Nützlinge und Bienen

Literaturtipps
Nützlinge fördern
Bienenhaltung

Nützlinge fördern

Insekten, kleine Säugetiere, Reptilien und Vögel, sind im Garten nützlich. Sie fressen Schädlinge, bestäuben Blüten oder tragen zur Bodenverbesserung bei. Diese Praxisseite stellt einige Nützlinge vor und beschreibt, was in Gärten getan werden kann, um ihnen gute Lebensbedingungen zu bieten.

Insekten als Nützlinge

Bei den Insekten-Nützlingen sind häufig ausschließlich Larven die Schädlingsvertilger. Sie jagen entweder ihre Beute (Räuber) oder entwickeln sich in einem Wirtstier und töten es so ab (Parasiten). Erwachsene Insekten ernähren sich oft nur von Honigtau, Nektar und Pollen.
Die Massenvermehrung von Schädlingen wird am besten durch ein Zusammenwirken verschiedener Nützlinge eingedämmt, da sie zu unterschiedlichen Zeiten auftreten und unterschiedlich aktiv sind.

Einige der wichtigsten Insekten-Nützlinge sind:
Florfliegen und ihre Larven ("Blattlauslöwe"), die Larven der Schwebfliege sowie Marienkäfer und ihre Larven fressen hauptsächlich Blattläuse und Milben. Laufkäfer machen sich u.a. über Raupen (z.B. Kohlweißling), Spinnmilben, Blattläuse, Kartoffelkäfer, Drahtwürmer und sogar Schnecken her. Ohrwürmer sind nachtaktive Allesfresser. Ihre bevorzugte Kost sind Blattläuse und Spinnmilben. Sind keine Beutetiere in der Nähe, fressen sie auch Pflanzen an. Schlupfwespen-Weibchen legen ihre Eier in z.B. Blattläusen ab, die Larven saugen diese dann aus.

Nützlinge 01





Bienen und Hummeln als Nützlinge

Bienen und Hummeln dezimieren zwar keine Schädlinge, aber bei der Bestäubung - rund 80% aller Pflanzen sind auf Bestäubung durch Insekten angewiesen - unverzichtbar. Honigbienen sind die wichtigsten Bestäuberinnen. Sie sind "blütenstet", d.h. bei einem Flug fliegen sie hauptsächlich die Blüten einer Pflanzenart an. Ihre Auswahl wird u.a. vom Zuckergehalt des Nektars bestimmt. Ab 20% werden die Blüten angeflogen. Wildbienen, die im Gegensatz zu den Honigbienen keine Staaten bilden und solitär leben, fliegen schon bei kühleren Temperaturen als die Honigbienen und wählen auch Blüten mit einem Zuckergehalt unter 20%. Für ihre Brut nutzen sie morsches Holz, alte Käfer-Gänge oder Pflanzenstängel. Hummeln stehen unter Naturschutz. Sie sind im Vergleich zu den Bienen relativ temperaturunempfindlich und fliegen auch in kalten, nassen Sommern.

Regenwurm als Nützling

Regenwürmer richten zwar nichts gegen Schädlinge aus, durch den Bau von Röhren durchlüften sie aber den Boden und reichern den Humus mit Pflanzennährstoffen an.

Kleinsäuger, Wirbeltiere und Vögel als Nützlinge

Die Spitzmaus frisst viele Schadinsekten sowie Schnecken. Igel laben sich u.a. an (Nackt)schnecken, Engerlinge, Würmer und Asseln. Damit Igel leicht in den Garten gelangen können, sollten Zaunfundamente nicht zu hoch sein. Fledermäuse, die einzigen Säugetiere, die fliegen können, sind nachaktiv und jagen dann Insekten. Der Maulwurf scheidet die Gemüter: Er steht unter Naturschutz und frisst z.B. Nacktschnecken, junge Wühlmäuse [6], Egerlinge, Würmer sowie Maulwurfsgrillen, außerdem lüftet er den Boden. Wo er nicht willkommen ist, helfen sanfte Methoden, wie etwa Ultraschall, ihn zu vertreiben. Maulwürfe meiden Lärm (Feiern, spielende Kinder) und bestimmte Gerüche wie z.B. Holunderblätterjauche. Zauneidechsen erbeuten Schnecken, Spinnen und Würmer, Kröten vertilgen Schnecken und Schneckeneier, Würmer, Asseln, Spinnen, Insekten (darunter viele Schädlinge) und Vögel fressen Insekten, Raupen, Maden, Larven und Läuse bzw. füttern ihre Jungen damit.

Nützlinge ansiedeln

Verzicht auf Chemie
Pflanzenschutzmittel wirken nicht nur gegen Schädlinge, sondern töten auch Insekten-Nützlinge. Vögel, Igel, Eidechsen und Fledermäuse, die solche Insekten fressen, nehmen das Gift auf und werden geschädigt. Es können auch Rückstände in Obst und Gemüse zurückbleiben. Die Schädlinge erholen sich in der Regel schneller und die Nützlinge kommen erst zeitversetzt, da ihr Auftreten u.a. von einem ausreichenden Nahrungsangebot abhängig ist[7]. Daneben brauchen sie Nist-, Brut-, Rückzugs- und manche unter ihnen auch Überwinterungsmöglichkeiten.
Viele der erwachsenen Insekten-Nützlinge leben von Nektar. Damit Nutzinsekten lange Nahrung finden, sollten im Garten möglichst vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst Pflanzen blühen. Am besten so viele Pflanzen mit unterschiedlicher Blühzeit pflanzen wie möglich. Wichtige Blütepflanzen für Insektennützlingen sind beispielsweise: Dill, Kerbel, Wilde Möhre, Mohn, Margeriten, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Gemeine Schafgarbe, Wegwarte, Bienenfreund, Wiesenbärenklau, Ehrenpreis, Kornblume, Rainfarn, Große Brennnessel. Frühblüher sind Haselnusssträucher und Weiden.
Weitere Informationen über Blütepflanzen, die gern von Bienen besucht werden, bietet das Faltblatt „Blumen im Garten - Bienen im Garten“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (oben im Downloadbereich).

Natürliche Strukturen und Materialien
Dazu gehören z.B. Hecken und Sträucher. Sie bieten Lebensraum für viele Nützlinge wie Kröten, Eidechsen, Spitzmäuse, Igel, einige Vogelarten und Insekten. Der Boden unter den Hecken sollte im Winter dick mit Laub bedeckt bleiben, denn hier überwintern zahlreiche Nützlinge gerne.
Einige Interkulturelle Gärten, wie z.B. in Berlin-Lichtenberg, Marburg und der Interkulturelle Heilgarten Berlin-Moabit haben Totholzhecken (Benjeshecken) angelegt. D.h. Äste, Reisig, Laub usw. werden zwischen sich gegenüberstehenden Pfählen aufgeschichtet und bieten so Unterschlupf, Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Nützlinge.
Holz, Laub- und Reisighaufen: In einer ruhigen Ecke des Gartens aus z.B. Ästen, Wurzeln, Baum- und Heckenschnitt oder Reisig und Laub aufgeschichtete Haufen bieten Unterschlupfe, Nist- und Überwinterungsorte für Kröten, Eidechsen, Spitzmäuse, Igel sowie Marien- und Laufkäfer.
Steinhaufen: In den Hohlräumen von lose aufeinander gelegten Steinen finden Kröten, Molche, Eidechsen und Insekten wie z.B. Hummeln und Laufkäfer Unterschlupf. Steinhaufen mit viel Sonne sind ein idealer Aufenthalts- und Brutplatz für Zauneidechsen, im Winter Überwinterungsplatz für Marienkäfer und anderen Insekten.
„Wildes Eck“: In einer (ruhigen) Gartenecke, die nicht kultiviert und gepflegt wird, siedeln sich häufig Pflanzen an, die bei Insekten beliebt sind. Das sind u.a. Brennnesseln, Beifuß, Wildkräuter, Kletten und andere Nektarpflanzen.

Niströhren (Schaugarten in Österreich), Foto: G. WaleschNiströhren (Schaugarten in Österreich), Foto: G. WaleschNiströhren (Bienenprojekt; Kassel 2008), Foto: T. ShimelesNiströhren (Bienenprojekt; Kassel 2008), Foto: T. Shimeles










Nisthilfen bauen

Fehlende natürliche Unterschlupfe, Tagesverstecke, Brutplätze, Überwinterungsquartiere und Nisthilfen, lassen sich, zumindest für die Nutz-Insekten, mit einfachen Mitteln selber bauen. Sie haben auch in den kleinsten Gärten Platz. Nisthilfen müssen vorne frei angeflogen werden können, sollten überdacht und vor Wind geschützt aufgestellt sein.

Niströhren: Hohle oder mit Mark gefüllte Pflanzenstängel [8] (z.B. Schilf, Bambus, Holunder) in ca. 20cm lange Bündel zusammen binden und sie regen- sowie windgeschützt an einen sonnigen Platz aufhängen. Die Bündel können auch in eine (alte Konserven-) Dose gelegt und diese dann aufgehängt werden. Man kann auch einen einfachen Rahmen mit Dach bauen und die Stängel dort unterbringen. Um sicher zu gehen, dass Vögel die Halme nicht für ihren Nestbau herausziehen, kann man ein Ende des Bündels in Gips oder Lehm tauchen.

Nisthilfen entstehen auch durch Einbohren von unterschiedlich großen Löchern in unbehandelte Harthölzer (Baumscheiben oder Holzblöcke). Besonders gut genutzt werden Löcher mit einem Durchmesser von 3-6 mm. Das Holz sollte nicht ganz durchbohrt werden, sondern hinten geschlossen bleiben. Holzsplitter und querstehende Fasern wegschmirgeln, da diese Löcher von den Insekten wegen Verletzungsgefahr nicht genutzt werden. Auch Risse im Holz führen zur Nichtbesiedelung, da hier Parasiten eindringen könnten. Nicht geeignet sind Nadelhölzer. Das austretende Harz kann die Flügel verkleben. Ebenfalls ungeeignet sind Weichhölzer, da sie bei Nässen zuquellen.
Nützlingshotel im Internationalen Frauengarten KasselNützlingshotel im Internationalen Frauengarten Kasselund im Multikulturellen Pyramidengarten Berlin-Neukölln, Fotos: G. Waleschund im Multikulturellen Pyramidengarten Berlin-Neukölln, Fotos: G. Walesch














Besonders Wildbienen nehmen Bündel aus Pflanzenstengeln und Bohrlöcher gerne an. Sie füllen die Nisthilfen mit Nahrung und legen dann ihre Eier dort ab. Die ersten Wildbienenarten sind ab März unterwegs.

Mit dem Bau eines Nützlingshotels können auf engstem Raum Unterkunftsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Insekten wie Wildbienen, Laufkäfer, Schlupfwespen, Schwebfliegen, Marienkäfer entstehen. Neben den oben beschriebenen Nisthilfen gibt es zahlreiche andere Formen wie z.B. Tonplatten, in die mit einer Stricknadel Gänge gebohrt werden.

Florfliegen: Florfliegenkästen können Teil des Nützlingshotels sein. Rote mit Stroh gefüllte Holzkästen mit vorne geöffneten Lamellen als Einflugschlitze werden von den erwachsenen Florfliegen zum Überwintern genutzt.

Hummeln nutzen gerne zur Hälfte mit Heu, Stroh oder Moos gefüllte und umgekehrt eingegrabene Ton-Blumentöpfe. Das Einflugloch sollte mindestens 15 mm Durchmesser haben und vor Regen geschützt sein. Hummeln prägen sich den Standort der Nisthilfen beim ersten Anflug ein, daher sollten die Töpfe nicht mehr verlagert werden.

Ohrwürmer fühlen sich in mit Holzwolle oder Stroh gefüllten Blumentöpfen wohl, die man „Kopf über“ an von Blattläusen befallene Bäume oder Sträucher hängt. Ein Drahtgitter verhindert das Herausfallen des Strohs. Der Topf sollte einen Stamm oder Ast berühren, damit die Ohrwürmer ihn leichter besiedeln können. Sobald die Blattläuse vertilgt sind, den Topf umhängen, weil die Tiere sonst Früchte anfressen.

Fledermäuse brauchen tagsüber einen Unterschlupf. Das kann ein Astloch oder ein selbstgebauter Fledermauskasten sein.

Für Vögel kann man (selbstgebaute) Nistkästen aufhängen, Tränken aufstellen und im Winter Futter auslegen.


[1]http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Chrysopa_oculata.jpg&filetimestamp=20070522012711
[2]http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Episyrphus_balteatus_male_-_flying_(aka).jpg&filetimestamp=20050720185352
[3]http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Carabus_auratus.jpg
[4]http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Rhyssa_persuasoria_Gurnigel_RBurri_bearb.jpg&filetimestamp=20070221180533
[5]http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Forficula_auricularia.jpg&filetimestamp=20060620090946
[6] Mauswiesel sind die wirksamsten Feinde der Wühlmäuse, da sie so klein sind, dass sie in die Gänge der Spitzmäuse eindringen können.
[7] Aus www.biozac.de/biozac/biogart/biog_f.htm: „Das biologische Gleichgewicht zwischen Raub- und Beutetieren der Natur: Wenn viele Schädlinge auftreten, entwickeln sich zeitversetzt die Gegenspieler: Die Nützlinge. Schädlinge können sich - abhängig von Klima, Nahrungsangebot und Anwesenheit ihrer natürlichen Feinde – bei günstigen Bedingungen massenhaft vermehren. Nützlinge treten meist in einem 3-Jahres-Rhythmus auf. Im ersten Jahr, wenn die Schädlinge sich massenhaft vermehren, ist das Futterangebot für Nützlinge überreichlich und sie vermehren sich ebenfalls schnell. Im zweiten Jahr gibt es viele Nützlinge, die den Garten schädlingsfrei halten. Ihre Nahrung ist nicht so reichlich und sie vermehren sich entsprechend weniger. Im dritten Jahr treten wieder die Schädlinge in größeren Mengen auf und der Rhythmus geht in einen neuen Zyklus. So stehen Nützlinge und Schädlinge unter natürlichen Bedingungen abgesehen von leichten Schwankungen in einem bestimmten Gleichgewichts-Verhältnis zueinander.“
[8] Manche Nutzinsekten legen eigene Gänge im Mark an, andere nutzen die Hohlräume.



Bienenhaltung in Gemeinschaftsgärten



Bienenhaltung ist ein uraltes, in  allen Kulturen bekanntes Handwerk. Wildbienen zusammen mit Honigbienen und Hummeln leisten den größten Teil der Befruchtung von Blumen und Gehölzen. Wildbienen sind im Unterschied zu Honigbienen Solitärbienen. Sie bilden keine Völker. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht, da es an Nistplätzen und Nahrung mangelt. Zu einem intakten und lebendigen Garten gehören Bienen. Sie sind für die Bestäubung der Blütenpflanzen unerlässlich. Bienenhaltung ist aktiver Naturschutz. Interkulturelle Gärten und Gemeinschaftsgärten können dazu beitragen, z.B. durch Förderung der Bienenhaltung, Verzicht auf Bienen gefährdende Pflanzenschutzmittel, Bau von Nisthilfen für Wildbienen und Hummeln, Anbau von Futterpflanzen für Bienen, Anpflanzung von Gehölzen, Stauden und Kräutern, die Bienen gern besuchen, naturbelassene Flächen usw.
Bienenprojekte bereichern Interkulturelle Gärten/Gemeinschaftsgärten um eine weitere Nutzungsform, die bei der Gartengemeinschaft und Nachbarschaft auf sehr viel Interesse stößt und neue Kooperationen ermöglicht, z.B. mit lokalen Imker-Verbänden oder Schulen und Kitas. Aktionen und Feste rund um die Bienenhaltung bieten außerdem zahlreiche Anlässe, gemeinsam aktiv zu werden, und der eigene Honig ist ein Produkt, das alle Mitglieder stolz macht.

Einführung in die Bienenhaltung durch Petra Kaltenstein: Wichtig sind geeignete Schutzanzüge und langsame und ruhige Bewegungen, Foto: Shimeles TassewEinführung in die Bienenhaltung durch Petra Kaltenstein: Wichtig sind geeignete Schutzanzüge und langsame und ruhige Bewegungen, Foto: Shimeles TassewDieses Praxisblatt gibt einen kurzen Überblick über grundlegende Fragen der (konventionellen) Bienenhaltung. Die Informationen stammen hauptsächlich aus dem Bildungsprojekt der anstiftung „Bienen in Interkulturellen Gärten“, das 2007 für Interkulturelle Gärten in Niedersachsen auf dem „Lernhof Natur und Geschichte" des Diakonischen Werkes Kassel sowie in anderen Fachorganisationen (Landesamt für Bienenkunde, regionaler Imker-Verbund) stattfand. Hobby-Imkerin Petra Kaltenstein, Koordinatorin des Internationalen Frauengartens Kassel, leitete das Seminar. Die TeilnehmerInnen, Kinder und Erwachsene, hatten keine Erfahrung mit Bienenhaltung, wohl aber mit der Verwendung von Imkereiprodukten wie Honig und Wachs. Zur Projektpraxis der Seminarreihe gehörten u.a. die Beobachtung des Bienenstocks und der Bienen bei der Arbeit auf Blüten oder bei der Befruchtung. Außerdem wurden Honigproben genommen, Propolis und Wachs aufbereitet sowie Wildbienenhäuser gebaut. Die Gruppe arbeitete mit Fachbüchern, Zeitungsartikeln, Videos und Fotos und unternahm zudem Exkursionen. Die Internationalen Gärten Göttingen bauten nach diesem Bildungsprojekt in einem ihrer Gärten eine Lehrimerkei auf. Informationen zu dem Bildungsprojekt und der Lehrimkerei gibt es bei Shimeles Tassew: shimeles@stiftung-interkultur.de

Wie kann man mit der Bienenhaltung in Gemeinschaftsgärten beginnen? Informationen aus dem Bienenfortbildungsprojekt:

Ein Bienenprojekt aufzubauen bedeutet zunächst, dass eine Person aus dem Garten sich verbindlich um die Bienen kümmert und sie regelmäßig gewissenhaft pflegt. Gibt es in der Gartengruppe noch niemanden, der/die sich mit der Imkerei auskennt, sollten sich die Interessierten fortbilden und unbedingt Begleitung durch eine/n ImkerIn suchen (Imkerpaten). Auf den Internetseiten der Imkerei-Verbände der Bundesländer gibt es Informationen dazu.

Was wird gebraucht?

  • Bienenstöcke und ein geeigneter Aufstellplatz
  • Schutzkleidung
  • Rauchgerät
  • Eimer für die Winterfütterung
  • Geräte zum Ernten des Honigs (Entdeckelungsgabel, Honigschleuder etc.)
  • Mehrere Beuten/Kisten
  • Gläser zum Abfüllen von Honig
  • Ein sauberer Ort für das Honigschleudern

Tipp: Prüfen, was davon bei einem lokalen Imker oder Imker-Verein entliehen werden kann oder als Sachspende eingeworben werden kann.

Wann sollte mit der Bienenhaltung begonnen werden?

Mit den Vorbereitungen beginnt man idealerweise im Herbst. Mit der Bienenhaltung selbst sollte am besten im Frühjahr mit einem überwinterten Bienenvolk begonnen werden, etwa Mitte März bis Anfang April, je nach Wetterlage.

Was müssen AnfängerInnen beachten?

  • Wichtig: Bei einer Allergie gegen Bienengift nicht mit Bienen arbeiten! Unbedingt klären, ob jemand aus der Gruppe, die mit den Bienen arbeiten möchte, eine Allergie hat.
  • Es empfiehlt sich sehr, noch vor Projektbeginn einen „Imkerpaten“ zu suchen, also eine im Imkereihandwerk erfahrene Person, die mit Rat und Tat zur Seite steht (Imker-Vereine vor Ort fragen, in Geschäften mit Imkereibedarf und in einschlägigen Zeitschriften auf das Projekt aufmerksam machen).
  • Möglichst helle Kleidung und ggf. Schutzkleidung sowie Handschuhe tragen.
  • Nervöse, hektische Bewegungen vermeiden, sie reizen die Bienen. Daher beim Umgang mit ihnen immer schön ruhig bleiben. Unruhe kann sich auf die Bienen übertragen und sie aggressiv machen.

Welche Gerätschaften sind für den Anfang nötig?

Es gibt eine Vielzahl von Angeboten für die Ausstattung. Hier eine Empfehlung:

  • Grundausstattung "Imkern": Schleier mit Hut, Handschuhe, Smoker (der Smoker erzeugt Rauch, was die Bienen ruhiger macht und so die Arbeit am Bienenvolk erleichtert), Stockmeißel (ein Hebelgerät aus Metall, um festgekittete Rähmchen zu lösen, mit Propolis verklebte Zargen auseinander zu bekommen und Beuten von Wachs und Propolis zu reinigen[1]), Bienenbesen zum Abfegen der Bienen von der Wabe bei der Honigernte. Sollte ein Volk geschwärmt sein (das Schwärmen dient der Vermehrung und entsteht durch die Teilung eines Volkes. Dabei verlässt die alte Königin die Beute und ein Teil des Volkes folgt ihr. Wodurch der Schwarmtrieb ausgelöst wird, ist noch nicht restlos geklärt. Von großer Bedeutung sind u.a. Volksstärke und Witterung[2]), evtl. werden weitere Ausstattungsgegenstände benötigt.[3]
  • Grundausstattung "Beuten" (künstliche Behausungen der Bienen): Gitterboden, Boden, Zarge (Etage oder Ebene einer Beute, in die mehrere Rähmchen nebeneinander eingesetzt werden), Rähmchen und Deckel (die Waben werden in Rähmchen in die Beuten gesetzt bzw. in den als Rähmchen bezeichneten kleinen Holzrahmen bauen die Bienen selber die Waben), Futtereimer, Varroa-Diagnoseschale. Es empfiehlt sich, zwei bis drei leere Beuten in Reserve zu haben.
  • Grundausstattung "Honiggewinnung": Honigschleuder, Honigsieb; Entdeckelungsgabel (zur Entdeckelung von Bienenwaben, um sie für das Ausschleudern bei der Honigernte vorzubereiten[4]), Entdeckelungsgeschirr (darauf werden bei der Ernte die Waben gelegt, um sie mit der Gabel zu entdeckeln. Meistens sind es zwei Träger aus Metall, in die die Rähmchen gestellt werden und die auf einer metallenen Wanne mit durchlöchertem Boden stehen. Das Entdeckelungswachs bleibt hängen, der überschüssige Honig läuft in eine zweite darunter liegende Auffangwanne. Die Waben werden dann geschleudert), Abfüllkanne; Honiggläser [5].
  • Grundausstattung "Betriebsmittel": Bienenvolk oder -völker, Rähmchendraht und Mittelwände für die Einrichtung der Beuten, Ameisensäure/Oxalsäure zur Bekämpfung der Varroa-Milbe; Sonnenwachsschmelzer und Behälter wie z.B. alte Entsafter, Futtereimer, Honigeimer.

Der Smoker macht die Bienen ruhiger Foto: Tassew ShimelesDer Smoker macht die Bienen ruhiger, Foto: Tassew ShimelesFoto: Perivoli-Unser GartenFoto: Perivoli-Unser Garten












Mit welcher Bienenart imkern, und woher kommen die Bienen?

In Deutschland sind zwei Unterarten der Honigbiene verbreitet: Die Carnica und die Buckfast. Bienenvölker sind nicht in einer Tierhandlung zu erwerben, sondern nur bei einem Imker. In Bienenzeitungen werden zwar „Ableger“, „Schwärme“ oder „Völker“ angeboten, doch empfiehlt es sich für AnfängerInnen, sich an einen ortsansässigen Imker zu wenden. Am besten mit zwei bis drei Bienenvölkern beginnen (falls mit einem Volk etwas schief gehen sollte).

Was kostet eine Imkereiausrüstung?

Die Grundausstattung (inkl. mindestens eines Bienenvolks) kostet etwa 1.000 bis 1.500 Euro. Preisvergleiche lohnen sich!

Grundausstattung zum Aufbau einer kleinen Imkerei

In Euro

Einfache Beute/Normalmaß (Bodenplatte, Zargen, Deckel)
Rähmchen für eine Beute (11 Rähmchen je Beute)
Mittelwände (11 Mittelwände je Beute)
Imkerzange
Handschuhe
Smoker
Stockmeißel
Besen
Ameisensäure/Oxalsäure
Futtereimer, Honigeimer, Gläser etc.
Honigwabenschleuderer mit Entdeckelungsgeschirr
Honigsieb
Winterfütterung
Imkerjacke mit Schleier
Bodenschieblade für Varroamilben-Kontrolle
Trafo zum Einschweißen der Mittelwände
Wachsschmelzer
pro Bienenvolk
50
15
10 (je Packung)
25
6 (ein Paar)
28
15
5
20
60
700
10
30
37
5
56
200
70 – 120 (Preis hängt v.d. Jahreszeit ab)[6]

Gesamt:                                                                                                1.342 Euro

Tipp: Honigwabenschleuder und Wachsschmelzer sind teuer. Beide Geräte können oft günstig beim Imker ausgeliehen werden.

Welche Beuten (Bienenkisten) sind geeignet?

Es gibt viele Formate aus unterschiedlichen Materialien. Holzbeuten fassen 10 Rähmchen und sind schwer. Sie halten lange und auftretende Krankheiten können durch Hitzedesinfektion gut  bekämpft werden. Bei Beuten aus Styropor oder Kunststoff ist das nicht möglich. Dafür sind sie leichter und isolieren besser. Sie sind aber weniger atmungsaktiv.
Es gibt außerdem noch die Bienenkiste (www.bienenkiste.de), eine einfache, flache Holzkiste, die man auch selbst bauen kann. Sie hat an der Stirnseite ein Einflugloch. Der Boden und die Rückwand der Kiste sind abnehmbar, alle anderen Teile sind fest miteinander verbunden. Der Schutzanstrich sollte für Bienen unbedenklich sein (Holzlasur) [7]. Man kann auch Honig gewinnen, allerdings ohne Schleudern und eher für den Eigenbedarf. In der Fortbildung in Kassel wurden Beuten aus Holz genutzt.

Bienentracht: Wie finden die Bienen genügend Futter?

Unter Bienentracht wird das im Flugbereich des Volkes vorhandene Futterangebot an Nektar, Honigtau und Pollen verstanden. Landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiete oder Stadtgebiete mit geringem Park- und Hausgartenanteil sind ungünstige Standorte. Bei geringem Nektar- und Pollenangebot in der Nähe fliegen Sammelbienen in einem Um-kreis von drei Kilometern. Sammelgewinn und Energieverbrauch für den Flug halten sich dann wahrscheinlich die Waage; ein erntebarer Honigüberschuss wird dann aber kaum anfallen.

Bienentracht: Welche Pflanzen sind geeignet?

Verschiedene Blütenpflanzen haben unterschiedliche Anziehungskraft auf Bienen, wobei Bienen blütentreu sind. Deshalb sollte man die wichtigsten Bienenweiden kennen, wissen, wann sie blühen und wie sie den Bienen nutzen. In den Interkulturellen Gär-ten/Gemeinschaftsgärten können gezielt Blütenpflanzen ausgesät werden, z.B. Sonnen-blumen, Sonnenhut oder Phacelia. Hier eine Tabelle zu Trachtpflanzen.

Welche Standorte sind für Bienen geeignet?

Mit Erlaubnis des Grundstücksbesitzers darf man Bienenkisten überall aufstellen, doch sollten die Nachbarn informiert werden. Es ist möglich, dass Kommunen und Gemeinden jeweils eigene Vorschriften haben, die vorher erfragt werden sollten. Der Aufstellungsort sollte größtmöglichen Abstand zum Nachbargrundstück haben, so dass die Bienen es möglichst hoch überfliegen. Bei der Auswahl des Standortes darauf achten, dass das Bie-nenvolk sonnig, trocken und möglichst windgeschützt steht und Menschen nicht beein-trächtigt werden. Die Beuten sollten gerade stehen. Dafür reichen einfache Unterlagen wie Betonsteine mit einer Balkenauflage.

Welche Arbeiten fallen anfangs an?

  • Beobachten und Kontrollieren des Bienenvolkes
  • Behandlung gegen Varroa-Milben[8] und andere mögliche Krankheiten (Kalkbrut, Faulbrut)
  • Wintervorbereitungen (Fütterung)
  • Winterarbeiten (Rähmchen vorbereiten, Wachsverarbeitung)
  • Fortbildungen (z.B. beim örtlichen Imker-Verein)

Wie viel Zeit ist nötig?

Im Sommer müssen die Beuten einmal wöchentlich kontrolliert werden (Krankheiten, ausreichender Futtervorrat, Schwarmstimmung, Unwetterschäden), im Winter zweimal pro Monat (z.B. Mäusebefall).

Auf welche Schädlinge ist zu achten?

1. An den Bienen: Varroamilben, Kalkbrut und Faulbrut; im Winter auf Mäuse.
2. In den Waben und am Vorrat: Wachszerstörer; Wachsmotten.
Außerdem können Wespen, Ameisen, selten auch Hummeln, als Honigdiebe auftreten.

Winterfütterung

Bienen überwintern in Gemeinschaft, sie halten keinen Winterschlaf. Bei Außentempera-turen unter 12 Grad schließen sie sich zu einer engen Traube um die Königin herum zu-sammen. Durch Körpervibration hält das Bienenvolk über die Wintermonate im Inneren eine Temperatur von etwa 25 Grad aufrecht.
Im Winter benötigen die Bienen für den ganz oder teilweise entnommenen Honig Ersatz-futter. Dafür wird ein Eimer mit konzentrierter Zuckerlösung in die Waben gestellt. Die Bienen verarbeiten diese Lösung und lagern sie als Wintervorrat in Wabenzellen ein. Wie auch der Honig, wird der Wintervorrat mit einer luftdichten, selbsterzeugten Wachsschicht vor Feuchtigkeit geschützt.

Was erntet ein Imker? Wie hoch sind die Honigerträge?

Der Ertrag pro Bienenvolk variiert sehr stark und kann bis zu 50 kg betragen. Beim Bil-dungsprojekt in Kassel 2007 lag er bei 25 kg pro Volk. In Göttingen wurden 2009 etwa 20 kg pro Volk geerntet. Im Jahre 2010 gab es wegen Kalkbrut-Befall wenig Honig, der dann auch den Bienen überlassen wurde. Im Garten Perivoli (Berlin-Neukölln) wurden 2010 30 kg pro Volk geerntet und im Rosenduftgarten (Berlin-Schöneberg), der erst Mitte 2010 mit der Bienenhaltung begann, 28 kg pro Volk.

Darf selbst erzeugter Honig verkauft werden?

Honig aus eigener Produktion darf verkauft werden, wenn bestimmte Vorschriften und Gesetze eingehalten werden. Es sind u.a. die Bestimmungen des Lebensmittelgesetzes zu beachten. Die Honig-Verordnung[9] z.B., eine Regelung des Lebensmittelrechts, enthält Qualitätsmindestanforderungen für Bienenhonig. Demnach dürfen dem Honig weder Stoffe entzogen noch hinzugefügt werden. Honig wird nach Gewicht verkauft, daher muss das Eichgesetz[10] beachtet werden. Weiterhin ist wichtig, dass Honiggläser, die unter gleichen Bedingungen abgefüllt werden, eine Identifizierungsnummer bekommen (Losnummer/Charge - Loskennzeichnungsverordnung). Die Fertigpackungsverordnung regelt, was alles vom Hersteller beim Abfüllen von Produkten in Fertigpackungen bis derzeit 10 kg Füllgewicht (also auch Honig in Honiggläser) zu berücksichtigen ist. [11] Wichtig ist außerdem die Lebensmittelhygieneverordnung[12], die zum Schutz des Verbrauchers vor Krankheiten erlassen wurde.

Folgende Qualitätsanforderungen an Honig gelten, wenn er verkauft werden soll:

  • Der Honig muss frei von Zusätzen sein und darf keine unerwünschten Stoffe, wie Insekten, Teile von Insekten, Brut oder Sandkörner enthalten. Er darf keine unerwünschten Gerüche, Aromen oder Färbungen aufweisen.
  • Der Honig darf nicht im Stadium der Gärung sein oder schäumen. Er darf nicht mehr als 21 Prozent Wassergehalt haben[13].
  • Honig darf nur so erhitzt oder verarbeitet werden, dass seine wesentliche Zusammensetzung nicht verändert wird.
  • Chemische oder biochemische Bearbeitungen, etwa um die Kristallisation zu beeinflussen, sind verboten.
  • Der Honig muss frei sein von Mikroorganismen und/oder Parasiten, die die menschliche Gesundheit gefährden könnten.
  • Honig muss durch Rühren eine bestimmte Konsistenz haben.

Die Landesämter für Bienenkunde bieten Honig-Untersuchungen an (Kosten: Etwa 60 bis 80 Euro).

Kennzeichnungspflicht

Honiggläser müssen etikettiert werden mit folgende Angaben: Hersteller-Adresse, Netto-gewicht, Mindesthaltbarkeitsdatum, Los-/Chargennummer (für Mitglieder des Deutschen Imkerbundes), Sortenbezeichnung.
Wer Honig auf dem Markt verkaufen will, muss klären, ob ein Gewerbeschein nötigt ist (nicht überall gefordert) und Standgebühren anfallen (Ordnungsamt der jeweiligen Kom-mune). Auf dem Verkaufstisch muss ein Schild auf den Hersteller verweisen (Haftung). Falls der Verkäufer nicht Mitglied im Deutschen Imkerbund e.V.    ist, muss er für die Ab-füllung neutrale Gläser verwenden.

Rechtliche Fragen zur Bienenhaltung

Bienenhaltung ist anzeige- aber nicht meldepflichtig. Der Besitz von Bienenvölkern muss registriert werden. Sowohl wegen möglicher Krankheiten oder potentieller Streitigkeiten (z.B. mit Nachbarn) empfiehlt sich ein Versicherungsschutz. Um etwa über eine Imker-Versicherung abgesichert zu sein, ist es ratsam, Mitglied in einem Imker-Verein zu sein, der zum Imker-Verband gehört.[15]

Was tun bei einem Bienenstich?

Wer eine Bienenallergie hat, sollte nicht an Vorführungen oder Workshops teilnehmen.
Im Falle eines Stichs den Stachel entfernen und die Stichstelle mit einer Salbe oder einem Gel behandeln. Es ist ratsam, ein schmerzstillendes Gel parat zu haben. Hausmittel wie rohe Zwiebeln und zerriebene Spitzwegerichblätter sind schmerzlindernd. Die Stichstelle kann dick und rot werden, das ist normal. Sollte sich die Rötung ausbreiten und die gesto-chene Person Atembeschwerden haben und/oder es weiten sich die Pupillen, dann besser zum Notarzt. Die entsprechenden Telefonnummern unbedingt griffbereit haben.

Mögliche Kooperationen

Wichtig sind Kontakte zu Imker-Verbänden vor Ort, um besonders in der Anfangszeit erfahrene Imker als Berater zu gewinnen und sich regelmäßig mit ihnen austauschen zu können. Auch ein Beitritt zum örtlichen Imker-Verein ist empfehlenswert.

Bienen 04n Bienen 05nFotos: PerivoliFotos: Perivoli




















In vielen Gemeinschaftsgärten gibt es bereits Bienenvölker, einige Beispiele:

Die Internationalen Gärten Göttingen betreiben seit langem Bienenhaltung und haben Lehrimkereien aufgebaut. Die Beteiligten verfügen über sehr viel Erfahrung, was Bienen-haltung und Honiggewinnung angeht. Aber auch zum Verkauf von Honig und anderen Imkereiprodukten und den möglicherweise damit auftretenden Schwierigkeiten wie Preis-bildung oder Verwendung des Gewinns, konnten die Göttinger wichtige Erfahrungen sammeln, die sie gerne weitergeben. Kontakt: shimeles@stiftung-interkultur.de

Viel Erfahrung hat außerdem Petra Kaltenstein, die u.a. den Internationalen Frauengarten Kassel koordiniert. Kontakt: Kaltenstein@dw-Kassel.de

Ausführliche Informationen zur Imkerei gibt es u.a. hier
http://de.wikibooks.org/wiki/Einf%C3%BChrung_in_die_Imkerei
http://de.wikipedia.org/wiki/Imkerei
https://www.lwg.bayern.de/bienen/index.php
 
„Imkern Schritt für Schritt“, Kaspar Bienefeld,  Kosmos Verlag, 2005

[1] Aus: http://www.bee-social.org/bienenwiki
[2] Aus: http://www.imker-dietmannsried.imker-bayern.de/
[3] Informationen zur Schwarmbehandlung: http://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/schwarmbehandlung.pdf
[4] Weitere Informationen und Foto: http://www.bee-social.org/bienenwiki
[5] Weitere Informationen zur Honigernte: http://www.bee-social.org/bienenwiki
[6] Für die Überwinterung eines Bienenvolks (Varroa-Behandlung, Winterfütterung) fallen höhere Kosten an
[7] Weitere Informationen: http://www.lwg.bayern.de/bienen/haltung/index.php
[8] BR-online, 4.1.2010: "Bekämpfen dürfen Imker die Varroa-Milbe nur in der Zeit, in der die Bienen keinen Honig produzieren. Rückstände von Chemikalien könnten sonst in den Honig und von dort in den menschlichen Organismus gelangen. Juli und August, die Zeit nach dem Abschleudern also, sind die besten Monate. Wichtig sind aber auch danach noch regelmäßige Befallskontrollen und entsprechende Nachbehandlungen im Herbst und im Winter. Der Varroa-Befall soll im Frühjahr möglichst gering sein, damit die Bienen die Zeit bis zur nächsten Sommerbehandlung gut überstehen. Bewährt hat sich für die Behandlung im Juli und August vor allem Ameisensäure, die auf einen Schwamm aufgetragen und zum Verdunsten in den Bienenstock gelegt wird. Gegen einige chemische Mittel hat der Schädling dagegen schon Resistenzen entwickelt". Weitere Informationen zu anderen Bekämpfungsmöglichkeiten: http://de.wikipedia.org/wiki/Varroamilbe
[9] http://bundesrecht.juris.de/honigv_2004/
[10] http://www.gesetze-im-internet.de/messeg/
[11] http://de.wikipedia.org/wiki/Fertigpackungsverordnung
[12] http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelhygiene-Verordnung
[13] Für Mitglieder im Deutschen Imkerbund gilt, dass der Honig nicht mehr als 18% Wassergehalt haben darf. Das Bieneninstitut in Celle empfiehlt sogar einen Wassergehalt von unter 17,1%, da dann nicht mehr von einer Gärungsgefahr auszugehen ist.
[14] http://www.deutscherimkerbund.de/index.php Mitglieder im DIB können einen Honiglehrgang machen und erhalten am Ende des Lehrgangs ein Zertifikat. Der Lehrgang klärt über alle gesetzlichen Vorschriften auf. Es kostet etwa 10 Euro.
[15] Ausführliche Informationen zu relevanten Gesetzen und Vorschriften: http://www.lwg.bayern.de/bienen/recht_wirtschaft/index.php


Webinar: Biologisches Imkern im Gemeinschaftsgarten

Kristin Mansmann erläutert in diesem Webinar den Ablauf des Bienenjahrs und geht auf die Besonderheiten des biologischen Imkerns ein.

Download der Präsentation hier.