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An dieser Stelle berichten wir in unregelmäßigen Abständen über Themen aus unseren Arbeitsbereichen, von Veranstaltungen und Veröffentlichungen oder über alles, was wir darüber hinaus als Erkenntnisgewinn betrachten.
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Wie reagieren eigentlich Gemeinschaftsgärten auf die Einschränkungen gemeinschaftlichen Handelns in Corona-Zeiten?
Im März 2020 führte die anstiftung eine Umfrage unter Gemeinschaftsgärten durch. Die E-Mail mit dem Link zum Fragebogen ging an 669 Gärten, 214 Gärten schickten ihn ausgefüllt an uns zurück (5 Gärten antworteten doppelt). Eine quantitative Befragung wirft nicht selten mehr Fragen auf, als sie beantworten kann. Letztlich vermitteln die Antworten vor allem die Vielfalt der Verhältnisse, sprich die Unterschiedlichkeit der Gärten, und es bleibt der Zweifel, inwiefern sich die Ergebnisse hochrechnen lassen. Aber einige Trends können wir dennoch beobachten, wie z.B. der, dass offenbar immer mehr „Mischsysteme“, einerseits zwischen individuellen und Gemeinschaftsbeeten sowie andererseits zwischen Hochbeeten und Bodenbeeten, entstehen. Der Trend zum mobilen Gärtnern auf Zwischennutzungen ist dagegen rückläufig.
Der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer stellte bereits in den 1970er Jahren die Konsumgesellschaft aus ökologisch-psychologischer Sicht infrage. Mit seinem 2020 erschienenen Buch „Die Kunst der Reparatur“ knüpft er an diese frühe Sichtweise an – und schreibt ein Plädoyer für das Reparieren. Dabei konstatiert er, dass das gängige Modell von Ex-und-hopp nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Innenwelt lädiere.
Reparieren im Alltag, Gemeinsam Schrauben, Repair is care, Lieblingsgegenstände und das richtige Werkzeug: In diese fünf Themenbereiche gliedert sich die Online-Ausstellung "zusammen schrauben - a culture of repair and making".
Wie wollen wir 2048 leben? Wie werden wir wohnen, arbeiten, essen, uns fortbewegen? Wer sorgt für uns und wie stehen wir in Beziehung zueinander? Wie können wir eine Zukunft gestalten, die gerecht und ökologisch ist?
Zum Form Freie Lastenräder kamen auch 2020 wieder AktivistInnen aus 35 von derzeit über 90 Freien Lastenrad-Initiativen zum mittlerweile sechsten Mal zusammen.
Das Coronavirus Sars Cov-2 breitet sich schnell aus. Bestimmte medizinische Geräte und Hilfsmittel drohen knapp zu werden. Offene Werkstätten, die mit digitalen Fertigungsmaschinen arbeiten, können dabei helfen, dezentral und vor Ort Nachschub zu produzieren. Sogar die Europäische Kommission wandte sich mit einem Hilfegesuch gezielt an Fab Labs und Makerspaces. Was sich im Verbund Offener Werkstätten in der Corona-Krise tut, ist hier auf seiner Plattform zu lesen.
Ein Maschinenbauingenieur baut Teile lebensrettender Technik für ein Krankenhaus in Brescia/Italien nach und fertigt diese dann lokal, weil die Herstellerfirma die dringend erforderlichen Ventile nicht liefern kann und die Konstruktionsdaten des Bauteils nicht freigibt.
Das Forschungsprojekt nascent-transformativ, das die anstiftung mit den Universitäten Oldenburg und Stuttgart seit 2015 durchführt, hat einen Film produziert, der Einblicke in die Forschungspraxis gibt. Auch drei Praxispartner (Kartoffelkombinat, BRUCKER LAND und Mundraub) werden mit ihren Projekten vorgestellt.http://www.nascent-transformativ.dehttp://www.kartoffelkombinat.dehttp://www.unserland.infohttp://www.mundraub.org