Offene Werkstätten

Die Dinge und Dienstleistungen, die unserem Alltag seine Form verleihen, werden zunehmend industriell hergestellt. Das hat nicht nur positive Aspekte. Die historisch beispiellose materielle Dimension der Konsumgesellschaft führt zu einer Verarmung in anderen Bereichen unseres Lebens.

So leidet die Fähigkeit, etwas herzustellen, praktisch auf unser Umfeld Einfluss zu nehmen, Dinge gemeinsam mit anderen in die eigenen Hände zu nehmen, unter der Allgegenwart von vorfabrizierten Dingen und „maßgeschneiderten“ Lösungen. 

So praktisch und so notwendig es auch sein mag, Dinge zu kaufen, - es ist nicht der einzige Weg, sich mit dem zu umgeben und zu versorgen, was es zum Leben braucht: Do it yourself oder kurz DIY ist der Begriff, unter dem sich ein immer breiter werdendes Spektrum von Aktivitäten des Selbermachens versammelt.

Diejenigen, die sich Dingen nicht nur aus der Konsumentenperspektive nähern, sondern selbst entwerfen und herstellen wollen, führt ihr Weg in immer größerer Zahl in die offenen Werkstätten. Für die anstiftung ist dieser Typus von Räumen der Eigenarbeit und des kollektiven Selbermachens von herausragender Bedeutung, denn sie laden dazu ein, nach eigenem Plan und Kopf tätig zu werden, alleine oder auch mit anderen zusammen, und dabei die Erfahrung von Selbstwirksamkeit zu machen.

Nicht Expertentum, sondern das Experiment, gegenseitige Befähigung und die Interaktion mit den Dingen und Materialien stehen in den von uns geförderten Werkstattprojekten und Labs im Vordergrund.

Praxisberatung

Die anstiftung fördert Offene Werkstätten durch Beratung, insbesondere zu Konzeptentwicklung, Projektaufbau, Teamentwicklung, Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit sowie Verankerung des Projekts im Stadtteil oder in der Region. Sie organisiert Austauschtreffen und Fortbildungen und Webinare, Praxishilfen der anstiftung sind auf der Netzwerkplattform des Verbund Offene Werkstätten zu finden. 

Verbund Offener Werkstätten

2009 gründete sich der Verbund Offener Werkstätten (VOW). Der Zusammenschluss will die Orte für Eigenarbeit und DIY-Aktivitäten und ihre gesellschaftliche Bedeutung sichtbar machen. Zudem helfen sich die Mitglieder gegenseitig bei Aufbau, Betrieb und Erhalt der Werkstätten. Die anstiftung unterstützt den bundesweiten Verbund durch Vernetzung, Beratung und finanzielle Förderung.

Praxisberatung im Bereich Offene Werkstätten:

Tom Hansing
0179 775 26 77  |  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!