 Kommentare

Internationale Gärten Dresden sollen einem Parkhaus weichen

Internationale Gärten Dresden sollen einem Parkhaus weichen

Der Verein Internationale Gärten Dresden e.V. betreibt in der Dresdner Johannstadt seit 2005 einen Gemeinschaftsgarten, in dem sich Menschen aus aller Welt begegnen und Zeit finden, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen, Projekte zu organisieren und um Obst, Gemüse und Blumen anzubauen. Derzeit sind ca. 80 Menschen aus 20 verschiedenen Herkunftsländern in den Internationalen Gärten Dresden aktiv. Der Garten ist ein Ort für Konzerte, Theateraufführungen, Kochkurse und Feste und ist immer offen für neue Ideen. Der Verein setzt sich zusammen mit anderen Initiativen für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Asylsuchenden und Flüchtlingen ein.

Auf dem Grundstück des Gemeinschaftsgartens in der Dresdner Johannstadt soll jetzt ein Parkhaus gebaut werden. Zwar bemüht sich die Stadt darum eine Ausgleichsfläche zu finden, es ist jedoch unklar, ob das Projekt dort in der gleichen Qualität weitergeführt werden könnte.

Bei der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 12.03.2014 wurde deutlich, dass einige wichtige Fragen, die alternative Standorte für das Parkhaus betreffen, noch nicht untersucht wurden. Um auch weiterhin auf dem bisherigen Gelände bleiben zu können, wollen die Gartenbetreiber zur nächsten Tagung des Ausschusses für Stadtentwicklung eine lange Liste von UnterstützerInnen vorlegen, um damit eine Verlegung der Entscheidung in den Stadtrat zu erreichen.

Weitere Informationen hierzu unter http://www.gaerten-ohne-grenzen.org

Weiterlesen
  10273 Aufrufe
  0 Kommentare
10273 Aufrufe
0 Kommentare

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 5: Terra Preta und Kübelgärtnerei

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 5: Terra Preta und Kübelgärtnerei
Hier die 5. Folge des Webinars:

Weiterlesen
  10134 Aufrufe
  0 Kommentare
10134 Aufrufe
0 Kommentare

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 4: Düngen

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 4: Düngen

Hier die 4. Folge des Webinars:



Die Unterlagen der Webinare des Winterhalbjahrs 2013/14 findet Ihr nach und nach hier:
http://www.anstiftung.de/downloads/category/20-webinare

Weiterlesen
  8210 Aufrufe
  0 Kommentare
8210 Aufrufe
0 Kommentare

Wohlstand ohne Wachstum

Wohlstand ohne Wachstum

Unsere Geschäftsführerin Dr. Christa Müller im Interview mit Tom Aslan.

Weiterlesen
  5775 Aufrufe
  0 Kommentare
5775 Aufrufe
0 Kommentare

Wie gesund ist die Essbare Stadt?

Wie gesund ist die Essbare Stadt?

Klar, bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln in unseren Breiten spielt der Anbau mengenmäßig keine Rolle. Wir werden uns am Stadtgemüse also sicher nicht vergiften.

Dennoch steht die Frage im Raum, wie belastet ist die Ernte in den urbanen Gärten tatsächlich? Ein neuer Artikel von Dr. Ina Säumel fasst den aktuellen Stand der Diskussion auf und zeigt, was man gegen die Belastungen unternehmen kann. Artikel als PDF
Weiterlesen
  5545 Aufrufe
  0 Kommentare
Markiert in:
5545 Aufrufe
0 Kommentare

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 3: Mischkulturen

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 3: Mischkulturen

Hier nun die 3. Folge des Webinars:



Die Unterlagen der Webinare des Winterhalbjahrs 2013/14 findet Ihr nach und nach hier:
http://www.anstiftung.de/downloads/category/20-webinare

Weiterlesen
  13677 Aufrufe
  0 Kommentare
13677 Aufrufe
0 Kommentare

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 2: Keimen und Wachsen

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 2: Keimen und Wachsen

Gestern fand das zweite von fünf Webinaren statt. Die Münchner Gartenakivistin und -expertin Christine Nimmerfall ging auf die Themen Keimen und Wachsen ein. Das zweistündige Webinar kann hier als Aufzeichnung nach-gesehen werden:



Die Unterlagen der Webinare des Winterhalbjahrs 2013/14 findet Ihr nach und nach hier:
Weiterlesen
  9105 Aufrufe
  0 Kommentare
9105 Aufrufe
0 Kommentare

Übersicht zum Thema Ernährungssouveränität

Übersicht zum Thema Ernährungssouveränität
„Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. […] Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne.“ (Erklärung von Nyeleni)

Bereits in der zweiten Auflage (Oktober 2013) behandelt die Agrar-Gruppe von Attac Österreich das Thema Ernährungssouveränität. Neben Fragen wie “Alles grün, alles gut? Green Grabbing und die Finanzialisierung der Natur” geht es um EU-Politik, Dumpingpreise und Lebensmittelverschwendung. Darüber hinaus fehlt auch ein Blick auf den rechten Rand der Biobewegung nicht. Insgesamt eine sehr gelungene Übersicht mit teilweise unterhaltsamen Illustrationen. Hier gibt's die komplette Broschüre als PDF.

Eine Säule der Ernährungssouveränität ist Saatgut, auch im ersten Teil unseres Webinars Gärtnerische Grundlagen ging es (im Kontext von urbanen Gärten) um dieses Thema.
Weiterlesen
  7719 Aufrufe
  0 Kommentare
7719 Aufrufe
0 Kommentare

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 1: Saatgut

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 1: Saatgut

Letzte Woche fand das erste von fünf Webinaren statt. Die Münchner Gartenakivistin und -expertin Christine Nimmerfall ging auf das Thema Saatgut ein. Das zweistündige Webinar kann hier als Aufzeichnung nach-gesehen werden:



Die Unterlagen der Webinare des Winterhalbjahrs 2013/14 findet Ihr nach und nach hier:
Weiterlesen
  12022 Aufrufe
  0 Kommentare
Markiert in:
12022 Aufrufe
0 Kommentare

lesenswerte Arbeit: Oasen im Beton

lesenswerte Arbeit: Oasen im Beton
Vom ehemaligen Brauereigelände über die stillgelegte Bahntrasse bis hin zum Abstandsgrün eines Friedhofamtes: Brachliegende Flächen sind ein begehrtes Zielobjekt für urbane Gartenaktivisten. Aber wie genau ist eigentlich eine Brachfläche definiert? Welche Wirkungen haben die neuen Gärten auf die Stadtteilentwickung und wie kann Urban Gardening als offizielles Planungsinstrument in die Stadtplanung integriert werden?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die jüngst auf unserer Website hochgeladene Diplomarbeit Oasen im Beton. Urban Gardening als Instrument zur Attraktivierung und Belebung von Brachflächen des frischgebackenen Raumplaners Carlos Tobisch von der TU Dortmund.

Unser Urteil: lesenswert!
Weiterlesen
  6367 Aufrufe
  0 Kommentare
6367 Aufrufe
0 Kommentare

Theater entdecken urbane Gärten: Rasen war gestern

Theater entdecken urbane Gärten: Rasen war gestern
Immer mehr Museen und Theater entdecken das urbane Gärtnern. Sie hacken ihre Rasenflächen auf, legen Beete an und laden Flanierende zum Mitmachen ein. Damit ermöglichen sie nicht nur einen neuen Blick auf kompakte Gebäude, die von vielen als unveränderbare „Festungen“ wahrgenommen werden, sie verflüssigen auch die symbolischen Grenzen in die „Hochkultur“, wie das Foto vom Theater Freiburg deutlich zeigt. In Hamburg entstand das Gartendeck bereits 2011 im Rahmen des Kampnagel-Theaterfestivals, heute erproben auch das Schauspiel Köln, der hack-museumsgARTen Ludwigshafen, das Kindermuseum Nürnberg, das Schlosstheater Moers oder das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt den Gemeinschafts(dach)garten als Medium der Kommunikation zwischen Kulturort, Alltagsleben und urbaner Natur.

Weiterlesen
  5504 Aufrufe
  0 Kommentare
5504 Aufrufe
0 Kommentare

Einnahmen bei gemeinnützigen Vereinen

Einnahmen bei gemeinnützigen Vereinen
Liebe Garten- und ProjektmacherInnen,

folgende Informationen aus dem Vereinsinfobrief Nr. 267 könnten für Euch interessant sein:
 
3. Das Nebenzweckprivileg

Wirtschaftliche Tätigkeiten in Vereinen sind in bestimmten Fällen nicht nur gemeinnützigkeitsrechtlich problematisch. Auch das zivile Vereinsrecht sieht den Verein als nichtwirtschaftliche Rechtsform vor und erlaubt wirtschaftliche Betätigungen nur als sog. Nebenzweck.

§ 21 BGB regelt ganz pauschal, dass der Zweck einen Vereins, der die Rechtsfähigkeit durch Eintragung ins Vereinsregister erhält, nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet sein darf. Die Rechtsprechung hat diese restriktive und praxisferne Regelung aber um das sogenannte Nebenzweckprivileg ergänzt. Ein Verein gilt danach auch dann als nichtwirtschaftlich, wenn er zur Erreichung seiner idealen Ziele unternehmerische Tätigkeiten entfaltet, sofern diese dem nichtwirtschaftlichen Hauptzweck zu- und untergeordnet und Hilfsmittel zu dessen Erreichung sind (Bundesgerichtshof [BGH], Urteil vom 29.09.1982, I ZR 88/80).

Der Rahmen für einen wirtschaftlichen Nebenzweck ist nicht eindeutig gezogen. Die wesentlichen Kriterien für eine vereinsrechtlich zulässige wirtschaftliche Nebentätigkeit sind:

  • Der Verein muss seiner Satzung nach und auch tatsächlich einen ideellen (gemeinnützigen, wohltätigen, geselligen, wirtschaftlichen, künstlerischen oder einen sonstigen nichtwirtschaftlichen) Zweck verfolgen
  • Die wirtschaftliche Tätigkeit muss eine untergeordnete Rolle spielen. Der Hauptzweck - nicht nur laut Satzung - muss nichtwirtschaftlich sein.
  • Die wirtschaftliche Tätigkeit muss sich im Rahmen des Vereinszwecks halten und muss diesem zugeordnet sein. Sie darf kein Selbstzweck sein.

Teilweise wird in der Rechtsprechung die Auffassung vertreten, das Nebenzweckprivileg umfasse nur Tätigkeiten, die für die Satzungszwecke unentbehrlich sind (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 10.12.1997, 3 Wx 488/97). Das wird aber vor allem für größere Wirtschaftbetriebe gelten und ist nur ein Kriterium dafür, ob noch eine Nebentätigkeit vorliegt.


Beispiel: Das Schleswig-Holsteinische OLG bewertet eine "Bunte Meile" mit Verkaufsständen im Rahmen einer Kulturveranstaltung durchaus noch als zulässige Nebentätigkeit, auch wenn es daran zweifelt, dass die Verkaufstätigkeit für die Durchführung des Hauptprogramms unentbehrlich ist. Ausschlaggebend sei, dass die wirtschaftliche Tätigkeit deutlich im Zweckzusammenhang mit dem kulturellen Unterhaltungsprogramm steht und keine besonderen Gefahren für die Interessen der Vereinsgläubiger birgt (Beschluss vom 4.01.2001, 2 W 130/00).


Der Umfang des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs

Die Rechtsprechung hat in Hinsicht auf den erlaubten Umfang wirtschaftlicher Betätigung keine objektiven Größenkriterien festgelegt - weder absolut noch etwa auf das Verhältnis der Einnahmen bezogen. Der BGH vertritt die Auffassung, dass selbst eine umfangreiche gewerbliche Betätigung eines Idealvereins noch unter das Nebenzweckprivileg fallen könne (Urteil vom 4.06.1986, I ZR 29/85).

In einem neueren Urteil lehnt das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt eine zahlenmäßige Bewertung explizit ab (Beschluss vom 28.10.2010, 20 W 254/10). Das Verhältnis der Einnahmen aus wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten könne bei der Bewertung keine Rolle spielen. Es verweist zur Begründung vor allem darauf, dass sich die ehrenamtlichen Leistungen der Vereinsmitglieder einer solchen Bewertung entziehen. Stattdessen hebt es auf eine qualitative Zweck-Mittel-Relation ab. Ausschlaggebend - so das OLG - ist, dass das ideelle Tätigkeitsfeld dem Verein das Gepräge gibt und sein Erscheinungsbild bestimmt. Es schränkt das aber dahingehend ein, dass in diesem Rahmen nur die wirtschaftlichen Tätigkeiten gerechtfertigt sind, die dem ideellen Hauptzweck nützlich sind oder ihm funktional dienlich sind.


Nebenzweck und Zweckbetrieb

Das Nebenzweckprivileg des BGB deckt sich nicht mit den Voraussetzungen für die steuerliche Gemeinnützigkeit. Man kann aber davon ausgehen, dass wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, die steuerlich als Zweckbetriebe gelten, sich eher im Rahmen des Nebenzweckprivilegs bewegen als steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe. Das ergibt sich schon daraus dass Zweckbetriebe ihrer Definition die Forderung nach einer funktionalen Zuordnung zu den Satzungstätigkeiten erfüllen und sich damit mit dem Nebentätigkeitsbegriff aus dem Vereinsrecht decken. Grundsätzlich wird also die wirtschaftliche Nebentätigkeit gemeinnütziger Vereinen, die als Zweckbetrieb gilt, milder bewertet.

Grundsätzlich wird dem Tenor der Rechtsprechung nach bei gemeinnützigen Vereinen ein Überwiegen der wirtschaftlichen Betätigung für weniger wahrscheinlich erachtet. Aus dem Gemeinnützigkeitsrecht ist eine solche Auffassung aber nicht abzuleiten. Ein Verein kann nämlich ohne Schaden für die Gemeinnützigkeit ausschließlich wirtschaftliche Tätigkeiten verfolgen, solange es sich dabei um Zweckbetriebe handelt.


Praxishinweise

Auch wenn die Rechtsprechung das Nebenzweckprivileg grundsätzlich eng auslegt, sind wirtschaftliche Betätigungen von Idealvereinen gang und gäbe. Dass der Umfang diese Tätigkeiten zu Problemen führt, ist eher die Ausnahme. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Registergerichte von sich aus keine Prüfungen vornehmen, also fast ausnahmslos auf entsprechende Hinweise von Dritten reagieren.

Auch dann ist ein Verstoß gegen die Vorgaben für Idealvereine nur schwer nachzuweisen, weil die Gerichte bei der Prüfung wesentlich auf die Angaben des Vereins angewiesen sind. Da dabei nicht das zahlenmäßige Verhältnis von wirtschaftlicher und nichtwirtschaftlicher Betätigung den Ausschlag gibt, besteht ein großer Ermessenspielraum bei der Bewertung, den der Verein durch eine entsprechende Darstellung seiner Aktivitäten ausschöpfen kann.

Probleme wird es vor allem dort geben, wo die wirtschaftlichen Tätigkeiten keinen Bezug zu den Satzungszwecken haben und nach Art und Umfang von außen leicht zu ersehen sind (etwa beim Betrieb eines Ladengeschäfts).

Weiterführende Infos:
E-Book: "Wirtschaftliche Einnahmen in gemeinnützigen Organisationen"

Weiterlesen
  10224 Aufrufe
  0 Kommentare
10224 Aufrufe
0 Kommentare