Aktuelle Blogeinträge in der Kategorie Urbane Gärten

Übersicht zum Thema Ernährungssouveränität

Übersicht zum Thema Ernährungssouveränität
„Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. […] Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne.“ (Erklärung von Nyeleni)

Bereits in der zweiten Auflage (Oktober 2013) behandelt die Agrar-Gruppe von Attac Österreich das Thema Ernährungssouveränität. Neben Fragen wie “Alles grün, alles gut? Green Grabbing und die Finanzialisierung der Natur” geht es um EU-Politik, Dumpingpreise und Lebensmittelverschwendung. Darüber hinaus fehlt auch ein Blick auf den rechten Rand der Biobewegung nicht. Insgesamt eine sehr gelungene Übersicht mit teilweise unterhaltsamen Illustrationen. Hier gibt's die komplette Broschüre als PDF.

Eine Säule der Ernährungssouveränität ist Saatgut, auch im ersten Teil unseres Webinars Gärtnerische Grundlagen ging es (im Kontext von urbanen Gärten) um dieses Thema.
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Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 1: Saatgut

Webinar-Reihe "Gärtnerische Grundlagen" - Teil 1: Saatgut

Letzte Woche fand das erste von fünf Webinaren statt. Die Münchner Gartenakivistin und -expertin Christine Nimmerfall ging auf das Thema Saatgut ein. Das zweistündige Webinar kann hier als Aufzeichnung nach-gesehen werden:



Die Unterlagen der Webinare des Winterhalbjahrs 2013/14 findet Ihr nach und nach hier:
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lesenswerte Arbeit: Oasen im Beton

lesenswerte Arbeit: Oasen im Beton
Vom ehemaligen Brauereigelände über die stillgelegte Bahntrasse bis hin zum Abstandsgrün eines Friedhofamtes: Brachliegende Flächen sind ein begehrtes Zielobjekt für urbane Gartenaktivisten. Aber wie genau ist eigentlich eine Brachfläche definiert? Welche Wirkungen haben die neuen Gärten auf die Stadtteilentwickung und wie kann Urban Gardening als offizielles Planungsinstrument in die Stadtplanung integriert werden?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die jüngst auf unserer Website hochgeladene Diplomarbeit Oasen im Beton. Urban Gardening als Instrument zur Attraktivierung und Belebung von Brachflächen des frischgebackenen Raumplaners Carlos Tobisch von der TU Dortmund.

Unser Urteil: lesenswert!
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Theater entdecken urbane Gärten: Rasen war gestern

Theater entdecken urbane Gärten: Rasen war gestern
Immer mehr Museen und Theater entdecken das urbane Gärtnern. Sie hacken ihre Rasenflächen auf, legen Beete an und laden Flanierende zum Mitmachen ein. Damit ermöglichen sie nicht nur einen neuen Blick auf kompakte Gebäude, die von vielen als unveränderbare „Festungen“ wahrgenommen werden, sie verflüssigen auch die symbolischen Grenzen in die „Hochkultur“, wie das Foto vom Theater Freiburg deutlich zeigt. In Hamburg entstand das Gartendeck bereits 2011 im Rahmen des Kampnagel-Theaterfestivals, heute erproben auch das Schauspiel Köln, der hack-museumsgARTen Ludwigshafen, das Kindermuseum Nürnberg, das Schlosstheater Moers oder das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt den Gemeinschafts(dach)garten als Medium der Kommunikation zwischen Kulturort, Alltagsleben und urbaner Natur.

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Einnahmen bei gemeinnützigen Vereinen

Einnahmen bei gemeinnützigen Vereinen
Liebe Garten- und ProjektmacherInnen,

folgende Informationen aus dem Vereinsinfobrief Nr. 267 könnten für Euch interessant sein:
 
3. Das Nebenzweckprivileg

Wirtschaftliche Tätigkeiten in Vereinen sind in bestimmten Fällen nicht nur gemeinnützigkeitsrechtlich problematisch. Auch das zivile Vereinsrecht sieht den Verein als nichtwirtschaftliche Rechtsform vor und erlaubt wirtschaftliche Betätigungen nur als sog. Nebenzweck.

§ 21 BGB regelt ganz pauschal, dass der Zweck einen Vereins, der die Rechtsfähigkeit durch Eintragung ins Vereinsregister erhält, nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet sein darf. Die Rechtsprechung hat diese restriktive und praxisferne Regelung aber um das sogenannte Nebenzweckprivileg ergänzt. Ein Verein gilt danach auch dann als nichtwirtschaftlich, wenn er zur Erreichung seiner idealen Ziele unternehmerische Tätigkeiten entfaltet, sofern diese dem nichtwirtschaftlichen Hauptzweck zu- und untergeordnet und Hilfsmittel zu dessen Erreichung sind (Bundesgerichtshof [BGH], Urteil vom 29.09.1982, I ZR 88/80).

Der Rahmen für einen wirtschaftlichen Nebenzweck ist nicht eindeutig gezogen. Die wesentlichen Kriterien für eine vereinsrechtlich zulässige wirtschaftliche Nebentätigkeit sind:

  • Der Verein muss seiner Satzung nach und auch tatsächlich einen ideellen (gemeinnützigen, wohltätigen, geselligen, wirtschaftlichen, künstlerischen oder einen sonstigen nichtwirtschaftlichen) Zweck verfolgen
  • Die wirtschaftliche Tätigkeit muss eine untergeordnete Rolle spielen. Der Hauptzweck - nicht nur laut Satzung - muss nichtwirtschaftlich sein.
  • Die wirtschaftliche Tätigkeit muss sich im Rahmen des Vereinszwecks halten und muss diesem zugeordnet sein. Sie darf kein Selbstzweck sein.

Teilweise wird in der Rechtsprechung die Auffassung vertreten, das Nebenzweckprivileg umfasse nur Tätigkeiten, die für die Satzungszwecke unentbehrlich sind (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 10.12.1997, 3 Wx 488/97). Das wird aber vor allem für größere Wirtschaftbetriebe gelten und ist nur ein Kriterium dafür, ob noch eine Nebentätigkeit vorliegt.


Beispiel: Das Schleswig-Holsteinische OLG bewertet eine "Bunte Meile" mit Verkaufsständen im Rahmen einer Kulturveranstaltung durchaus noch als zulässige Nebentätigkeit, auch wenn es daran zweifelt, dass die Verkaufstätigkeit für die Durchführung des Hauptprogramms unentbehrlich ist. Ausschlaggebend sei, dass die wirtschaftliche Tätigkeit deutlich im Zweckzusammenhang mit dem kulturellen Unterhaltungsprogramm steht und keine besonderen Gefahren für die Interessen der Vereinsgläubiger birgt (Beschluss vom 4.01.2001, 2 W 130/00).


Der Umfang des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs

Die Rechtsprechung hat in Hinsicht auf den erlaubten Umfang wirtschaftlicher Betätigung keine objektiven Größenkriterien festgelegt - weder absolut noch etwa auf das Verhältnis der Einnahmen bezogen. Der BGH vertritt die Auffassung, dass selbst eine umfangreiche gewerbliche Betätigung eines Idealvereins noch unter das Nebenzweckprivileg fallen könne (Urteil vom 4.06.1986, I ZR 29/85).

In einem neueren Urteil lehnt das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt eine zahlenmäßige Bewertung explizit ab (Beschluss vom 28.10.2010, 20 W 254/10). Das Verhältnis der Einnahmen aus wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten könne bei der Bewertung keine Rolle spielen. Es verweist zur Begründung vor allem darauf, dass sich die ehrenamtlichen Leistungen der Vereinsmitglieder einer solchen Bewertung entziehen. Stattdessen hebt es auf eine qualitative Zweck-Mittel-Relation ab. Ausschlaggebend - so das OLG - ist, dass das ideelle Tätigkeitsfeld dem Verein das Gepräge gibt und sein Erscheinungsbild bestimmt. Es schränkt das aber dahingehend ein, dass in diesem Rahmen nur die wirtschaftlichen Tätigkeiten gerechtfertigt sind, die dem ideellen Hauptzweck nützlich sind oder ihm funktional dienlich sind.


Nebenzweck und Zweckbetrieb

Das Nebenzweckprivileg des BGB deckt sich nicht mit den Voraussetzungen für die steuerliche Gemeinnützigkeit. Man kann aber davon ausgehen, dass wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, die steuerlich als Zweckbetriebe gelten, sich eher im Rahmen des Nebenzweckprivilegs bewegen als steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe. Das ergibt sich schon daraus dass Zweckbetriebe ihrer Definition die Forderung nach einer funktionalen Zuordnung zu den Satzungstätigkeiten erfüllen und sich damit mit dem Nebentätigkeitsbegriff aus dem Vereinsrecht decken. Grundsätzlich wird also die wirtschaftliche Nebentätigkeit gemeinnütziger Vereinen, die als Zweckbetrieb gilt, milder bewertet.

Grundsätzlich wird dem Tenor der Rechtsprechung nach bei gemeinnützigen Vereinen ein Überwiegen der wirtschaftlichen Betätigung für weniger wahrscheinlich erachtet. Aus dem Gemeinnützigkeitsrecht ist eine solche Auffassung aber nicht abzuleiten. Ein Verein kann nämlich ohne Schaden für die Gemeinnützigkeit ausschließlich wirtschaftliche Tätigkeiten verfolgen, solange es sich dabei um Zweckbetriebe handelt.


Praxishinweise

Auch wenn die Rechtsprechung das Nebenzweckprivileg grundsätzlich eng auslegt, sind wirtschaftliche Betätigungen von Idealvereinen gang und gäbe. Dass der Umfang diese Tätigkeiten zu Problemen führt, ist eher die Ausnahme. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Registergerichte von sich aus keine Prüfungen vornehmen, also fast ausnahmslos auf entsprechende Hinweise von Dritten reagieren.

Auch dann ist ein Verstoß gegen die Vorgaben für Idealvereine nur schwer nachzuweisen, weil die Gerichte bei der Prüfung wesentlich auf die Angaben des Vereins angewiesen sind. Da dabei nicht das zahlenmäßige Verhältnis von wirtschaftlicher und nichtwirtschaftlicher Betätigung den Ausschlag gibt, besteht ein großer Ermessenspielraum bei der Bewertung, den der Verein durch eine entsprechende Darstellung seiner Aktivitäten ausschöpfen kann.

Probleme wird es vor allem dort geben, wo die wirtschaftlichen Tätigkeiten keinen Bezug zu den Satzungszwecken haben und nach Art und Umfang von außen leicht zu ersehen sind (etwa beim Betrieb eines Ladengeschäfts).

Weiterführende Infos:
E-Book: "Wirtschaftliche Einnahmen in gemeinnützigen Organisationen"

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taschenGARTEN 2014 kann vorbestellt werden

taschenGARTEN 2014 kann vorbestellt werden
Gerne weisen wir auf den neuen Gartenkalender hin:

Liebe Gartenfreund*innen und Freunde von Gartenfreund*innen,
 
Es ist soweit – der taschenGARTEN 2014 kann vorbestellt werden – diesmal mit dem Themenschwerpunkt Boden.
 
Einige von euch kennen ja schon unseren Terminkalender mit integrierter Anbauplanung und vielen weiteren Garteninfos und Ideen aus diesem Jahr. Der taschenGARTEN 2014 erscheint Mitte Oktober 2013– mit überarbeiteter Anbauplanung und komplett neuen Hintergrundtexten rund um die Frage, was wir dafür tun können, um fruchtbaren Boden zur Verfügung zu haben … Und natürlich auch mit Texten zu anderen Gartenthemen!
 
Das Ganze wird wieder in DIN A5 gedruckt und diesmal mit einer Fadenbindung, Lesezeichen und einem Gummiband als Verschluss versehen. Anders als im letzten Jahr, haben wir uns entschlossen, die Hintergrundtexte in Blöcken vor und hinter dem Kalenderteil zu platzieren. So findet ihr hoffentlich eure Termine besser. Und diesmal gibt’s auch Jahresübersichten für 2014 und 2015 ;-)
 
Wollt ihr einen haben - oder kennt ihr jemanden der einen haben wollen könnte? Dann könnt ihr ab sofort bestellen: http://www.gartenwerkstadt.de/?page_id=103

Und falls ihr sonstige Fragen habt, sind wir wie immer per Mail für euch erreichbar: taschengarten@gartenwerkstadt.de
 
Verschickt werden die Kalender ab Mitte Oktober. Wie im letzten Jahr werden wir in einigen Städten auch Abholstellen einrichten und hoffentlich noch Orte finden, an denen der taschenGARTEN direkt gekauft werden kann (falls ihr da noch Anregungen habt ... Nur her damit!).
 
Der taschenGARTEN kostet 15-20€ nach Selbsteinschätzung.
 
Ganz liebe Grüße - wir freuen uns wenn ihr kräftig Werbung für uns macht!
Ann und Kati (von der GartenWerkStadt Marburg - www.gartenwerkstadt.de)
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Denkmal für einen verlorenen Freiraum

Denkmal für einen verlorenen Freiraum
Der legendäre Berliner Nachbarschaftsgarten Rosa Rosa erinnert an den Gemeinschaftsgarten in der Friedrichshainer Kinzigstraße. Das Denkmal besteht aus mehreren rosafarbenen Betonplatten mit der Aufschrift: „Hier haben wir von 2004 bis 2009 einen Freiraum belebt. Rosa Rose Garten. Eine andere Welt ist pflanzbar.“



In ihrer Presseerklärung schreiben die Aktivistinnen: „Mit der Gründung des Gemeinschaftsgartens Rosa Rose hatte sich die zugemüllte Brache in der Kinzigstraße 11-15 in einen florierenden Nachbarschaftsgarten verwandelt. Sie war ein kostenfreier Ort der nachbarschaftlichen Begegnung und des kreativ-gärtnerischen Ausprobierens. Als die Gegend aufgewertet wurde, erwarben Investoren Eigentum an der Fläche und setzten 2008 bzw. 2009 mit Hilfe staatlicher Repression ihr Interesse gegenüber den Anwohnenden/Benutzer_innen durch – eine Gentrifizierungsgeschichte, wie sie für Berlin und gerade für Friedrichshain mittlerweile schon typisch geworden ist.“

> zur Presseerklärung
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Pflanzenvielfalt auf Äckern und in Gärten bedroht

Pflanzenvielfalt auf Äckern und in Gärten bedroht
"Konzernmacht über Saatgut? - Nein danke!" Zu diesem Fazit kommen Vielfalts-Erhalter, Bio-Züchter, Verbraucher- und Umweltorganisationen bei ihrer Analyse des Reformvorschlages der EU-Kommission zum Saatgutrecht.
Unter diesem Titel veröffentlichen sie heute eine Stellungnahme und fordern eine radikale Richtungsänderung der Saatgut-Gesetzgebung.

Mit überstrengen Zulassungsregeln hat das EU-Saatgutrecht über bald fünf Jahrzehnte den Verlust der genetischen Vielfalt auf dem Acker gefördert und zur massiven Ausweitung der Marktmacht von wenigen Saatgutkonzernen beigetragen. Am 6. Mai dieses Jahres hat die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Reform des Gesetzes vorgelegt, der nun von vielen Verbänden kritisiert wird, da er die Gelegenheit zum Umsteuern  verpasst. "EU-Ministerrat und EU-Parlament müssen nun klare Zeichen setzen und den Gesetzesvorschlag für die Erzeugung und Vermarktung von Saat- und Pflanzgut von Grund auf neu ausrichten", sind sich die unterzeichnenden Organisationen einig.

Alle alternativen Saatguterzeuger, die biologische Vielfalt, die Umwelt und die Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch viele Landwirte hätten das Nachsehen, wenn dieser Reformvorschlag durchkommt. Die großen Saatgutkonzerne sollen dagegen noch stärker bevorzugt werden.

Um die Vielfalt des Saat- und Pflanzgutes zu erhalten und neu zu ermöglichen fordern die Unterzeichner des Papiers:
1. Die Gesetzgebung muss sich darauf beschränken, die Vermarktung von
Saat- und Pflanzgut allein für den kommerziellen Anbaus und oberhalb bestimmter Mengen zu regeln!
2. Der Austausch von Saat- und Pflanzgut unter Bauern und Gärtnern muss frei bleiben. Er darf nicht von der Verordnung geregelt werden.
3. Der Verkauf von Vielfaltssorten muss frei bleiben, er ist für deren Erhaltung und weitere Verbreitung noch wichtiger als der Tausch. Eine Registrierung aller Menschen und Organisationen, die Vielfaltssorten verkaufen, ist nicht angemessen, auch nicht aus Pflanzengesundheitsgründen, und darf nicht Vorschrift werden!
4. Für die Vermarktung traditionell gezüchteter Sorten muss die amtliche Marktzulassung freiwillig sein, sofern darauf keine geistigen Eigentumsrechte (Sortenschutz oder Patente) beansprucht werden.
5. Die Zulassungskriterien und Testverfahren amtlicher Marktzulassungen dürfen Sorten für den Ökolandbau nicht länger benachteiligen.
6. Bei amtlich zugelassenen Sorten und Pflanzenmaterial ist Transparenz sicher zu stellen: sowohl über die erteilten geistigen Eigentumsrechte, als auch über verwendete Techniken wie Hybridzucht oder die neuen gentechnikähnlichen Züchtungsmethoden!

Unterzeichner:
- Arche Noah
- Bingenheimer Saatgut AG
- Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
- Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
- Dachverband Kulturpflanzen- und Nutziervielfalt
- Dreschflegel e.V.
- Europäisches BürgerInnen-Forum
- Kampagne für Saatgut-Souveränität
- Naturschutzbund Deutschland (NABU)
- Pomologen-Verein
- Save Our Seeds
- Slow Food Deutschland
- Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt
- Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Kontakte:
- Andreas Riekeberg: info@saatgutkampagne.org, Tel.: 0170-11.25.764
- Susanne Gura: gura@dinse.net, Tel.: 0177-669.1400
- Hans-Joachim Bannier (zu Obstgehölzen), alte-apfelsorten@web.de,
Tel.: 0521-121635
- Peter Röhrig: roehrig@boelw.de, Tel.: 0160-96459951

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Berliner Gartenkarte! Online und als PVC-Plane für den Garten

Berliner Gartenkarte! Online und als PVC-Plane für den Garten
via Agkleinstlandwirtschaft:

Liebe Berliner Gärtner_innen,
 
ich hoffe ihr genießt alle den Sommer in euren Gärten.
 
Mit viel Freude möchten wir euch auf etwas, in unseren Augen sehr schönes aufmerksam machen!
 
Wie ihr vielleicht schon erfahren habt, wurde im Rahmen des DBU-Projektes „Urban Gardening in Berlin“ (http://gfbm.de/modellprojekte/urban-gardening-in-berlin/) in Zusammenarbeit verschiedener Gruppen und Institutionen (u.a. das Allmende-Kontor, stadtacker.net, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Georilla) eine
Übersichtkarte der urbanen Landwirtschaft und Gemeinschaftsgärten in Berlin erstellt.
 
Ihr könnt sie euch hier anschauen und umsonst runterladen: http://gartenkarte.de/gartenplane/
 
(Etwas fehlt? Also bei den 99 in der Karte aufgeführten Gärten und Feldern handelt es sich „nur“ um die auf stadtacker.net eingetragen sind. Bitte tragt euch also bei stadtacker.net ein für die Zukunft!)
 
Bestellung der Karte:
Falls ihr Interesse daran habt, diese Karte in A0 Format auf wetterfester PVC-Plane für euren Garten oder euer Projekt zu haben, dann schickt bitte eine Mail an severinhalder@gmail.com bis zum nächsten Dienstag 23. Juli 18:00. Wir gehen davon aus, dass mit einer Bestellung selbstverständlich auch der Wille einhergeht für die Kosten des Drucks aufzukommen. (Bezahlung erfolgt dann per Überweisung.)
 
(...)
 
Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Bestellungen. Bei 5 Bestellungen kostet eine Plane ca. 30.- Euro bei 15 Bestellungen kostet eine Plane ca. 20.- Euro
 
Vorstellung und Verteilung:
Am Freitag den 2.8. wird um 19:00 die Gartenkarte im Allmende-Kontor Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld vorgestellt und die bestellten PVC-Planen verteilt (falls diejenigen die eine PVC-Plane bestellt haben an dem Tag nicht können und auch niemand vorbeischicken können, bitte wir euch, euch mit dem Allmende-Kontor in Verbindung zu setzen und die Karten zu einem anderen Zeitpunkt abzuholen)
 
Es wird an dem Tag wohl auch noch eine Handvoll Karten auf Papier in A0 geben die wir gegen Spende von 5 Euro abgeben werden (nur solange Vorrat reicht).
 
 
Mit freundlichen Grüßen
euer Allmende-Kontor


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Freiraumplanung und Gemeinschaftsgärten

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Gemeinsam einen produktiven Gemeinschaftsgarten in der Stadt zu betreiben ist keine Spielwiese von einigen wenigen, sondern in weiten Teilen deckungsgleich mit Planungsperspektiven für erfolgreiche Quartiersplanung und für eine partizipative, grüne, inklusive und umweltgerechte Stadtentwicklung, so das Ergebnis einer Tagung der TU München (Fakultät für Architektur), der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und der Filmemacherin Ella von der Haide.

Ziel der Tagung „Freiraumplanung und urbane Gemeinschaftsgärten: Kooperationen in Sicht?“ in der Technischen Universität München war es, Erfahrungen in der Zusammenarbeit von kommunaler Freiraumplanung und urbanen Gemeinschaftsgärten auszutauschen.

Zentrale Fragen der Tagung lauteten:

  1. Welche Rolle spielen die öffentlichen Anliegen der kommunalen Daseinsvorsorge und der Liegenschaftspolitik in der aktuellen Kommunalpolitik?
  2. Auf welche Weise können Gemeinschaftsgärten als Teil des öffentlich nutzbaren Freiraums einer Kommune etabliert und dauerhaft gesichert werden?
  3. Welche Formen der Kooperation mit kommunaler Politik haben sich bereits bewährt?
  4. Können und sollen die formellen Instrumente der Freiraum- und Stadtplanung an diese neue Entwicklung angepasst werden?
  5. Ist eine Neujustierung der Kategorien von öffentlichem, halböffentlichem und privatem Raum notwendig?


„Für eine Kooperation zwischen den Aktiven der Gemeinschaftsprojekte mit der Stadtverwaltung gibt es inzwischen einige erfolgreiche Modelle und zahlreiche innovative Ideen. Darum haben wir Akteure der Projekte „Capital Growth“ (London), „NeuLand“ (Köln) und des Prinzessinnengarten (Berlin) eingeladen und möchten damit neue Impulse geben“, so die Veranstalterinnen.

Über 200 Interessierte aus Initiativen, Forschung und Stadtverwaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren nach München gereist. Es zeigte sich erneut, dass die konkrete Umsetzung und dauerhafte Sicherung der Projekte auf die Unterstützung durch Politik, Verwaltung und lokale Akteure angewiesen ist.

Am Freitag diskutierten Susanne Hutter-von Knorring, Referat für Stadtplanung u. Bauordnung der Landeshauptstadt München; Sabine Nallinger, Stadträtin, Grüne Stadtratsfraktion & Rosa Liste; Dr. Inci Sieber, Stadträtin, SPD; Gudrun Walesch, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis / Stiftungsinitiative für urbanes Gärtnern; Florian Otto, bauchplan / Team Agropolis

Fazit: Urbane Gemeinschaftsgärten geben wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. Der gesellschaftliche Wert der Gemeinschaftsprojekte deckt sich weitgehend mit den Zielen von Stadtentwicklungsplanung, namentlich die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, die Erprobung partizipativer Formen oder die Umweltbildung. Die Verstetigung der innovativen Projekte erfordert eine am Gemeinwohl und an ökologischen Erfordernissen ausgerichtete Freiraumplanung, Unterstützung durch die Politik sowie pragmatische Verwaltungsprozesse.

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Informationen zur Reform des EU-Saatgutrechts

Gerne veröffentlichen wir hier eine Information, die wir per E-Mail bekommen haben:

Liebe Interessierte an den BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie,

die BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie ist ja seit etwa fünf Jahren an der "Kampagne für Saatgut-Souvänität" beteiligt, der es um die Verfügbarkeit und die Regulation des land- und gartenwirtschaftlichen Produktionsmittels Saatgut geht, gegen die Monopolisierung von Pflanzensorten und Saatgut in den Händen der Saatgutindustrie, die mittlerweile zum größten Teil zu Agrarchemie-Konzernen gehört.

Wer sich schnell über die aktuelle Reform des EU-Saatgutrechts informieren möchte, um die es gerade wieder etwas ruhiger geworden ist, findet ein dreiseitiges Papier dazu im Anhang oder eine von Zeit zu Zeit aktualisierte Fassung unter http://www.saatgutkampagne.org/PDF/EU_Saatgutrechtsreform_Einfuehrung_Juni_2013.pdf

Zu Information, was in den letzten Wochen an internationaler Vernetzung geschah:

Die Saatgutkampagne hat zusammen mit den Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt Ende April auf deutsch einen offenen Brief ("Petition") an die Mitglieder der EU-Organe aufgesetzt, der jetzt gut 23.000 ÜnterstützerInnen hat. Natürlich freuen wir uns über weitere UnterzeicherInnen! Diese Petition gibt uns die Möglichkeit, hin und wieder die UnterstützerInnen, die ihre Email bestätigt haben (ca. 13.000), mit neuen Informationen zum Fortgang der Diskussion zu versorgen.

http://kurz-link.de/saatgutvielfalt


Dieser offene Brief wurde von AktivistInnen in anderen Ländern in 15 Sprachen übersetzt, siehe den Wegweiser auf http://www.seed-sovereignty.org/EN/index.html

Nach der Veröffentlichung der EU-Verordnungsvorschläge am 6. Mai 2013 http://www.saatgutkampagne.org/eu_massnahmenpaket.html haben wir eine Analyse geliefert http://www.saatgutkampagne.org/eine-nische-macht-noch-keinen-sommer.html .

In der vorletzten Wochen konnten wir dann einen Lobby-Brief der "European Seed Association" (ESA, das ist die Chemie- und Saatgutindustrie) kontern http://www.saatgutkampagne.org/PDF/PE_Saatgutkampagne_Jubelruf_der_Industrielobby_ESA_2013-06-04.pdf

Die englische Übersetzung dieser Presse-Erkärung hat sich zu einem "joint statement" von über 20 Organisationen für Saatgut-Vielfalt aus mehr als 12 EU-Staaten entwickelt, siehe http://www.seed-sovereignty.org/PDF/joint_statement_seed_legislation_2013-06-12_web.pdf

Falls sich Gruppen oder Organisationen an der Mobilisierung beteiligen
möchten: gerne auf die Petition hinweisen oder kostenloses Material http://www.saatgutkampagne.org/#neue_materialien bestellen.

Unter http://www.saatgutkampagne.org/newsletter.html gibt es die Möglichkeit unseren speziellen Newsletter zu abonnieren.

Schöne Grüße
Andreas Riekeberg

BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie/
Kampagne für Saatgut-Souveränität


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6. Netzwerktagung der Interkulturellen Gemeinschaftsgaerten Oesterreichs

Gerne weisen wir auf eine Veranstaltung des Verein Gartenpolylog hin:


Liebe GaertnerInnen & FreundInnen des Gartenpolylogs!
Liebe InteressentInnen Interkultureller Gemeinschaftsgaerten!

Nun ist es wieder so weit:
Es freut uns, zur 6. Netzwerktagung der Interkulturellen Gemeinschaftsgaerten Oesterreichs einladen zu duerfen.
Die Tagung findet heuer von 6.-8. September 2013 in Tulln statt und wird in Kooperation mit Natur im Garten veranstaltet.

Der heurige Themenschwerpunkt lautet Gemeinschaftsgärten als Teil einer solidarischen Landwirtschaft und wir haben wieder versucht, ein abwechslungsreiches Programm zusammen zu stellen, bei dem es aber auch noch genug Raum fuer Austausch geben wird.

Anbei finden Sie/findet Ihr das Tagungsprogramm, sowie ein Anmeldeformular (bitte ausgefuellt an gartentelefon@naturimgarten.at schicken) und wir hoffen auf Ihre/Eure zahlreiche Teilnahme.

Gerne kann diese Einladung an Interessierte weitergeleitet werden! Danke!
Liebe Gruesze,
das Gartenpolylog-Team

> Prgramm_Gartenpolylog_Netzwerktagung_Tulln_2013.pdf
> Anmeldeformular_NWT_Tulln_2013.doc






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Grußwort des Bürgermeisters zur Netzwerktagung der Interkulturellen Gärten

Logo Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Senates der Freien und Hansestadt Hamburg begrüße ich Sie zur 11. Netzwerktagung der Stiftung Interkultur 2013.

Hamburg wächst. Die Metropolen von heute, auch Hamburg, sind „Ankunftsstädte“ – ein Ziel für diejenigen, die Ihr Leben in die Hand nehmen und es verbessern wollen. Hier suchen und finden Männer, Frauen und Familien eine vielversprechende Zukunftsperspektive.

Hamburg war in der Geschichte immer auch eine Stadt für Einwanderer. Wir begreifen die Einwanderer als einen essentiellen Teil von dem, was heute Hamburgs Weltoffenheit ausmacht: Sie sind eine Bereicherung für uns. Aus diesem Grund hat der Senat eine Einbürgerungsinitiative gestartet. Das Angebot wird gut angenommen. Und wer einmal an einer Einbürgerungsfeier teilgenommen hat, der ist berührt von der Zuversicht, die dort spürbar ist.

Wir wollen, dass diese Zuwanderer sich von Anfang an als Teil Hamburgs begreifen und ihren Mut und Enthusiasmus einbringen können. Aber es geht auch darum, dass wir denen, die in die Stadt gekommen sind und die sich bislang noch nicht als Teil unserer Gesellschaft willkommen fühlen, die Gelegenheit geben, dabei zu sein.

Ein äußerst erfolgreiches Projekt, um Menschen bei einem Neuanfang in der fremden Umgebung zu unterstützen, sind die Interkulturellen Gärten. Sie leisten einen Beitrag zum gegenseitigen Verstehen, zu Toleranz und insbesondere zur Teilhabe von Zuwanderern an der Gemeinschaft. Migrantinnen und Migranten wird die soziale Integration in ein neues Land, eine neue Kultur, erleichtert.

Die Interkulturellen Gärten in Hamburg sind unterschiedlicher Ausprägung. Neben den Gärten in Altona, Bergedorf, Billstedt und Wilhelmsburg sticht St. Pauli mit dem „Gartendeck“ hervor. Dort wurde auf einem Parkdeck ein urbaner Garten angelegt. In mobilen Beeten aus Bäckerkisten können Hamburgerinnen und Hamburger mitten in der Metropole im Gartenbau aktiv werden. Das nachbarschaftliche Gemeinschaftserlebnis trägt so zum Stadteilleben bei und schafft eine vielfältige internationale Stadtgesellschaft.

Ich wünsche Ihnen allen in den kommenden Tagen fruchtbare Ergebnisse auf der Netzwerktagung. Tauschen Sie sich aus, lernen Sie von anderen Ansätzen und nehmen Sie Anregungen, Ideen und neue Kontakte mit nach Hause.

Unterschrift Olaf Scholz

Erster Bürgermeister
Olaf Scholz
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Rückblick auf das erste Webinar: Social Media

In diesem Jahr möchten wir ein neues Beratungsformat einführen: das Webinar.

Der Begriff setzt sich zusammen aus Seminar und Web - und wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Seminar im Internet, an dem jede/r teilnehmen kann, die/der über einen Computer mit online-Zugang verfügt.
 
Bildschirmfoto 2013-05-27 um 09.56.07Im ersten Webinar stellte unser Mitarbeiter Daniel Überall die Grundzüge von Social Media (Facebook und Co) sowie kollaborativer Arbeit vor. Er erläuterte die technischen Voraussetzungen, den Arbeitsaufwand und Einsatzmöglichkeiten der Tools und beantwortet im Anschluss Eure Fragen.

Leider nicht von allen, da es offensichtlich teilweise zu Zugangsproblemen kam. Wir testen das (auch von uns erstmalig) eingesetzte Tool und bieten dann in den nächsten Wochen einfach einen Teil II an.


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Inspirierend war's: Erstes bundesweites Sommercamp der Urbanen Gärten

sommercamp 2012
Foto: Stefano Chiolo

Vom 24.-26.8.2012 fand auf einem ehemaligen Brauergelände in Köln das erste bundesweite Treffen der urbanen Gartenprojekte statt. Organisiert von NeuLand (Köln), Prinzessinnengarten (Berlin), Allmende-Kontor (Berlin) und der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, konnten sich die 90 Teilnehmer der urbanen-Interkulturellen Gemeinschaftsgärten und Projekte der nicht-kommerziellen, partizipativen urbanen Landwirtschaft kennenlernen und vernetzen.

Auftakt war am Freitag eine Open-Air-Vorführung der Dokumentation über Lebensmittelverschwendung „Taste the Waste“ unter Anwesenheit des Regisseurs Valentin Thurn - und selbst ein kurzer Wolkenbruch konnte die heitere Stimmung nicht drücken. Am Samstag und Sonntag wurden zahlreiche Workshops angeboten. Deren Themen reichten von gemeinsamen handwerklichen Tätigkeiten wie dem Bau von Wurmkisten, über Solidarische Landwirtschaft, bis hin zu rein inhaltlich-strategischen Themen, wie z.B. der Erörterung von infrastrukturellen und politischen Fragestellungen.

> Zum Sommercamp eine Reportage und ein Interview.

> Hier die verfügbaren Workshop-Dokumentationen: Humusbildung, Leipziger Vlies, Pflanzkiste, Solidarische Landwirtschaft - Kartoffelkombinat, Vernetzung, Selbstbewässernde Pflanzkisten.

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